PERLS. — PEREIN.
Zusammenhang der Nierenkrankheiten mit der Urämie), wurde kurz darauf Assi-stent am pathol. Institut zuerst bei v. Recklinghausen und dann bei Neumann,habilitirte sich 1866 und folgte 1874 einem Rufe als ord. Prof. der pathol. Anat.nach Giessen, wo er aber bereits nach 7jähr. segensreicher Thätigkeit 15. Mai1881 an schwerem Typhus starb. Ausser verschiedenen kleineren histolog. undpathol.-ehem. Arbeiten veröffentlichte er als sein Hauptwerk: „Lehrbuch derallgem. Pathologie" (Stuttg. 1877—79; 2. Ausg. von F. Neelsen , Ib. 1886).
Berliner klin. Wochenschrift 1881, Nr. 22, pag. 317.
Pgl.
*Pernice, Hugo Karl Anton P., zu Greifswald, geb. 9. Nov. 1829zu Halle a. 8., studirte in Göttingen, Bonn, Halle und Prag, promovirte 1852 zuHalle, war dann 3 Jahre Assistent der dortigen geburtshilfl. Klinik unter Hohl'sDirection, habilitirte sich in Halle als Privatdocent im J. 1855 und wurde imJ. 1858 als ord. Prof. der Geburtshilfe und Director der geburtshilfl.-gynäkolog.Klinik nach Greifswald berufen, in welcher Stellung, mit dem Charakter als Geh.Med.-Rath, er sich noch befindet. Schriften : „ Operationum in arte obstetriciaexaminatio critica et histórica" (Leipzig 1855) — „Die Geburten mit Vorfallder Extremitäten neben dem Kopfe" (Ib. 1858; französ. Uebers. v. W. Redlich,Marseille 1860) — „Ueber den Scheintod Neugeborener und dessen Behandlungdurch elektr. Reizungen" (Danzig 1863), u. s. w. Red.
Perrault, Claude P., geb. 1613 in Paris, studirte und promovirtedaselbst, wurde 1666 Mitglied der Acad. des sc. und starb 9. Oct. 1688 in Parisan Leichenvergiftung, in Folge einer Verwundung bei der Eröffnung eines an einercontagiösen Krankheit verendeten Kameeis. P. ist auch als Physiker, Baumeister,Maler und Tonkünstler bemerkenswerth. Aerztliche Praxis hat er in hervorragendemMaasse nicht geübt; dagegen verdienen unter seinen zahlreichen, besonders aufden Gebieten der vergleich. Anatomie und Zootomie sich bewegenden Arbeiten diehöchst verdienstvollen Untersuchungen über das Gehörorgan Erwähnung. Dieselbensind veröffentlicht in den „Essais de physique ou recueil etc." (Paris 1680—88,3 voll.), wo er (T. II: „Essai du bruit") zuerst die auf dem Spiralblatt derSchnecke sich ausbreitenden Nervenfäden als das Organ der Gehörempfindungnachwies. Von anderen Arbeiten P.'s, der übrigens zu iatromechanischen Grund-sätzen sich bekannte, nennen wir noch: „ Mémoires pour servir h l'histoirenaturelle des animaux " (Paris 1676, fol.; Amsterd. 1736) — „Traité de lamécanique des animaux " (in Mém. de l'Acad. roy. des se. de Paris, 1666, I) —„Oeuvres diverses de physique et de mécanique etc." (Paris 1725). Nach P.'sZeichnungen wurde der Louvre und das Observatorium in Paris erbaut.
Biogr. méd. VI, pag. 393—396. — Diet. hist. III, pag. 696—6S9.
Pgl.
Perrève, Pierre-Edouard-Ulysse-Victor P., zn Paris, geb. zuLa Charité (Nièvre), wurde 1831 in Paris Doctor mit der These: „Sur deuxprocédés opératoires, appliqués principalement à Vouverture de la veine médianebasilique" , war lange Zeit bei Amüssat Präparator, wo sich seine Neigung fürdie Behandlung der Krankheiten der Harnwege entwickelte. Er erfand eine Reihevon Instrumenten zur Erweiterung der Harnröhrenstricturen, eine besondere Artvon Troicart, ein Bruchband mit beweglicher Pelote und fand ein neues Verfahren,Leichen zu conserviren. Er schrieb : „Des rétentions d'urine. Critique raisonnéedes divers traitemens qu'on a employées jusqu'à ce jour pour combattre les réten-tions d'urine causées par les rétrécissements organiques de Vurètre, etc." (1836) —„ Traité des rétrécissements organiques de l'urètre. Emploi méthodique desdilatateurs mécaniques etc." (1847).
Sachaile, pag. 516. — Callisen, XXXI, pag. 192. G.
*Perrill, Maurice-Constantin P., zu Paris, geb. 26. April 1826zu Vézelise (Meurthe), studirte in Paris, wo er 1851 mit der These: „De l'huilede foie de morue, et, de ses effets dans la phthisie pulmonaire" Doctor wurde,