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4 (1886) Lindsley - Revillon
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PEU. PEYKANI.

als bedeutender Gegner des Letztgenannten auftritt. P. gab u. A. dem Hakenden Vorzug vor dem Kopfbohrer und verwarf den Kaiserschnitt. Auch Abbildungenvon verschiedenen Verschlingungen der Nabelschnur finden sich in der genanntenSchrift. P. starb 10. Febr. 17^7 in hohem Alter.

Diet. hist. III, pag. 709. Ô Pgl.

Peucer, Kaspar P., geb. 6. Jan. 1525 in Bautzen, studirte in Witten-berg Med., sodann unter Melanchthon's Leitung, dessen Schwiegersohn erwar, classische Literatur, wurde 1554 daselbst ord. Prof. der Mathematik, 1560Dr. med., kurfiirstl. Leibarzt und Rector der Universität. Als das Haupt der vonMelanchthon hinterlassenen, sich zum Calvinismus hinneigenden Schule warder 1574 auf Befehl "des Kurfürsten verhaftet und musste bis 1586 in Dresden,Rochlitz und Leipzig harte Gefängnisshaft erdulden. Endlich auf die Fürbitte der2. Gemahlin des Kurfürsten, Agnes von Anhalt, freigelassen, wurde er Leibarztdes Fürsten von Anhalt-Zerbst und starb 25. Sept. 1602 zu Dessau. P. nimmtdie erste Stelle unter den Wittenberger Paracelsisten ein und gehört zu denjenigen,übrigens nur in geringer Zahl vertretenen achtungswerthen Anhängern des Para-C elsü S , welche als gebildete Männer seine Lehren mit den damals hervortretendentheosophischen und mystischen Doctrinen und namentlich die Lehre von den Arcanenmit den Fortschritten der Chemie in Einklang zu setzen suchten. Sein Haupt-werk ist der:Commenlarius de praeeipuis divinationum generibus" (Witten-berg 1553 und noch 8 Aufl.), worin er auch mit klaren Worten von der Muskel-Irritabilität, als von einer immanenten Eigenschaft der Muskeln, die durch denReiz der in den Nerven enthaltenen Lebensgeister erregt wird, spricht. Uebrigenslegte P. mehr Werth auf die Semiotik als die anderen Paracelsisten und war einentschiedener Gegner der Alchemie, glaubte dagegen an Chiromantie. Andereerwähnenswerthe Schriften P.'s sind noch :Propositiones de hy drope, arthritideet pleuritide" (Frankfurt 1563)Practica seu methodus curandi morbosinternos etc." (Ib. 1614)Tractatus de febribus" (Ib. 1614).

Biogr. méd. VI, pag. 405. Poggendorff, II, pag. 421. Pgl.

Peurle, s. Agrícola , Johann, Bd. I, pag. 70.

Peyer, Johann Konrad P., geb. zu Schaffhausen (Schweiz) 26. Dee.165 3, studirte in Basel und in Paris unter Duverney , promovirte 1687 in Baselund liess sich in seiner Vaterstadt nieder, wo er successive Prof. der Rhetorik,Logik und Physik war und 29. Febr. 1712 starb. Er ist besonders durch seineanatom. Untersuchungen, speciell durch die Entdeckung und Beschreibung dernach ihm benannten Schleimhautdrüsen des Dünndarmes bekannt. Die betreffendeSchrift ist betitelt:Exercit. anat. med. de glandulis intestinorum earumqueusu et effectibus etc." (Schaffhausen 1677 ; wieder abgedruckt in Manget'sBibliotheca" und inParerga anat. et medica etc.", Amsterd. 1683; Leyden1722). Ferner schrieb P.:Myrecologia s. de ruminantibus et ruminationecommentarius" (Basel 1685), wahrscheinlich eine der ersten gründlichen Abhand-lungen über die Verdauungswerkzeuge der Wiederkäuer, sowie zahlreiche anat.und pathol.-anat. Aufsätze in den Verhandl. der k. k. Leopold. Akademie, derenMitglied er war.

Biogr. inéd. VI, pag. 406. Diet. hist. III, pag. 710. Pagel.

*Peyrani, Cajo P., geb. 22. April 1832 zu San Maurizio Canavese(Turin), besuchte, hauptsächlich als Schüler Riberi's und Moleschott's die TurinerUniversität und gelangte 1856 zur Promotion. Assistent am physiol. Institut wurdeer 1859, Prof. der Physiologie an der Universität Ferrara 1865 und in Parma,wo er jetzt noch wirkt, 1872. Er nahm an den Kriegen von 1859 und 1866Antheil, erhielt mehrfach militärische und civile Auszeichnungen und publicirte inmonographischer Form:La régénération de la rate" (Paris 1861, 1867)Physiologie de la rate" (Turin 1864)Le sympathique et l'urine" (Florenz