ZSIGHONDY. — ZUCCAKO.
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galvanokaust. Operationsmetkode nach eigenen Erfahrungen und mit besond.Rüchsicht auf Middeldorff's Galvanokaustik" (1860) zusammen. In Folgeeiner 1853 erlittenen schweren Fussverletzung, die ihn viele Monate an das Bettgefesselt hatte und ihm auch später Jahre hindurch nur einen beschränkten Ge-brauch der Extremität gestattete, war er genöthigt, seiner Privatpraxis eine andereRichtung zu geben, die ihm gestattete, mehr im Zimmer zu bleiben. Er wähltedie Zahnheilkunde, habilitirte sich 1868 als Privatdocent derselben und galt baldmit Recht als der erste Zahnarzt Wiens, der auch für die „Yierteljahrsschr. fürZahnheilk." und für die „Mittheilgg. des Wiener med. Dr.-Colleg." in den Siebenziger-Jahren eine Reihe lehrreicher zahnärztlicher Abhandll. verfasste. Eine von ihmerfundene Methode des Gypsverbandes, von ihm als „Gypssack" bezeichnet, beschrieber in mehreren Aufsätzen der „Allgem. Wiener med. Ztg." (1876). Seine letztePublication (1878) betraf eine glücklich operirte Hernia obturatoria incarcerata,den ersten derartigen Fall in Wien. Er starb 23. Juni 1880 an einer Perityphlitis,nachdem er sich während seines Lebens der allgemeinen Achtung erfreut.
Eman. Frank in Allgem. Wiener med. Ztg. 1880, pag. 2.85. G.
Zuber, Hubert-Jules-Cesar Z., französ. Militärarzt, geb. 15. Mai 1847zu Bruebach bei Mülhausen im Elsass, studirte von 1865 in der Schule fürMilitär-Med. in Strassburg, war ein Lieblingsschüler von Hiktz , wurde 1870 Med.aide-major, machte als solcher die Belagerung von Metz mit, wurde 1871 Aide-major I. Cl., Inspicient im Yal-de-Gräce, 1878 bei demselben zum Agrege fürEpidemiologie ernannt, stand an der Spitze der 1879 wegen der Pest nach Russ-land gesandten Commission, war freiwilliger Mitarbeiter für die Hygiene und denSanitätsdienst der fremden Armeen beim grossen Generalstabe, wurde 1883 Med.-major I. Cl., nahm mit anerkanntem Erfolge an der Ausarbeitung eines neuenSanitäts-Reglements für die Armee Theil, erhielt (1883, 84) mehrere Missionenin's Ausland (Berlin, Hygiene - Ausstell., Genf, Conferenz der Vereine vom rothenKreuz) und wurde im Nov. 1884 nach Tonkin commandirt, wo er sieh iw'cht nurganz besonders bei den Kämpfen und dem notwendigen Rückzüge mit den Ver-wundeten von Lang-son , sondern auch, nachdem er durch den Tod des Marine-General-Arztes die Leitung des Hosp. von Hoii-phong hatte übernehmen müssen,bei der Bekämpfung der aufgetretenen Epidemieen, namentlich der Cholera, aus-zeichnete. Er selbst, zum Med. principal avancirt, starb, von Allen, die ihm jemalsnäher getreten waren, wegen seiner trefflichen Eigenschaften hochgeschätzt, 3. Aug.1886, an einem perniciösen Sumpffieber. Von seinen zahlreichen literar. Arbeitensind anzuführen aus der Gaz. hebdomad.: „Le jaborandi dans la diphthdrie" —„Empoisonnement par le chlorate de potasse"; aus Dechajjbre's Dietionuairedie Artikel: „Colique", zusammen mit Moeache — „Grachats" — „Spasme" ;aus Hayem's Revue des sc. med. etc.: Die Revuen über Salicylsäure, die patho-genet. Rolle der Mikroben, den Tuberkel-Bacillus (die beiden letzten Artikel zus.mit Cazal ). In grösstem Umfange aber hat er auf dem Felde der Militär-Med.,theils in Hayem's Revue, theils in der Revue milit. de med. et de chir., worinsich von ihm als einzige Original-Abhandl.: „Les maladies simulees dans Varmeemoderne 11 findet, vor Allem aber in den Archives de med. milit. gearbeitet,bei welchen er, seit ihrer Begründung, die Hauptarbeitskraft war und für die erAusserordentliches geleistet hat. Seine bedeutendste in denselben, zusammen mitCazal , veröffentlichte Arbeit war: „De Vutilisation des fleuves et canaux pourl'evacuation des malades et blessis".
Arcliives de med. et de pharm, milit. VIII, 1883, pag. 161. G.
Zuccaro , Mario Z., war Arzt in Neapel zu Ende des 16. Jahrh. undProf. der Heilkunde daselbst mit solchem Erfolge, dass er den Titel eines „Comespalatinus" erhielt. Er starb 1634. In seiner Therapie huldigte er dem Natur-heilverfahren. Von seinen Schriften citiren wir: „De vera ac methodica nutriendi