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6 (1888) Treiber - Zypen. Nachträge und Ergänzungen
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"WUTZER.

Archiv, 1834, I)Einmündung des Ductus thorac. in die V. azygos" (Ib.) lieber die Möglichkeit der Bildung von Muskelfasern durch putholog. Pro-cesse" (Ib.). In Bonn wurde es ihm nicht schwer, seinen schweigsamen und zunaturphilos. Speculation geneigten Vorgänger, der sich damit begnügte, wenn ihnseine Schüler nur handeln sahen, zu übertreffen, da er es für seine eigentlicheAufgabe erachtete, seine Zuhörer auch praktisch zu Chirurgen bilden. DieseAufgabe mit ausserordentlicher Gründlichkeit und Pünktlichkeit. die er auch vonseinen Schülern verlangte, zu erfüllen, war er während seiner ganzen langenLehrthätigkeit bestrebt. Es ist daher auch die beiweitem grösste Zahl derchirurgisch befähigten älteren Aerzte von Rheinland und Westfalen aus W.'sstrenger und ernster Schule, welche auch die trägsten und zur Beobachtungungelenksten Leute anzuregen verstand, hervorgegangen. Nachdem er eine Ueber-setzung von van Onsenoort'sGesehichte der Augenheilk." (Bonn 1838j heraus-gegeben, veröffentlichte er in dem von ihm zusammen mit seinen Collegen Nau-mann und Kilian begründeten und herausgegebenenOrgan f. d. ges. Heilk."(184042) mehrere Arbeiten, von denen wir die wichtigsten hervorheben: lieberradicale Heilung beweglicher Leistenbrüche", ein Verfahren, mit welchen W.'sName am häufigsten in der Chir. genannt wird Veber Sehnendurchschneidungbei Verkrümmungen", m. 4 Taff., ein Aufsatz, der dem damals noch neuenstomeyer 'schen Verfahren wesentlich zur Verbreitung gedient hat und werthvolleanat. Untersuchh. enthältUnterbindung der Carotis externa", zum Ersatz dergefährlichen Ligatur der Carotis commun. in vielen Fällen, auf die er in einemspäteren Aufsatze (Rhein. Monatschr., 1847) wieder zurückkamlieber Behandl.der Schädelverletzungen mit und ohne Trepanation"Fall von Punction desWasserkopfes"Epikrise zu sechs Fällen von Schädelverletzungen" UeberHeilung der Blasenscheidenßstel", um welche sich W. anerkannte Verdiensteerworben hat, die er hauptsächlich einer zweckmässigen Operationsmethode(breite Anfrischung, Entspannungsnähte) zu verdanken hat, ebenso wie er auchbereits (1832) die Elythroplastik anwendete und in ganz verzweifelten Fällen zurEpisiorrhaphie schritt. Ebenso erschien in der von ihm mit denselben CollegenherausgegebenenRhein. Monatsschrift für prakt. Aerzte" (Jahrg. 15, 184751)eine Anzahl Arbeiten von ihm, unter denen wir folgende erwähnen:AnimalerMagnetismus, um chir. Operatt. schmerzlos auszuführen" lieber eingesackteHarnblasensteine"Zur Reform des Militär-Medicinalwesens", der er, alsMitglied einer 1848 nach Berlin berufenen Commission, eingehende Aufmerksam-keit gewidmet hatteHeber neuere mechan. Blutegel"Eine neue Artvon Acupunctur" Ueber epidem. Rose", eine seiner besten ArbeitenUeber die Operation der ^angeborenen After- Ver Schliessung"Einspritzungvon reizenden Flüssigkeiten in die Bauchhöhle zur Heilung der Wassersucht".Endlich findet sich von ihm eine Anzahl casuist. Mittheilungen in der DeutschenKlinik (1850, 51, 52), darunter namentlich über plastische Operationen:UeberOperation der Gaumenspalte"Ueber Rhinoplastik aus der Oberlippe undder Haut des Vorderarmes", welche letztere Plastik er öfter ausgeführt hatte,ferner:Ueber Keloide"Ueber Urethrotomie", mit der er ebenfalls zahl-reiche Erfolge erzielt hatte. Ausserdem sind noch in zahlreichen Dissertatt. seinerSchüler seine Erfahrungen niedergelegt. Inzwischen war sein eines Auge, späterauch das andere, von Cataract befallen worden und wurde er 1855 auf seinenWunsch von der Leitung der Klinik entbunden, nachdem er in demselben Jahrezum zweiten Male die Rectorwtirde bekleidet. 1858 beging er sein 50jähr.Dienst-Jubil. und wurde, nachdem er 1836, in seinem 1. Rectoratsjahre, Geh.Med.-Rath geworden, zum Geh. Ob.-Med.-Rath ernannt. In demselben Jahre erschien,durch C. 0. Weber herausgegeben (Verhandl. des naturhistor. Vereins, XV), vonihm noch:Ueber Salubritätsverhältnisse der Stadt Bonn". Vor völliger Er-blindung, 1856, hatte er noch eine Reise nach der unteren Donau und dem Orientunternommen und publicirte über dieselbe ein grösseres Werk:Reise in den