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6 (1888) Treiber - Zypen. Nachträge und Ergänzungen
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MENDE. t— MENODOTUS.

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Mende, Julius Ludwig Kaspar M. (s. Bd. III, pag. 202). In Bezugauf seine wissenscbaftl. Bedeutung ist nachzutragen, dass er schon 1816 in seinerSchrift: „Die Bewegung der Stimmritze beim Athemholen" , nach Beobachtungenan einer 2 1 / i " (cä. 6 Cm.) klaffenden Wunde des Kehlkopfes, den hermet. Ver-schluss desselben bei gewaltsamer Exspiration in derselben Weise beschrieben hat,wie er 50 Jahre später durch Czermak's verdienstvolle Arbeiten dargelegt wordenist. Auch in Bezug auf die Stimmbildung, den Vorgang der Expectoration, sowieden Stimmritzenkrampf enthält die frag]. Abhandlung mehrfache, in historischerHinsicht bemerkenswerthe Angaben.

P. Strnebing, L. Mende und seine Bezieh, znr Laryngologie, eine histor. Studie.Monatsschr. f. Ohrenheilk. u. s. w. 1887, Nr. 6. Winter

Mendez Alvaro, Francisco M., Präsid. der königl. Akad. der Med.,Gründer der hygien. Gesellsch., Director der med. Wochenschr. „El Siglo medico",Verf. wichtiger med. Schriften und Uebersetzer zahlr. französ. Werke, starb 19. Dec.1883 zu Madrid. Er hatte sich testamentar. jeden biograph. Nachruf verbeten.

El Siglo medico. 1883, pag. 801, 818. G.

Mendoza, Hurtado de, s. Hürtado de Mendoza, Bd. III, pag. 324.

Menekrates, aus Zeophleta, gest. nach 54 p. Chr., war Arzt des Tiberiusund Claudius und schrieb: „Insignium medicamentorurß hologrammaton".Die Gewichte bezeichnet er mit Worten, anstatt mit Zeichen. Erwähnt von Galen(Comp. sec. loc.) und Caelius Aurelianus (Tard. I, cap. 4). Von ihm stammt dasEmplastrum Diachylon. Galen , XIV, 306 u. 32; XIII, 502 (ßtßXtov sv inxiMsvsxpa-rou; OTsyiYpaj/.j/.svov aÜTOxp&rwp ö^oypäu.aaTO; äcioAöyojv ©ap^.ascwv); Ibid. 995u. 937 (Cerat gegen Strumen und Induration der Mamma). XII, 846 und 946 jeein Excoriatorium und Stomaticum.

Haller, Bibl. med. pract. I, pag. 164; Bibl. botan. I, pag. 70. — Haeser, Lehr-buch. I, pag. 3C0 (3. ed.). — Fabricius in Eleuchus, pag. 332 ff.

J. Ch. Huber (Memmingen).

Menekrates, aus Svracus, lebte am Hofe Philipp's von Macedonieu,soll glückliche Curen mit Epileptischen gemacht haben. Er liess sich göttlicheEhren erweisen ; die meisten Autoreu nehmen an , dass er geisteskrank gewesensei (Grössenwahn). Haeser erklärt ihn für einen Charlatau.

Schulze, Hist. med., pag. 313. — Haeser, Lehrb. I, pag. 92 (3.ed.). — Le Clerc,I, pag. 256 (ausführlich). — Quelle: Athenaeus, Deipno-sophist. VII. — Fabriciusim Elenchus, pag. 329-332. J. Ch. Huber (Memmingen).

Menemachus, von Aphrodisias, Methodiker, Schüler des Olympicüs , Zeit-genosse Galen's . Letzterer (Method. med., Kuehn , X, 53, 54) widmete ihm eineabfällige Beurtheilung. Eine Compositio auricularis findet sich XII, 625. In derIsagoge (XIV, 684) mit Soran und Olympiacus unter den Methodikern aufgezählt.Ob der in Oribasitjs (II, 72, über Blutegel) und Celsos , VI-, 9 (Zahnmittel), fernerbei Caelius Aurelianos (acut., II, 1, über Lethargus) angeführte Menemachusder obige Methodiker ist, steht dahin. A. v. Haller nimmt an, dass es eineandere Person sei. J. Ch. Hub er (Memmingen).

Menke, Karl Theodor M. (s. Bd. IY r , pag. 205), geb. 1791 (nicht 1701).

Menodoros , ein Erasistratäer, Freund des Hikesios , bei AthenaeüsDeipnosoph. II, heisst es, dass M. von zwei Arten der Kürbisse spricht, die eine seidie indische, die man auch „Sicya" nennt, die andere ist die „Colocynte", nämlichdie gemeine Art; die indische wird meistens gekocht, die gemeine bratet man auch.

H a 11 er, Bibl. chir. I, pag. 71 (zur Schädel-Chir.). J. Ch. Huber (Memmingen).

Menodotus, von Nikomedia, berühmter Empiriker, Schüler des Antiochus,von Laodicea, lebte zur Zeit Trajan's, bekämpfte die Lehren des Asclepiades(Galen , II, 52). Als bedeutendes Glied der empirischen Schule von Galen wieder-holt genannt (X, 142 ; XIV, 683). Seine Ansicht über die Indication zum AderlassBiogr, Lexikon. vi. 59