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6 (1888) Treiber - Zypen. Nachträge und Ergänzungen
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WISE1IAN. WISTRAND.

der Restauration Surgeon Karl's II. und Jacob's II.; auch erlangte er einesehr bedeutende Privatpraxis. W. war ein genialer Chirurg. Seine Arbeitenbezeichnen einen Wendepunkt in der Geschichte der engl. Chirurgie und enthaltenviele, auch jetzt noch für uns sehr lehrreiche Mittheilungen. Ausser mehrerenkleineren Aufsätzen in den Philos. Transact. sind erwähnenswerth:A treatiseof wounds" (London 1672)Several ckirurgical treatises" (Ib. 1676; 1686;1719, 2 voll.)System of surgery" (Ib. 1734, 2 voll.). Zu den besonderenVerdiensten W.'s ist zu rechnen die Empfehlung der Compression zur Behandlungder Aneurysmen. Ferner giebt er die erste genauere Beschreibung des Tumoralbus und bedeutende Verbesserungen bezüglich der Herniotomie, Amputation, derLehre von den Schusswunden und von den Krankheiten des Mastdarms.

Biogr. med. VII, pag. 512. Dict. hist. IV, pag. 415. Pagel.

Wislocki, Theophil W., geb. 1815 zu Tymbark in Galizien, studirtein Lemberg Philos., ging darauf nach Berlin, widmete sich dem Studium derMed., wurde 1844 dort mit der Diss.:De encephalalgiae speciebus" Doctor,unternahm darauf eine längere Studienreise und hielt sich besonders in Strassburgund Paris lange Zeit auf. 1848 kehrte er nach Galizien zurück, befasste sichmit ärztl. Praxis, begab sich jedoch schon 1850 nach Wien, wo er im folgendenJahre Assistent an der Lehrkanzel der pathol. Anat. wurde, verblieb in dieserStellung bis 1854, kehrte 1856 nach Lemberg zurück und lebte dort als Arztund Redacteur des JournalsSwit". 1859 wurde er nach Warschau berufen,war als Prof. der pathol. Anat. bis 1862 thätig, übernahm in dieser Zeit dieProfessur der gerichtl. Med., Medicinalpolizei und Hygiene und starb 8. Oct. 1881.Ausser Journalartikeln schrieb er u. A. eine Toxikologie (Warschau 1870), sowiein deutscher Sprache:Compendium der pathol. Anat. als Anleitung zum Selbst-studium" (Wien 1853). K. & p.

Wistar, Caspar W., zu Philadelphia, geb. daselbst 13. Sept. 1761,war 3 Jahre Zögling von John Redman, John Jones , ging 1783 nach England,wo er 1 Jahr blieb, wurde 1785 in Edinburg Doctor mit der Diss.:De animodemisso", kam 1787 nach Philadelphia zurück, wo er eine Anstellung als Physic.beim Philad. Dispensary erhielt und 1783 zum Prof. der Chemie am dortigenCollege, 1793 zum Physic. des Pennsylvania Hosp. gewählt wurde, nachdem er1792 Adjunct-Prof. der Anat., Geburtsh. und Chir. neben Wm. Shippen geworden.Später erhielten die Chir. und Geburtsh. besondere Professuren und Shippen undW. bekamen die Anat., und war nach des Ersteren Tode, 1808, W. der einzigeProf. derselben. Er scheute keine Mühe und Kosten, um seine Vorlesungen soinstruetiv als möglich zu machen und publicirte ein durch Klarheit ausgezeichneteselementares Lehrbuch : ,,A system of anatomy for tlie use of students of medicine"(Philad. 1811, 2 voll.; 1816; 1822); auch gab er von dem Siebbein in den Trans-actions of the Coli, of Physic. eine sehr genaue, manches Neue enthaltende Be-schreibung. 1809 gründete er mit bestem Erfolge eine Gesellsch. zur Verbreitungder Vaccination, die bis dahin manchen Vorurtheilen begegnet war; 1810 gab erseine Stelle als Hospitalsarzt auf. Seine wenigen literar. Leistungen finden sich,abgesehen von mehreren anonymen, in den Tages-Zeitschriften veröffentlichten, in dengenannten Transactions, einige, darunter Experimente über die Verdunstung vonEis, auch in den Transact. of the Americ. Philos. Soc., zu deren Präsidenten er1815 gewählt wurde. Nach Rush's Tode wurde er auch Präsident der Soc. forthe Abolition of Slavery. Er starb, der allgemeinsten Verehrung sich erfreuend,22. Jan. 1818.

Thacher, II, pag. 205220. Dict. hist. IV, pag. 415. Caspar Morrisbei Gross, pag. 116138. q

Wistraild, zwei Brüder in Stockholm. Der ältere, August Timo-leon W., geb. 16. Jan. 1807 zu Arby im Kirchspiel Klosters in Södermanland,studirte seit 1820 in Upsala, wo er verschiedene Grade, 1835 den des Dr. med.