MUSNIG. — MUYS.
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von der Kaiserin Maria Theresia zum Protomedicus der geforsteten Graf-schaften Görz und Gradiska ernannt. In dieser Stellung war er der Erste, derin diesen Ländern die Kuhpockenimpfung einführte. Literarisch hat er nur wenigveröffentlicht, wie: „ Clima goritiense" (Görz 1781) und Beobachtungen über dieKrankheiten, welche in den genannten Ländern herrschten ( Bazzellini's Epheme-riden 1780 — 90). Er starb 22. Mai 1803.
v. Wurzbach, XIX, pag. 475. G.
Musschenbroek, Pieter van M., am 14. März 1692 in Leyden geboren,studirte daselbst und promovirte 1715 zum Dr. med. („Diss, de a'èris praesentiain humoribus animalibus"). Darauf zog er nach England, um Newton zu hören,und wurde bei seiner Rückkehr 1719 honoris causa zum Dr. philos, ernannt undals Prof. philos, nach Duisburg gerufen. 1721 auch zum Prof. med. ernannt,hielt er eine Rede: „De conjungenda medicina cum philosophicis scientiis".1723 zog er als Prof. phil. et mathem. nach Utrecht („Oratio de certa methodophilosophiae experimentalis") und wirkte da bis 1740, wo er nach Leyden über-siedelte und die Professur antrat mit einer „Oratio de mente humana semetignorante" . Ausser seinen grossen Verdiensten als akad. Docent und tüchtigerExperimentator, kommt M. das Lob zu, zum ersten Male Reihen von meteoro-logischen Wahrnehmungen durch krumme Linien graphisch vorgestellt zu haben,wie man das noch heute thut. M. war 40 Jahre als Prof. an der Leydeuer Uni-versität wirksam, hat die Sammlung physikalischer Instrumente kräftig gefördertund vermehrt. Er starb 1761. Seine Schriften behandeln alle physikalische Gegen-stände und brauchen deshalb hier nicht näher erwähnt zu werden.
Suringar, Bidragen tot de Gesch. v. h. geneesk. Onderwys etc. çi j; Daniels
Mutis, José Bruno M., zu Cadix am 6. April 1732 geboren, warbereits im 28. Lebensjahre Professor der Medicin und Chirurgie in Madrid, alser von dem Marquis de la Vega de Armijo bei dessen Ernennung zumVicekönig von Santafé aufgefordert wurde, dessen Expedition nach Tropisch-Siid-amerika zu begleiten. Er wandte, während seine übrige Lebenszeit in Bogotá undauf Reisen verfloss, sein ganzes Interesse der naturwissenschaftlichen Erforschungvon Santa Fé zu, stand hinsichtlich der botanischen Seite dieser Forschungen dauerndmit Linné im Briefwechsel und erlangte wissenschaftliche Bedeutung durch seineArbeiten über die Ciueliona-Arten, ihre Verbreitung, Anpflanzung etc. Als imJ. 1801 A. v. Humboldt und Bonpland nach Bogotá kamen, fanden sie bei demdamals bereits gänzlich aus der Oeftentlichkeit zurückgetretenen M. freundlichenEmpfang und ein grosses Material für ihre botanischen Arbeiten. M. überlebtedas für ihn bedeutende Ereigniss, sich durch die beiden Forscher aufgesucht undvoll anerkannt zu sehen, noch 7 Jahre.
H. A. Schumacher, Südamerikanische Studien. Wem ich.
Muyckens, TheodorusM., am 27. August 1665 in Amsterdam geboren,studirte in Leyden, wo er 1691 die Doctorwürde erlangte. Er etablirte sich inseinem Geburtsorte als praktischer Arzt und publicirte 1693 in Leyden „Collectaneachymica Leydensia contracta" (gekrönte Preisschrift). Im Jahre 1706 wurde erals Prof. der Anatomie, Chemie und Botanik nach Groningen gerufen, wo ersich durch eifrige Amtsführung, Demonstrationen an Cadavern und chemischeExperimente einen grossen Ruf erwarb. Er starb am 8. Februar 1721, ohneliterar. Arbeiten zu hinterlassen. C. E. Daniels.
Muys, Joannes M., der (nach van der Aa) in Leyden prakticirt habenund auch daselbst Bürgermeister gewesen sein soll, jedoch, wie aus dem Titel: „Dertreu gesinnete Samariter, das ist: Johannis Muys, Medicinae Doctoris zu
Arnheim, vernunftige Praxis der Wund-Arzney und mit zwey neuen ill's
teutsche übersetzten Abhandlungen vermehret, denen obengedachten Authorissogenannte Podalirius redivivus .... beygefuget ist" (Berlin 1694), des vor mirliegenden Buches hervorgeht, in Arnheim praktisch wirksam gewesen ist, war