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4 (1886) Lindsley - Revillon
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D'OLEIRE. OLINET.

d'Oleire, Heinrich Daniel David d'O., zu Bremen, geb. daselbst7. März 1780, kam bei einem dortigen Wundarzt in die Lehre, setzte seine prakt.-chir. Studien bei dem Regimentsarzte Dr. Erytropel zu Basbeck bei Stade fort,studirte dann von 1799 an in Göttingen, Berlin und Halle, wurde 1803 in Erfurtmit der Diss. : Quantum et quomodo agunt arteriae in circulationem sanguinis ?"Doctor, begann 1804 in Bremen seine ärztliche Laufbahn, wurde Armen-, späterHospitalarzt und beschäftigte sich mit besonderer Vorliebe und mit Erfolg mitGeburtshilfe. 1828 wurde er zum 1. Brunnenarzt in Nenndorf ernannt, verbesserte von1830 an dessen Einrichtungen wesentlich, schrieb darüber (mit F. Woehler):DieSchwefelwasserquellen zu Nenndorf, ehem., physikal., med. dargestellt" (Kassel1836) undDie Schwefelwasserstoffgasbäder zu Nenndorf" (v . Graefe undKalisch ' Jahrbb. f. deutsche Heilquellen, 1836) und erhielt den Titel als hessischerGeh. Hofrath. 1834 machte er sich bei Tilgung der Cholera in Bremen verdient,wurde nach Treviranos ' Tode zum Prof. der Arzneikunde und 1839 zum Mit-gliede des Gesundheitsrathes daselbst ernannt. Er starb 22. Febr. 1842.

J. E. Tbulesius in Bremische Aerzte. pag. 661. Callisen, XIV, pag. 122;XXXI, pag. 84. G.

Olfers, Ignaz Franz Maria von 0., geb. um 1790 zu Münster, studirteund promovirte 1816 in Berlin mit der Schrift:De vegetativis et animatis cor-poribus in corporibus animatis reperiundis", prakticirte Anfangs in Berlin,fungirte seit 1818 als Arzt und Legationssecretär bei der preuss. Gesandtschaftin Rio de Janeiro und war später königi. preuss. Chargé d'affaires zu Neapel,sowie Legationsrath im Ministerium der auswärtigen Angelegenheiten. 0., der auchMitglied der königi. Akad. der Wissensch. zu Berlin war, schrieb:Die GattungTorpedo in ihren naturhistorischen und antiquarischen Beziehungen" (Merlin

1831)Die grosse Seeblase (Physalia Arethusa) und die Gattung der See-blasen überhaupt" (Ib. 1832)-Ueber die Linné' sehen Gattungen Chitonund Lepas" (Magaz. d. Gesellsch. naturf. Freunde zu Berlin, VIII, 1818)DieUeberreste vorweltlicher Riesenthiere" (Abhandl. der Berl. Akad. der Wissensch.,

1832) u. A. Er starb als Wirkl. Geh. Rath und General-Director der königi.Museen zu Berlin 23. April 1872.

Dechambre, 2. Séri», XV, pag. 121. Callisen, XIV, pag. 122 ; XXXI, pag. 84.

Pgl.

Oliffe, Sir Joseph Francis 0., geb. 1809 in Cork, studirte hier und inParis, promovirte an letzterem Orte 1840, liess sich daselbst nieder und prakticirtedort mit grossem Erfolge, sowie er auch 1855 und 1867 das Amt eines Mitgliedesder Jury bei der Pariser, sowie 1862 bei der Londoner Weltausstellung bekleidete.Seit 1852 war er Arzt bei der engl. Gesandtschaft und seit 1842 Ehrenschatz-meister desBritish Charitable Fund" in Paris. Er starb zu Brighton MitteMärz 1869. 0. galt als Hauptrepräsentant der englischen Med. in Paris.

Lancet. 1869, I, pag. 415. Med. Times and Gaz. 1869, pag. 345. p g i.

Olinet, N. G. V. P. M. A. 0., geb. zu Saint - Emiland - les - Autun (Dép.Saône-et-Loire) um 1785, studirte und promovirte in Paris 1815 mit der These:Propositions médico - chirurgicales" , war dann Wundarzt 1. Classe bei derArmee, seit 1820 Arzt im Canton Montereau-Faut- Yonne (Seine-et-Marne) undsiedelte schliesslich nach Paris über, wo er eine Stelle als Arzt an einem Bureaude charité bekleidete und 1847 starb. Er veröffentlichte noch:Recherchessur les crises, suivies d'un essai sur la constitution êpidémique de 1817 et1818, dans le canton de Montereau-Faut -Yonne" (Paris 1821)Con-sidérations générales sur les fièvres intermittentes continues et rémittentes"(Ib. 1829)Considérations sur le choléra-morbus spasmodique " (Ib. 1832)und kleinere Aufsätze im Journ. univ. des sc. méd. , (T. XVII, XXI, XXII,XXVI, 182022).

Dechambre, 2. Série, XV, pag. 122. Callisen, XIV, pag. 124. Pgl.