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WOLF. — WOLFAKT.
Blattern" (Ib. 1795) — „Krankengeschichten nebst Bemerkk., wie auch einerKrankengeschichte des inneren Wasserkopfs" (Hamb. 1802) — „Ideen überLebenskraft nebst einigen Krankengeschichten und Bemerkk." (Altona 1806) —„Prakt. Bemerkk. nebst Krankheitsgeschichten" (Hamb. 1811). Während derBelagerung Hamburgs war er Arzt des in Altona für die vertriebenen Hamburgererrichteten Hospitals, kehrte 1814 nach Hamburg zurück und schrieb: „Abhandl.von der vom Januar bis im Juni 1814 im Altonaer Hosp. für HamburgerFlüchtlinge und in anderen Localen der Armen epidemisch, ausser demselbenaber sporadisch grassir. Krankheit. Nebst prakt. Bemerkk." (Hamb. 1817) —„ TJeber das Wesen der Fieber sowohl als über ihre nächste Ursache und dieClassification derselben. Nebst einem Beitrag zum thierischen Magnetismus"(Ib. 1815; 2. Aufl. 1818). Er starb 14. April 1820.
Hans Schroeder, Hamburg. Schriftsteller. VIII, pag. 139. — Callisen, XXI,pag. 323. G.
Wolf, Friedrich Wilhelm W., geb. zu Ende des 18. Jahrh., warDr. med., Arzt und später Kreisphysicus in Gnesen und starb 24. Juni 1837 zuTrebnitz. Er publicirte: „Ueber Onanie der Frauenzimmer, deren Folgen unddie Mittel dagegen etc." (Berlin 1808) — „Ueber die Natur, Erkenntniss undCur der Krankheiten des reproduetiven Systems" (Ib. 1811), ferner Anmerkk.zu J. E. A ronsox's „Abhandl. aller vener. Krankheiten" (Ib. 1808) und eine Reihecasuist. Journal-Mittheilungen in R ust's Magaz. und S iebold's Journ. für Geburtshilfe.
Biogr. Ullivers. XLV, pag. 32. — Callisen, XXI, pag. 322, 340; XXXIII,pag. 330, 338. pgi,
Wolf. s. a. W olff.
Wolfart, Peter W., zu Kassel, geb. zu Hanau 11. Juli 1675, als Sohndes Hanauischen Rathes und Leibmedicus Christoph Joachim W. (+ 1708)und Enkel des Leibmedicus des Prinzen von Oranien im Haag Johann Kr äfft W.,studirte von 1693 an in Giessen, wo er 1696 mit der Diss. „De febre haemoptoicaad praxin clinicam accommodata" Doetor wurde, machte 1698 eine Reise nachHolland, England und Frankreich, war einige Jahre Leib- und Reisemedicus desPfalzgrafen von Birkenfeld, liess sich dann in Hanau nieder, erhielt 1700 dasPhysicat und 1703 die Professur der Physik und Anat. am Gymnasium. 1707wurde er als Hofmedicus nach Kassel berufen und 1708 zum Prof. der Anat.und Experimental-Physik bei dem 1709 eingeweihten Colleg. Carolin, ernannt.1716 wurde er Landphysicus, 1717 Leibmedicus, 1720 Rath und beständigerDecan des Colleg. med. und starb 3. Dec. 1726. Er hinterliess eine Anzahl,meist, latein. kleiner Schriften med. und naturwiss. Inhalts, darunter eine Natur-geschichte von Nieder-Hessen (Kassel 1719, fol.) und mehrere Brunnenschrifteuüber Ems (1715), Brabach (1721), Hof-Geismar (1725).
Strieder, XVII, pag. 289. — Biogr. med. VII, pag. 516. Gr.
Wolfart, Karl Christian W., zu Berlin, einer der eifrigsten Anhängerund Verbreiter des thier. Magnetismus, geb. 2. Mai 1778 zu Hanau., studirte inGöttingen und Marburg, wo er 1797 mit der Diss. „De genii morborum muta-tione hominum vitae rationi tribuenda" (4.; auch deutseh Marburg 1798) pro-movirte, wurde darauf Arzt in seiner Vaterstadt und fing schon damals an sichmit dem Magnetismus vertraut zu machen und ihn in einzelnen Fällen anzuwenden.Im Jahre 1800 wurde er zum a. o. Prof. der Physik und Med. an dem kurfiirstl.oberen Gymnasium, 1801 zum Mitgliede des kurfiirstl. med. Collegiums und zu-gleich zum Brunnenarzt in Wilhelmsbad ernannt; auch machte er sich durch dieSchrift: „Ueber den Genius der Krankheiten" (Frankf. a. M. 1801) in der literar.Welt bekannt. Es folgten seine „Formulare oder Lehre der Abfassung vonRecepten u. s. w." (Marburg 1803); auch wurde er in diesem Jahre zum ord.Prof. an dem gedachten Lyceum ernannt. Er machte darauf eine grössere Reisedurch mehrere deutsche Länder und Polen, resignirte in Folge eines Liebes-