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LAWRENCE. — LAWSON.
königlichen Hospitälern zu nehmen drohte. 1826 nahm er lebhaften Antheil aneiner gegen den Council des Coli, of Sur«;, wegen mancherlei Missbräuche ge-richteten Agitation, wurde 2 Jahre später aber selbst Mitglied desselben und 1840auch Examinator bei demselben, welche Stellung er, trotzdem er früher dagegengekämpft, bis an sein Lebensende beibehielt. Zweimal (1846, 1855) war er auchPräsident des College und wurde nach Erlass der Medical Act und Errichtungdes Council of Medical Education and Registration zu einem Mitgliede desselbenSeitens der Krone ernannt. Als Nestor der britischen Chirurgen und ältesterSerjeant-Surgeon der Königin starb er am 5. Juli 1867, nachdem er erst 2 Jahrevor seinem Tode seine Stellung am St. Bartholom. Hosp. aufgegeben hatte undwenige Monate vor jenem zum Baronet ernannt worden war. Von seinen späterenSchriften sind noch anzuführen: „A treatise on the venereal disease of the eye"(London 1830; deutsche Uebers. Weimar 1831) — „Eighty-nine lectures onsurgery, .... delivered in St. Bartholom. Hosp." (2 voll., 1831) — „Lectureson surgery, medical and operative etc." (1832; deutsch von F. J. Behrend,Leipzig 1833—35) — „Observations on tumours, with cases" (London Med.-Chir. Transact., 1832) — „A treatise on the diseases of the eye" (1833; 2. ed.1841; Amer. ed. Washington 1834; a new edit.. . . with numerous additionsand illustrations by Isaac Hays , Philadelphia 1854). Dazu kommen noch gegen20 werthvolle Mittheilungen in den Med.-Chir. Transact., sowie die Veröffentlichungenseiner Vorlesungen in der Lond. Med. Gazette und Lancet, z. B. die in letzterer1826 enthaltenen über Augenkrankheiten, die von C. Billard als „Traite prat.sur les maladies des yeux etc." (Paris 1830) übersetzt wurden. — L. gehörte fastein halbes Jahrhundert lang zu den hervorragendsten Chirurgen und AugenärztenEnglands und hat der Förderung der Chirurgie und Augenheilkunde nicht unwichtigeDienste geleistet.
Brit. Med. Journ. 1867, II, pag. 36. — Laneet. 1867, II, pag. 44, 49. — Med. Timesand Gaz. 1867, II, pag. 43, 69, 103. — St. Bartholom. Hosp. Reports. IV, 1868, pag. 1. —Callisen, XI, pag. 151; XXIX, pag. 475. Gurlt.
Lawrie, James Adair L., zu Glasgow, war zu Loudoun geboren, gingnach Vollendung seiner medicinischen Studien nach Indien, in die PräsidentschaftMadras, wo er prakticirte und den Keim zu der Krankheit legte, die ihn späterdahinraffte. Aus Indien zurückgekehrt, wurde er Professor der Andersonian Uni-versity und nach dem Tode von Burns , 1850, Professor der Chirurgie an derUniversität zu Glasgow. Ein geschickter und fleissiger Lehrer, ein hochgeschätzterPraktiker, war er zum Repräsentanten der beiden Universitäten Glasgow undSt. Andrews im Medical Council gewählt worden. Nachdem er wegen Kränklich-keit seine Stellung niedergelegt, starb er am 22. November 1859 zu Bridge ofAllan, wohin er sich zurückgezogen hatte. Er publicirte: „Essay on cholera,founded on observations of the disease in various part-s of India, and inSunderland, Newcastle etc." (2. ed. London 1832). Seit 1833 war er derRedacteur des Glasgow Medical Journal.
Medical Times. New Ser., XIX, 1859, pag. 566. — Callisen, XXIX, pag. 478.
G.
*Lawson, George L., Augenarzt in London, studirte am King's Collegedaselbst, wurde 1852 Member, 1857 Fellow des R. C. S. Engl., machte als AssistantSurg. in der Rifle Brigade den Krimkrieg mit, war Docent der Anatomie an derneuen Schule von Grosvenor PL, Docent der Chirurgie am Middlesex Hosp. Erist zur Zeit Surgeon au diesem Hosp., sowie am Roy. London Ophthalm. IIosp.,Moorfields. Schriften: „On gunshot wounds of the tliorax" (1858) — „Onsympathetic Ophthalmia" (1865) — „Injuries of the eye, orbit and eyelids;their immediate and remote effects" (1867) — „A vianual of diseases andinjuries of the eye" (4. ed. 1880). Dazu Aufsätze ophthalmologischen undchirurgischen Inhalts in Lancet, Brit. Med. Journ., Med. Times and Gaz. u. s. w.
Medical Directory. Red.