LABORIE. — LACAUCHIE.
579
de la Chirurgie übertrug. Angeregt durch eine von Jobert unbeabsichtigte, mitsehr günstigem Erfolge ausgeführte neue Art von partieller Fuss-Amputation (Fort-nahrae aller Ossa metatarsi und der drei Ossa cuneiformia) legte L. 1843 derAkademie der Medicin eine Denkschrift: „Quelques considerations sur la valeurrelative des amputations partielles du pied" vor. In demselben Jahre zum Chefde clinique von Paul Dubois ernannt, widmete er sich jetzt der Geburtshilfe undveröffentlichte mehrere dahin gehörige Abhandlungen in den Annales de la Chirurgie(1844, 1845): „La persistance de la vie et meine des cris apres la cSphalo-tripsie" -— „Hydro-rachis lombo-sacre; nouveau procede operatoire mis enpratique par M. Du bois . . . Valeur relative des divers procedis operatoirs"und in der Gaz. med.: „Debridement du col de V uterus dans le cas, oü Vetatde contraction de cet organe devient un obstacle a l'accouchement." Nachdemer 1846 die Leitung des geburtshilflichen Theiles der „Union medicale" über-nommen hatte, publicirte er darin mehrere einschlägige Beobachtungen, darunterdie bedeutendste: „ Dans quelles circonstances, en faisant abstraction des vicesde conformation du bassin, est-il indiqud de provoquer Vaccouchement quelleque soit du reste lepoque de la grossessef Von 1848 an wendete sich L.wieder mehr der Chirurgie zu und las in der Soc. de chir. 1852, veranlasstdurch einen zweifelhaften Fall von Extrauterinschwangerschaft, bei dem indessenspäter eine normale Entbindung erfolgte, eine die Gastrotomie empfehlende Ab-handlung: „Des indications pratiques a suivre dans le cas de grossesse extra-uterine abdominale ayant depasse le 7e mois, avec persistance de la vie del'enfant." Er leistete, in der Folge viermal zum Secrtär und zum Vicepräsidentenund Präsidenten (1861) der Soc. de chir. ernannt, dankbar von derselben aner-kannte Dienste. In der Akademie der Medicin las er in derselben Zeit die Ab-handlungen : „ H.istoire des thrombus de la vulve et du vagin, specialement apresVaccouchement 11 — „Du role des symphyses pendant Vaccouchement". 1857wurde er zum Chefarzt des neu errichteten Reconvalescenten-Hospitals in Vincennesernannt, das er bis zu seinem Tode zu einer Musteranstalt zu machen verstandund das ihm eine reiche Quelle der Forschung wurde, von der er zahlreicheProben in der Soc. de chir. vorbrachte, beispielsweise über die Vorzüge der tiefenUnterschenkel-Amputation mit einem langen hinteren Lappen u. s. w. Eine weitereVerwerthung seiner Beobachtungen wurde durch seinen frühen Tod, am 6. Januar1 868, abgeschnitten.
TJ. Trelat in Union medicale. 3. Serie, IX, pag. 81, 93 und Gaz. des höpitaux.1870, pag. 21. G.
* Laboulbene, Jean-Joseph-Alexandre L., zu Paris, ist am 23. August1825 zu Agen (Lot-et-Garonne) geboren, wurde 1854 in Paris Doctor mit derThese: „Sur le naevus en general et sur une modification partic>diere et nondScrite, etc.", 1860 Agrege mit der These: „Des neoralgies viscerales." AlsMedecin des höpitaux war er nacheinander im Hötel-Dieu, Höp. Necker und inder Charite thätig, las über pathologische Anatomie bei der Facultät, wurde 1873Mitglied der Acad. de med. und 1879 zum Professor der Geschichte der Medicinbei der Faoidtät ernannt. Von seinen Schriften sind noch anzuführen: „Recherchescliniques et anatomiques sur les affections pseudo-membraneuses etc." (1861,av. ]il.) — „Des corps etrangers fixes dans le larynx, et de leur extraction"(1872) — „Nouveaux elements d'anatomie pathologique" (1878, av. figg.). Erhat auch entomologische Schriften publicirt, darunter eine Fauna der InsectenFrankreichs (1856).
Vapereau, II, pag. 1051. — Glaeser, pag. 380. — Lorenz, III, pag. 93;VI, pag. 55. Ee d,
Lacaucbie, Adolphe-Euclide L., geboren zu Paris am 28. Februar1806, Anfangs Student, dann Docent an der Thierarzneischule zu Alfort, widmetesich später dem militärärztlichen Berufe, wurde Aide-major in Metz, bewarb sich
37*