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BUSCAGLIONE. — BUSCH.
Giorn. di med. e di cliir. (1841) und in den von Ricci und de Rolandis heraus-gegebenen Zeitschriften.
Cantü, pag. 94. G.
Busch, Johann Jakob B. (s. Bd. I, pag. 630), zu Marburg, geb.daselbst 21. April 1727, Sohn des Wundarztes Jost Henrich B., machte zweiJahre lang in Frankfurt a. M. anat. und chir. Studien, ging dann nach Strassburg,Basel, Zürich, Paris, wurde 1764 in Marburg Doctor, Stadt- und Landphysicus,1765 Garnison-Medicus, in demselben Jahre 3. Prof. der Med., 1779 zweiter Prof.und starb 20. Jan. 1786.
Strieder, I, pag. 101; V, pag. 528; VI, pag. 50ö. G.
Johann David Busch (s. Bd. I, pag. 630), geb. als Sohn des Vorigen8. Juli 1755, studirte von 1773 an in Marburg, seit 1778 in Strassburg, dannin Zürich, wurde 1781 mit der Diss.: „De aloeticorum abusu in haemorrhoidibus"Dr. med., in demselben Jahre noch Prof. e. o., 1782 Prof. ord. und nach seinesVaters Tode, 1786, Stadt-und Landphysicus. Seit 1787 hielt er auch Vorlesungenüber Thierarzneikunde und gründete mit geringen Mitteln die Marburger Thier-arzneischule , die sich gleich Anfangs einer bedeutenden Frequenz zu erfreuenhatte und deren Vorsteher er bis zu seinem Lebensende war. Um 1789 wurdeihm auch der Unterricht der Hebeammen im Oberfiirstenth. Hessen übertragen.Während der westfäl. Occupation hatte er 7 Jahre lang ein grosses Lazareth,1813 ein preuss.-russ. zu besorgen. 1819, nach des jüngeren Stein Abgange nachBonn, erhielt er die Direction der Entbindungsanstalt (bis 1824), bei der seinältester Sohn, Dietrich Wilhelm Heinrich B. (s. Bd. I, pag. 638), alsProf. angestellt wurde. 1825 erhielt er ein neues, zweckmässiges, nach seinen Ent-würfen errichtetes Gebäude für die Thierarzneischule in der Vorstadt Weiden-hausen, 1829 wurde er zum Geh. Hofrath ernannt, feierte 1831 sein öOjähr.Dr.-Jubil. und starb 8. April 1833. Seine Schriften waren geburtshilfl. und thierärztl.Inhalts. Zu den ersteren gehört die Beschreibung einer Geburtszange ( Stark's Archiv,1794, 95); ferner: „Kurzgefasste Hebeammenkunst" (Marb. 1792; 3. Aufl. 1801)— „Beiträge zur teclin. Geburtshilfe" (1803; 1810); unter den letzteren istsein grösstes Werk: „System der theoret. u. prakt. Tliierheilk." (4 Bde., 1806 bis1816; 2. Aufl. 1820—22); ferner gab er heraus: „Deutsche Zeitschr. für dieges. Tliierheilk (3 Bde., 1829—33).
Strieder. II, pag. 105, 139; III, pag. 536; V, pag. 528; VII, pag. 513; VIII,pag. 503; IX, pag. 355; X, pag. 376; XI, pag. 333; XII, pag. 345, 346; XIII, pag. 317, 379;XIV, pag. 321; XV, pag. 370; XVI, pag. 551; XVII, pag. 399. — Neuer Nekrolog der Deutschen.Jahrg. 11, 1833, I, pag. 253. — Callisen, III, pag. 363; XXVI, pag 50i. (j,
Busch, Heinrich von dem B. (s. Bd. I, pag. 633), geb. zu Emden2. Juni 16<!4, gest. zu Bremen 5. Dec. 1682.
Lorenz von dem Busch, geb. zu Bremen 20. Juli 1672, gest.14. Jan. 1712.
Biogr. med. III, pag. 92, 93. G.
Busch, Gerhard von dem B. (s. Bd. I, pag. 633), zu Bremen, geb.daselbst 22. Sept. 1791, gest. 19. Sept. 1868, studirte von 1811 an in GöttingenMed. und Naturwissensch., promovirte 1814 daselbst mit der Diss.: „De intestinocoeco ejitsque processu vermiformi" (4.), ging dann nach Berlin, war von 1815an Arzt in Bremen und begann schon frühzeitig sich als Uebersetzer und Referentaus der engl., holländ., zu der seit 1818 auch die nordische Literatur trat, einenNamen zu machen, und zwar von 1821—43 für die Salzburger med.-chir. Ztg.,dann für Schmidt's Jahrbb. und Henke's Zeitschr. Von seinen grösseren Ueber-setzungen sind anzuführen: C. R. Pemberton , Unterleibskrankhh. (1817) —Lawrence , Hernien (1818) — Th. Mill , Anat. des Gehirns bei Typhus (1820) —C. Hastings , Entztind. der Lungenschleimhaut (1822) — Desrtjelles , Keuch-husten (1828) — Abercroiibie , Pathol. u. prakt. Untersuchh. (2 Thle., 1829;1843)— Magnus Huss, Alcoholismus chronicus (1852) — Desselben, Endem.