Druckschrift 
6 (1888) Treiber - Zypen. Nachträge und Ergänzungen
Entstehung
Seite
208
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

208

WEBB. WEBER.

Ready rules for operating" (Lond.). Er hatte eine sehr ausgedehnte Praxisunter den höheren Classen der eingeborenen Bevölkerung, und war als Chirurgebenso bedeutend wie als Arzt. Er starb 15. Sept. 1863 zu Clevedon, Somersetshire.

Lancet. 1863, II, pag. 638, 667. G.

Weber, Karl Martin W., geb. 1734, prakticirte als Stadtphysicus zuApolda und Rossla in Thüringen, wo er 17. Oct. 1800 starb und ist nur bemerkens-werth als Verf. eines, übrigens nicht bedeutenden, med.-bibliograph. Werkes, betitelt:

Entwurf einer auserlesenen med.-prakt. Bibliothek für angehende Aerzte"(Dessau u. Leipz. 1784). Ausserdem schrieb er noch:Vermischte Anmerkungenaus der Arzneygelahrtheit und Litteratur" (Jena 1768)Anweisung, wiedie gegenwärtig zu Apolda grassirende Blatternkrankheit zu behandeln sei"(Ib. 1777).

Biogr. med. VII, pag. 470. Dict. hist. IV, pag. 370. P g 1.

Weber, Jakob Andreas W., geb. 1741, studirte und promovirte 1760in Tübingen mit der Diss.De transpiratione cutanea, hominis sanitatis prae-sidio, morborum causa et victrice", lebte erst zu Tübingen, dann zu Wien undzuletzt zu Grub bei Coburg, wo er an der von San d'scheu Fabrik von Berliner-blau angestellt war und 12. Jan. 1792 starb. W. war auch ein tüchtiger Chemiker.Fast alle seine Schriften, von denen sich ein vollständiges Verzeichniss in denunten angegebenen Quellen findet, sind ehem. Inhalts.

Biogr. med. VII, pag. 470. Poggendorff, II, pag. 1271. Paget.

Weber, zu Kiel, Professoren der Med. in drei Generationen. GeorgHeinrich Weber, geb. zu Göttingen 27. Juli 1752, wurde 1777 a. o.Prof.der Med. und Prosector in Kiel, 1780 ord. Prof. der Med. und Botanik, schriebeine:Comment. botanico-rned., sistens vires plantarum cryptogamicarummedicas" (1773, 4.)Abhandl. von dem Ursprung der Venusseuche u. s. w.Aus dem Französ." (Bremen 1775, 4.) Vollständige Auszüge aus neuenDissertationen med. und physischen Inhalts" (2 Bde., Ib. 1775,76)ZwölfNachrichten von dem Zustande der Krankenanstalt zu Kiel" (178598)Bitte an das Publicum um Unterstützung zu dem in Kiel zu errichtendenKrankenhause" (1788), und ausserdem mehrere botan. Schriften, namentlichFloren von Göttingen (1778) und Holstein (1780, 84). 1799 wurde er zumArchiater, 1802 zum Director des akad., von ihm gestifteten Krankenhauses,1806 zum Etatsrath, 1810 zum Director des S .-H. Sanitäts-Collegiums und zumOberaufseher über die vereinigten Krankenanstalten und den botan. Garten ernannt.1824, bei Gelegenheit seines Doctor-Jubiläums, erhielt er von der Göttinger philos.Facultät deren Ehrendoctor-Diplom, auch wurde eine Ehrenmedaille auf ihn ge-prägt. 1827, bei seinem 50jähr. Amts-Jubiläum, wurde er zum Conferenzrathernannt. Er starb 7. Juli 1828. Von seinen letzten Arbeiten erwähnen wir:lieber die Schleswig'schen Mewen und Holstein'schen Schwimmvögel" (Prov.-Ber.,1798)Einige Erfahrungen über die Behandlung der jetzigen Ruhr-epidemie" (Ib. und in Pfaff's u. Scheel's Nord. Archiv, 1799, I).

Kordes, pag. 380. Neuer Nekrolog der Deutschen. Jahrg. 6. 1828, I, pag. 542.Luebker u. Schroeder, pag. 684. Biogr. m6d. VII, pag. 471. G.

Friedrich Weber, geb. als Sohn des Vorigen zu Kiel, 3. Aug. 1781,wurde 1801 in Kiel Dr. phil., 1802 Aufseher des akad. Krankenhauses, 1804Adjunct der philos. Facultät, 1805 Dr. med. und a. o. Prof. der Philos., 1810Aufseher des botan. Gartens, 1811 a. o. Prof. der Med. Seine Schriften sind zumallergrössten Theile naturhistor., namentlich botan. Inhalts und werden deshalbhier nicht angeführt; medicinisch sind allein dieBemerkungen über die in Kielund umliegender Gegend im J. 1814 vorherrsch. Krankhh., besonders über denTyphus" (Kiel 1814). Er starb 21. März 1823.

Kordes, pag. 380. Luebker u. Schroedar, pag. 683. G,