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WINTRINGHAM. — WIRER.
nieder, wurde einer der Aerzte des York County Hosp. 1746 und starb 12. März 1748.Seine durchaus prakt. Schriften waren: „Tractatus de podagra, in quo plurimaede ultimis vasis et liquidis et succo nutritio propositae sunt observationes"(York 1714) — „A treatise on endemic diseases, explaining tlie different natureand properties of airs, situations, soils, water, diet etc." (1718) — „An essnyon contagious diseases, more particularly on the small pox, measles, putrid,malignant and pestilential fevers" (1721) — „ Observations on Dr. Freind'sHistory of physich" (1726)— „Commentarius nosologicus, morbos epidemicoset aeris variationes in urbe Eboracensi locisque vicinis per viginti annosgrassantes complectens" (1739). Die von seinem Sohne veranstaltete Sammlungdieser Schriften s. nachstehend.
Sir Clifton Wintringham, Bart., der Sohn, geb. 1710 zu York,studirte in Cambridge, trat 1734 in den Sanitätsdienst der Armee, wurde 1742oder 1743 Fellow der Royal Soc., 1749 Dr. med. in Cambridge, war Leibarzt desHerzogs von Cumberland, Physician-General der Armee, wurde 1762 zum Leib-arzt des Königs ernannt, erhielt die Ritterwürde, wurde 1763 Fellow des Coli, ofPbys. und 1774 Baronet. Er publicirte: „An experimental inquiry concerningsome parts of the animal structure" (London 1740) — „An inquiry into theexility of the vessels of the human body" (Ib. 1743) — „The ivorks of thelate Clifton Wintringham . . now first collated and published entire,with large additions from the original documents" (2 voll., Ib. 1752) — „Demorbis quibusdam commentarii" (Ib. 1782). Auch veranstaltete er eine Ausgabevon Mead's „Monita et praecepta medica permultis annotationibus et observationibusillustrata" (2 voll. 1773). Er starb 10. Jan. 1794. — W. war ein sehr geschickterund liebenswürdiger Arzt von classischer Bildung; Haller charakterisirt ihn als:„Vir acuti ingenii, iatro-matliematicus et experimentis feliciter usus atque ratiocinio."
Biogr. med. VII, pag. 511. — Münk, II, pag. 34, 250. G.
Wirdig, Sebastian W., geb. zur Torgau 1613, wurde 1638 in Witten-berg Mag. phil., ging 1641 nach Rostock, wurde 1644 zu Königsberg Dr. med.mit der Diss.: „De palpitatione cordis", 1646 als Prof. der Med. nach Dorpatberufen, kehrte aber 1654, aus Furcht vor dem drohenden Kriege mit den Russen,nach Rostock zurück, erhielt 1655 die erledigte Professur der Med. und wurdespäter Leibarzt des Herzogs Gustav Adolph von Mecklenburg-Güstrow. Erverfasste etwa 1 / 2 Dutzend Dissertt. und Programme und die Schrift: „Novamedicina spirituum, curiosa scientia et doctrina unanimiter hucusque neglecta,. . . .; de hinc spirituum praeternaturalis seu morbosa dispositio, causae, cura-tiones per naturam, per diaetam, per arcana majora .... ingenue et dilucidedemonstrantur. Ad Regiam Societatem Londinensem" (Hamburg 1673; 2. ed.1682; deutsch von Christoph Helwig , Frankfurt uud Leipzig, 1707). Er starb17. April 1687.
Krey, St. 8, pag. 30. — Biogr. med. Vif, pag. 512. — v. Recke-Napiersky,IV, pag. 535. — Blanck, pag. 33. t;.
Wirer, Franz W. Ritter von Rettenbach, Hofrath und Leibarztin Wien, geb. 1771 zu Korneuburg in Niederösterreich als Sohn eines Wund-arztes, gest. 30. März 1844 in Wien, studirte hier seit 1787, besonders unterStoll , trat schon während der Studienzeit in ein Militärspital an der SiebenbürgerGrenze, wurde 1789 mit der Leitung eines Spitals in der Walachei und 1791mit Abholung sämmtlicher österr. Kriegsgefangener aus Constantinopel betraut, beiwelcher Gelegenheit er während eines 4monatl. Aufenthaltes in Rustschuk Pestkrankebehandelte; er diente nach beendigtem Türkenkriege als Bataillonsarzt in der österr.Armee während des niederländ. Revolutions- und später des französ. Krieges bis zumFriedensschluss von Campo-Formio (1798), setzte, nach Oesterreich zurückgekehrt,seine Studien an der k. k. Josephs-Akademie fort, promovirte 1799 zum Dr. chir.,1800 zum Dr. med., erlangte einen grossen Ruf als Arzt und eine bedeutende