PELLETAN.
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Collège und der Acad. roy. de chir. Als Nachfolger von Desault wurde er Chef"Chirurg des Hôtel-Dieu, Prof. der chir. Klinik hei der Gründung der Pariser med.Facultät und consult. Chirurg des Kaisers. 1815 wurde er Prof. der operativenMed. und ging 1818 auf den Lehrstuhl der Geburtshilfe über. Bei der Reor-ganisation der med. Facultät 1823 wurde er in die Classe der Honorar-Professorenversetzt und dadurch aus einem Kreise verbannt, dem er mehr als irgend einerseiner Collegen zur Zierde gedient hatte. Er hatte nämlich seit dem Alter von24 Jahren, mehr als 30 Jahre lang, weniger als bedeutender Chirurg, wie durchseinen glänzenden, durch oratorischen Schwung und Lebhaftigkeit sich aus-zeichnenden mündlichen Unterricht sich einen europäischen Ruf erworben, der unterseinen Zeitgenossen allenfalls noch von Fourckoy erreicht wurde. Die Zahl seinerSchriften dagegen ist sehr gering: „ Eph éméri.d es pour servir a l'histoire de toutesles parties de l'art de guérir " (zusammen mit Lassus , Paris 1790) — „Cliniquechirurgicale, ou mémoires et observations de chirurgie clinique, et sur d'autresobjets relatifs a Vart de guérir " (3 voll., lb. 1810—11, av. 7 pl.) — „Obser-vations sur un ostéosarcome de l'humérus simulant un anévrysme" (Ib. 1815,av. 1 pl.). Er starb zu Bourg-la-Reine 26. Sept. 1829, und zwar arm, trotz allerglänzenden Stellungen, die er früher innegehabt hatte.
Biogr. méd. VI, pag. 385. — Diet. hist. Ill, pag. 689. — Dechambre, 2. Série,XXII, pag. 392. g
Pierre Pelletan, geb. 6. Jan. 1782 als Sohn des Vorigen, trat mit15 Jahren in die polytechn. Schule, wurde 1799 Militär-Chirurg, machte den Feld-zug von Zürich mit, wurde 1803 Premier interne des hôpitaux in der Abtheilungseines Vaters. Um 1805 gründete er zu Rouen eine Soda-Fabrik, verliess aber1813 diesen Ort und wurde in Paris Doctor. Bei Auflösung der École de médecine,1822, wurde er zum Administrateur provisoire der Facultät und 1823 zum Prof.der med. Physik ernannt. 1830 mit 6 seiner Collegen seiner Stellung entsetzt,wurde er 1831 in dieselbe wieder eingesetzt und blieb darin, bis er, in Folgeunglücklicher Speculationen, dieselbe niederlegen musste. Er starb zu Brüssel15. Aug. 1845. Seine Schriften waren: „Traité élémentaire de physique généraleet médicale " (2 voll., Paris 1822) — „Diet, de chimie médicale " (2 voll.,1822—24) — „Notice sur V acupuncture , son historique, ses effets et sathéorie, d'après les expériences faites a l'hôp. Saint-Louis" (Ib. 1825) —„Dissert, sur les généralités de la physique et sur le plan h suivre dans sonenseignement " (1831).
Gabriel Pelletan, Bruder des Vorigen, wurde 1815 in Paris Dr. med.,beschäftigte sich viel mit Chemie und war von 1825 an einer der Hauptredacteuredes „Journ. de chimie médicale". Gleichzeitig war er ein hervorragender Arzt.Ausser Artikeln in den Archives génér. de méd. und im Journ. de chimie méd.schrieb er ein „Mém. sur la spécialité des nerfs des sens" (Paris 1837). Erlebte noch um 1880.
Dechambre, 2. Série, XXII, pag. 394, 395. G.
Pelletan de Kinkelin, Jules P. ; war der Sohn des Baron J. deKinkelin,und von Phil.- Jean Palletan, der seine verwittwete Mutter geheirathet hatte,adoptirt worden. Er wurde in Paris 1831 Doctor mit der These: „Essai surles différentes voies d 1 introduction des médicaments dans Véconomie animale" ,war 1834 Chef de clinique in der Charité, concurrirte mehrmals um eine Stelleals Agrégé, jedoch ohne Erfolg, und verfasste dabei die Thesen: „De la naturemédicatrice " (1835) — „Des principales formes de la pneumonie" (1838) —„Jusqu' h quel point le diagnostic anatomique peut-il éclairer le traitementdes fièvres dites essentielles ?" (1844). Er war lange Zeit bei der Redactionverschiedener Zeitschriften beschäftigt und hat eine grosse Menge von Arbeiten,namentlich in der Gaz. méd. de Paris, dem Journ. univ. et hebd. de méd., denMém. de l'Acad. de méd. verfasst, sowie an besonderen Schriften noch: „Mém.