PARACELSUS.
PASTAU.
Paracelsus (s. Bd. IV, pag. 482), geb. 17. Dee. 1493.
E du ard Seh über t u. Karl Sudhoff, Paracelsus-Forschuugen. 1 Heft, Frank-furt a. M. 1887. — La ehr, pag. 74, 99. 6.
Parchappe de Vinay, Jean-Baptiste-Maximilien P. (s. Bd. IV,pag. 486), geb. 21. Oct. 1800.
Laehr, pag. 20, 83. G.
Paris, ein Frauenarzt, dessen Soranus (edit. Dietz , pag. 184) erwähnt:„ol 77 £pl M ocyimvä xa'i üaptv s&osav xai px<pxviox; xai. Txpiyou:, oi; oü ouyjcx &STSOv".Die Anhänger des Moschion uud Paris gaben, um das Dickwerden der Milch inden Brüsten zu heilen, Rettige und gesalzenes Fleisch (resp. Fische).
J. Ch. Huber (Memmingen).
Parise, Reveille-P., s. Reveille-Parise , Bd. IV, pag. 717.
Partibus, Jacobus de, s. Despars , Bd. II, pag. 166.
*Partsch, Karl P., zu Breslau, geb. 1. Jan. 1855, studirte daselbst, warnamentlich Schüler von H. Fisch kr, wurde 1880 proraovirt und ist seit 1884 Privat-docent für Chir. in Breslau. Literar. Arbeiten: „ Ueber den Vorderdarm, der Amphi-bien" (Schultze's Archiv, XIV; preisgekr. v. d. med. Facult. zu Breslau) — „ Ueberdie Milchdrüse" (Inaug. - Diss., Breslau 1880) — „Ueber das Garcinom undseine operative Behandlung" (Habilitationsschr., Ib. 1884) — „Die Endresultate34 0qston'scher Operationen" (v. L a N genbeck's Archiv, XXXI) — „Leber eineneue Methode, Knochen zu maceriren" (Ib.) — „ Ueber Aktinomy kose des Menschen"(Deutsche Zeitschr. f. Chir., XXIII); dazu kleinere Aufsätze in verschied. Zeitschriftenzerstreut. Ausserdem ist er seit 1881 thätig als Referent für das Centraiblattfür Chirurgie. E e d.
Pasikrates (im 1. Jahrh. ante Chr. nat), Bruder des Menodorus, einArchitekt ( Oribasius ) , erfand das „Plinthium", einen Flaschenzugapparat fürLuxation des Humerus. Ob es der nämliche P. ist, der den „Mochlikus" desHippokrates commentirte, ist ungewiss. Das „Plinthium" wird sonst dem Nileüszugeschrieben. Oribas ., IV, 358, 487, 511 (mit Abbildung).
Daremberg, Hist. des scienc. med., pag. 168. J. Ch. Hub er (Jlemmingen).
* Pastau, Julius August Hellmuth Eugen vonP., geb. 15. Juni1813 zu Landsberg in Ostpreussen, studirte von 1835 in Königsberg, wurde1840 zum Dr. med. et chir. promovirt, liess sieh 1841, nach kurzem Aufenthaltein Elbing, als prakt. Arzt in Königsberg nieder, fungirte 1852—59 als ersterArzt am königl. grossen Hospital und an der damit verbundenen Provinzial-Siechen-anstalt in Königsberg und war gleichzeitig von 1853—56 Assistenzarzt an dervon Burow sen. geleiteten Chirurg, und augenärztl. Universitäts-Poliklinik, wurde1858 zum königl. Sanitätsrathe ernannt, siedelte 1859 nach Berlin über, wurdeLehrer an der Krankenwartschule in der königl. Charite und 1863 als ärztl.Director des grossen Kranken-Hosp. zu Allerheiligen in Breslau angestellt.1870 zum Geh. Sanitätsrath ernannt, liess er sich aus Gesundheitsrücksichten1875 pensioniren und lebt seitdem in Dresden. Literar. Arbeiten: „De pneu-nionia notha" (Inaug.-Diss.) — „Mittheilungen über die 1863j64 im Kranken-Hospital zu Allerheiligen in Breslau beobachtete Pocken - Epidemie" (Berlinerklin. Wochenschr., 1864) — ,.Behandl der Krätze mit Styrax liquid." (Ib. 1869)— „Lieber Phosphorvergiftung" (Breslau 1865) — „Fremdkörper in den Luft-icegen" (Ib.) — „ Die erste Epidemie von Febris recurrens in Schlesien" (VlRCHOw'sArchiv, XLV1I) — „Statist. Bericht über das Kranken-Hospital zu Allerheiligenin Breslau f. d. J. 1867, herausgeg. von der Hospital-Direction" (Referat inder Berliner klin. Wochenschr., 1868) — „Die Petechialtyphus - Epidemie inBreslau 1868/69, unter Berücksichtigung der Anwendung von kalten Bädern"(Breslau 1871) — „Beiträge zur Pocken-Statistik, nach den Erfahrungen ausder Pocken-Epidemie 187172 zu Breslau" (Deutsches Archiv f. klin. Med., XII).