REUSS.
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(Scheeer , Allgem. Journ., VI. Bd.) wurde er bald bekannt. 1804 wurde eran die Universität zu Moskau berufen als a. o. Prof., seit 1808 ord. Prof. derChemie und wirkte daselbst bis zu seiner Pensionirung im J. 1839 ; ausserdembekleidete er die Stelle eines Prof. der Chemie und Pharmakographie an derkaiserl. med.-chir. Akad. und war mehrere Jahre lang Universitäts-Bibliothekar.Nach seiner Entlassung aus dem Dienste eines ord. Prof. begab er sich nachStuttgart, wo er 2. April 1852 starb. — R. genoss unter seinen Zeitgenossenden Ruf eines ausserordentlich gelehrten und vielseitig gebildeten Mannes. SeinePublicationen sind ehem. und pharmakol. Inhalts und grösstentheils in Moskauin den Schriften der physico-med. Societät abgedruckt. Es seien einige davonhier genannt: „Theoremata de miasmatum contagiosorum origine, natura,proprieta tibus et augendi modo" (Schriften der phys.-med. Soc., I. Bd., 1811) —„Beschreibung der chemischen Thätigkeiten der galvanischen Elektricität" (Ib.) —„Chemische Bemerkungen über die kaukasischen Mineralquellen-, über dieEisenquelle bei Semenowsk ; über Chinarinde ; über die Eigenschaften des mensch-lichen Harns u. A." (Ib. II) — „lieber den Liquor Magnesiae carbonicae undüber Natrum supercarbonicum" (Ib.); ferner: „Nouvelle analyse des principesfebrifuges du quinquina" (Moskau 1810) u. s. w. — „Oratio de antiquorum hominumpraestantia deque studii litterarum antiquorum praecipue vero latinarum utilitateincredibili " (Moskau 1818). Auch gab er „Ordo bibliothecae Univers. Caes.Mosquensis" (Moskau 1818) und einen Katalog der Bibliothek in 4 Bänden,Moskau 1831—36 heraus.
Biogr. Lexikon der Moskauer Professoren. Moskau 1855, II, pag. 329—340. —Richter, Gesch. der Med. III, pag. 385 (daselbst das Verzeichniss der Schriften).
L. S tie da.
Reuss, August Christian von R., geb. 2. Jan. 1756 zu Rendsburg,Bruder von Christian Friedrich R., studirte und promovirte in Tübingen,machte 4 Jahre lang wissenschaftl. Reisen durch Holland, England, Schottland undDänemark, wurde 1783 Prof. der Med. an der Universität zu Tübingen, 1784 Arzt desErzbischofs von Speyer in Bruchsal, .1791 Württemb. Leibmedicus in .Stuttgart, 1808Mitglied des Obermedicinal-Departements und 1810 des Obercensur-Collegiums, 1817Med.-Rath und starb zu Tübingen 9. Oct. 1824. R. war ein tüchtiger Anatom undChemiker. Seine Schriften sind : „Diss, de terrae motuum caussa" (Tübing. 1773) —„ Diss. de sale sedativo Hombergii" (Ib. 177?!) — „ Beschreibung eines neuenchemischen Ofens" (Leipz. 1782) — „Novae observationes circa strueturamvasorum in placenta humana etc." (Tübing. 1784) u. A. m.
Biogr. méd. VI, pag. 575. — Gradmann, pag. 485. — Poggendorff, II, pag. 613.
Pgl-
Reuss, Jeremias David R. , zu Göttingen, geb. 30. Juli 1750 zuRendsburg, studirte Theol. in Tübingen, wurde daselbst 1768 Dr. phil., 1774Unter-Bibliothekar, wurde 1782 nach Göttingen berufen, wo er Prof. e. o., 1785Prof. ord. der Gelehrtengeschichte, 1789 Unter-, 1814 Ober - Bibliothekar derUniversitäts-Bibliothek, 1803 Hofrath, 1829 Geh. Justizrath wurde und 15. Dec.1837 starb. Er hat sich durch die Herausgabe eines „Repertorium commentationuma societatibus litterariis editarum. Secundum diseiplinarum ordinem digessit"(16Thle., Gotting. 1801—21, 4.) verdient gemacht, in welchem die Med. (T. 10—16)folgendermassen vertreten ist: „T. 10. Propaedeutica ; anatomia et physiologia ;hygiene; pathologia s. nosología generalis; semeiotica" (1813, 18) — T. 11.Materia medica et pharmacia" (1816—20) — „T. 12.—15. Therapia generaliset specialis" (1817—20) — „T. 16. Ars obstetricia. Ars veterinaria" (1821).
Callisen, XVI, pag. 7; XXXI, pag. 422. G.
Reuss, Johann Jod o cus R., zu Aschaffenburg, wurde 1791 in Mainzmit der chemisch-medicin. Inaugural - Abhandlung "Vom Rheinweine" Doctor,prakticirte anfänglich daselbst, war dann in Stuttgart Hofmedicus, Präfectur-und Med.-Rath, wie auch Stadt-, Land- und Zent-Physicus; zu Aschaffenburg