MOECHIMGER. — MOLPIS. 937
MoecMnger, s. Widmann, Bd. VI, pag. 264.
Moeller, Julius Otto Ludwig M. (s. Bd. IV, pag. 255), starb 28. Aug. 1887zu Königsberg in Pr. G.
* Moeller , Joseph, zu Innsbruck, geb. 21. März 1848 zu Päpa inUngarn, kam als Kind nach Wien, wo er auch studirte, 1873 promovirte und1874 Assistent der pharmakol. Lehrkanzel der Univers, unter A. E. VOGL wurde.Er wirkt seit 1886 als ord. Prof. der Pharmakol. und Pharmakognosie an derUnivers. Innsbruck. Hauptsächlich beschäftigt er sich mit pflanzen - anat. undpharmakognost. Untersuchh. und veröffentlichte, ausser zahlr. Abhandlgg. in Fach-zeitschriften, in den Denkschr. der Wiener Akad. der Wissensch.: „ Vergleich.Anatomie des Holzes" (1876) — „Anat. der Baumrinden" (Berlin 1882) —„Mikroskopie der Nahrungs- und Genussmittel" (Berlin 1886) ; auch ist erHerausgeber der „Real-Encyclopädie der ges. Pharmacie" (Wien 1886). Red.
Moix, Juan Rafael M., span. Arzt des 16.—17. Jahrh., geb. in Gerona,studirte in Valencia unter Luis Collado und promovirte daselbst, prakticirte anletztgenanntem Orte zusammen mit Jaime Segarra und schrieb: „Methodi medendiper venaesectionem morbos muliebres acutos libri quatuor, quibus succedit spicileeorum quae a variis sunt scripta de curandi ratione per venaesect. febres,quas humor putrescens accedit etc." (Colonia 1612).
Morejon, V, pag. 29. Pgl.
fflolina, Rodrigo de M., span. Arzt und Chirurg des 16. Jahrh., geb.in Granada, schrieb : „Modo preservativo y curativo de pestilencia y de modorra"(Granada 1554) — „Institucion chirürgica, en que facilmente se hallardn todaslas especies de Uagas que son 6 pueden ser hechas en la cabeza etc." (Ib. 1557).
Morejon, III, pag. 37. Pgl-
*Moll, Johann Christoph Albert M., geb. 25. Juni 1817 zuGruibingen, Oberamt Göppingen (Württemberg), studirte von 1837—40 in Tübingen,promovirte mit der Diss.: „ TJeber den Sehnenschnitt" , begab sich zu weitererwissenschaftl. Ausbildung nach Heidelberg, Strassburg, Paris und London, wurde1843 Districtsarzt in Neuffen, 1862 Oberamtsarzt in Tettnang, wo er sich nochbefindet. Schon in der Zeit von 1843—62 widmete sich M. mit besonderer Vorliebedem Studium der Geschichte der Heilkunde in Württemberg und legte die Resultatedieser Studien im Med. Correspondenzbl. des wiirtt. ärztl. Vereines nieder, als Lebens-und Charakterbilder aller Württemberger Aerzte, wie Widmann, Fuchs, Vischer,Jakob Degen, Gabelchover, Paracelsus u . s. w . und andere historisch-pathol.Aufsätze, wie z. B.: „Der schwarze Tod in Württemberg" (XXVII) — „DieKrankheits- und Todesfälle im Württemb. Regentenhause" (XXX, XXXI) —„Die med. Fakultät der Carlsakademie; eine histor. Studie bei Schiller'sLOOjähriger Geburtsfeier" (XXIX). 1867 gründete M. einen Verein für Geschichtedes Bodensees und seiner Umgebung, der hente 721 Mitglieder zählt und dessenVorstand er nun schon 20 Jahre ist. Er ist ein fleissiger Mitarbeiter an der bisjetzt in 16 Bdn. erschienenen Zeitschr. für Geschichte des Bodensees. AusserSammlung von Alterthümern und Kunstschätzen hat er sich durch Gründung derHeil- und Pflegeanstalt Pfingstweide fiir Epileptische und sonstiger Krankenanstaltenin seinem Bezirke, sowie auch um die Hebung der Landwirtschaft in Neuffenund Tettnang verdient gemacht. Neben anderen Auszeichnungen erhielt er 1885den Titel eines königl. Hofraths. Arnold (Stuttgart).
Moll, s. Talpa , Bd. V, pag. 611.
Molpis, Chirurg, ca. 270—230 a. Chr., wird neben Eüenor, Nileus undNymphodoros als Gewährsmann für die Möglichkeit der Einrichtung des luxirtenFemur augeführt ( Galen , Comment. ad de articulis XVIII, A. 736).
Schulze, Hist. med., pag. 425. — Daremberg, pag. lfiO-
J. Ch. Huber (Memntingen).