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MYNSICHT. — MYREPSUS.
tüchtiger Chemiker und ist bekannt als Entdecker des Brechweinsteins (um 1630).Von ihm rührt die werthvolle Schrift: „Thesaurus et armamentarium medico-chymicum selectissimum ph armacorum conficiendorum ratio propria , laborumexperientia confirmata" (Hamburg 1631 ; Lübeck 1636; 1638; 1646; 1662;Lyon 1645; Rouen 1651 ; Rotterd. 1651 ; 1664; 1670; Frankfurt 1675 ; Genf1726; Hanau 1726; deutsch Stuttgart 1686; 1725; 1738; Offenbach 1695;Tübingen 1792) her. Er war auch Comes palatinus caesareus und Poëta laureatusund starb im October 1638.
Biogr. méd. VI, pag. 313. — Blanck, pag. 29. Pgl.
Mynster, Ole Hieronymus M., war am 13. August 1772 in Kopen-hagen geboren. F. L. Bang wurde später sein Stiefvater. Schon in einem frühenAlter widmete er sich mit grossem Eifer dem Studium der Medicin und überhauptder Naturwissenschaften und zusammen mit Herholdt gründete er als 22jähr.Student die wichtige Zeitschrift „Det physiske oeconomiske og med.-chir. Bibliothek",die er dann auch einige Jahre redigirte. 1796 absolvirte er das med. Examen,1797 promovirte er und unternahm bald danach eine Studienreise nach Deutschland,Holland und Frankreich. Nach seiner Rückkehr wurde er 1800 Reservemedicusam Friedrichs-Hosp. und Adjunct an der med. Facultät, 1802 Obermedicus amgenannten Spital, 1805 Prof. med. e. o. und Mitglied des Gesundheits-Collegiums,1817 Prof. med. ord. Er starb schon am 13. October 1818. Besonders alsklinischer Lehrer erwarb er sich wesentliche Verdienste. Verschiedene grössereAbhandlungen von ihm, welche übrigens mit Vorliebe auf dem Gebiete derChemie sich bewegen, finden sich in genannter Bibliothek und in den Schriftender dänischen Gesellschaft der Wissenschaften.
Ingerslev, II, pag. 565—6. — Smith u. C. Bladt, pag. 66. Petersen.
Mynster, s. a. Müenster.
*Myrdacz, Paul M., zu Wien, geb. in Konskau, Oesterr.-Schlesien, 4. Mai1847, studirte auf der med.-chir. Josephs-Akademie in Wien, promovirte 1872,ist k. k. Regimentsarzt und seit 1883 Mitarbeiter im militär-statistischen Bureauund ord. Mitglied des k. k. Militar-Sanitâtscomités. Seit 1874 war er Schriftführerdes wissenschaftl. Vereins der k. k. Militärärzte in Wien, seit 1879 Secretär desUnterstützungsvereins der k. k. Militärärzte und Verf. des „Jahrbuches für Militär-ärzte". Er schrieb ausserdem: „Sanitätsgeschichte und Statistik der OccupationBosniens und der Hercegovina im J. 1878" (Wien 1882) — „Sanitätsgeschichteder Bekämpfung des Aufstandes in der Hercegovina, Süd-Bosnien und Süd-Dalmatien im j. 1882" (Ib. 1885). Re( j
Myrepsus, Nicolaus M., ein dem 13. Jahrh. angehöriger griechischerArzt a us Alexandrien, der als Leibarzt („Actuarius") am Hofe des Kaisers JohanuesDucas Vatatzes zu Nikaia lebte, ist der Verfasser eines unter dem Titel:„Auvy^aspöv" veröffentlichten Receptbuches, welches in 48 Abtheilungen 2656 Vor-schriften gegen die verschiedensten Krankheitsformen enthält — ein Opus, dasden Stempel des tiefsten Verfalles der griechischen Heilkunde an der Stirn trägt,übrigens nur eine Compilation aus anderen ähnlicheu Werken früherer griechischerPharmakologen darstellt, namentlich dem Antidotarium des salernitanischen ArztesNicolaus Prae posit us nachgebildet ist, welches der Verf. auf einer nachSalerno unternommenen Reise daselbst kennen gelernt hatte. Der Originaltext derSchrift ist nicht gedruckt; sie erschien zuerst in lateinischer Uebersetzung unterdem Titel : „Nicolai Alexandrini liber de compositione medicamentorum etc. ed.J. Agrícola Ammonius", Ingolstadt 1541, und später unter dem Namen desVerf. (Myrepsus) von Fuchs übersetzt, Basel 1549 (und 3 späteren Ausgaben);auch hat sie in der Collectio Stephaniana Aufnahme gefunden.
Choulant, Gesch. u. Liter, d. alt. Med., pag. 156—158. — Meyer, Gesch. d.Botanik. III, pag. 381. — Eloy, Diet, histor. II, Tom. III, pag. 367. . „