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4 (1886) Lindsley - Revillon
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PECH. PECKEN.

der Thierheilkunde zu Dresden. Im J. 1826 wurde er zum Prof. der Chir. undAugenheilk. an der med.-chir. Akademie ernannt, in welcher Stellung er bis zuseinem Tode, 1. Jan. 1863, verblieb. P. veröffentlichte noch:Auswahl einigerseltener und lehrreicher Fälle, beobachtet in der chir. Klinik der med. - chir.Aliad, zu Dresden" (mit 8 Taff., Dresden 1858). Winter

Peclllin, Johannes Nicola as P., geb. 1644 in Leyden, studirte daselbstMed. und erlangte 1667 die Doctorwiirdc mit einerDiss, de apoplexia". Nacheiner Reise durch Italien wurde er 1673 Prof. der Med. in Kiel und 1680 Leib-arzt des Herzogs von Holstein, wonach er mit Diesem nach Stockholm zog, woer 1706 starb. Er schrieb:Exercitatio nova de purgantium medicamentorumfacultatibus" (Leyden 1672 ; Amsterdam 1702) und wahrscheinlichMetamorphosisAesculapii et Apollinis pancreatici", eine sehr scharfe, gegen SylviüS gerichteteStreitschrift, welche er unter dem Pseudonym Jan us Leonicenus Veronensisund mit fingirtem Orte, Gratianapoli 1672, veröffentlichte. Haller sagt von diesemseltsamen geistreichen Büchlein :Librum . . . omitto, quem non ignorem Pechliuovulgo tribui. Verum cum nullum certum testimonium mihi notum sit, nolo viro praeclaroasperum in praeceptorem suum libellum tribuere", obwohl auch 6. Stollen in seinerAnleitung zur Historie der medicinischen Gelahrheit" vondes Jani Leoniceni(oder J. N. Pechlini) Metamorphosis Aesculapii etc." redet. Später publicirteer:Anatome cadaveris foeminae aethiopicae praemissa" (Kiel 1675)Deaëris et alimentorum defectu et vita sub aquis" (Ib. 1676)De epilepsia etremediis contra illam" (Ib. 1678)De liaemorrhagia narium" (Ib. 1680)1 heophilusBibaculus, sive depotu herbae Thee" (Ib. 1684 ; Paris 1685)Obsevmtionum physico-medicarum libri tres" (Hamburg 1691) und einige andereliterar. und histor. Arbeiten, welche hier nicht an ihrem Platze sind.

van der Aa. Haller, Bibl. med. pract. III, pag. 221. Poggendorff.

C. E. Daniels.

*Pécholier, Raymond-George P., aus Layrac (Lot - et - Garonne),geb. 30. Juli 1830, studirte in Montpellier und wurde 1856 promovirt. Bereits1857 an der dortigen Facultät als Agrégé habilitirt, begab er sich 2 Jahre späterals Prof. nach Algier, kehrte indess bereits 1860 nach Montpellier zurück, wo er1879 mit seinem Collegen Bodkdel ein poliklinisches Institut eröffnete und aufdem Gebiete der inneren Klinik und Therapie vielfach schriftstellerisch thätigwurde. Von ihm rühren, ausser Originalarbeiten über Ipecacuanha, Calomel, Tar-tarus stibiatus, Alkohol, Opium, Veratrin , Schriften über den Abdominaltyphusund dessen Behandlung her, welche sich besonders für ein antiseptisches Regimeaussprechen. Wer nie h.

Pecken, Christ ¡'an P., geb. in Rosenau (Ungarn) 3. Februar 1731,studirte zuerst Mathematik, dann Medicin in Wittenberg und Halle und erwarb17ól den Doctorgrad in Wittenberg (Diss, de causis et effectis plethorae").1755 kam er nach St. Petersburg, wurde Divisionsarzt, 1759 Oberarzt beimPetersburger Landhospital, 1759 beim Landcadettencorps und 1763 Mitglied desneu errichteten med. Collegiums. Als Mitglied dieses Collegiums erwarb er sichgrosses Verdienst um die Herausgabe der ersten russischen Pharmakopoe, welche1778 unter dem TitelPharmaeopoea Rossica" erschien (vorher war nur einePharmacopoea castrensis, 1765, für die Militärärzte in Gebrauch gewesen). Erstarb in St. Petersburg 24. Aug. 1779. P. hat, ausser seiner Dissertation undder genannten Pharmacopoe, einige Schriften für die ökonomische Societät inPetersburg, sowie auch über Pockenimpfung drucken lassen. Am bekanntestenvon seineu Schriften ist das schon 1763 herausgegebene (russische) Haus Arznei-buch (einfache Methode die Krankheiten zu heilen), das in vielen Auflagen inSt. Petersburg und Moskau gedruckt ist. Eine vermehrte und verbesserte Auflagegab der Sohn Matthias P. heraus.