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JASKIEWICZ. — JAUBERT.
Jaskiewicz, Johannes Dominicus Peter J., geboren in Lemberg am6. Juli 1749, studirte in Wien Medicin und -wurde 1775 mit der „Diss. inaug.med. sistens pharmaca regni vegetabilis" daselbst promovirt. 1782 übernahm erin Krakau den Lehrstuhl der Zoologie, Botanik, Mineralogie und Chemie, dochverliess er ihn schon 1787 und wurde Leibarzt des Marquis Wielopolski; erstarb am 14. November 1809. Er war der Erste, welcher in Polen im April1784 Versuche mit dem Luftballon machte, die er auch in zwei zu Krakauerschienenen Broschüren beschrieb; ausserdem veröffentlichte er noch einige Arbeitentheils geologischen, theils mineralogischen Inhaltes. K & p
Jasolini, Giulio J., verdienter italienischer Anatom des 16. Jahrhunderts,war in Santa-Eufemia (in Calabrien) geboren, studirte unter Ingrassias und wurdeder Nachfolger desselben im Lehramt für Anatomie und Chirurgie an der Univer-sität zu Neapel. Er schrieb: „ Quaestiones anatomicae et osteologia parva: decordis adipe, de aqua in pericardio; de pinguedine in genere" (Neapel 1573) —„De poris choledockis et vesica fellea" (Ebenda 1577; Hanau 1654; Frank-furt 1648; 1665) — .. De' remedii naturali che sono nell isola de Pitechusa,oggi detta Ischia" (Neapel 1689).
Biogr. med. V, pag. 347. P g 1.
Jasser, preussischer Regiments-Chirurgus, Geburts- und Todesjahr unbe-kannt, im Ausgange des vorigen und Anfang dieses Jahrhunderts, nach welchem mitUnrecht lange Zeit die operative Eröffnung des Warzenfortsatzes die jASSEß 'scheOperation genannt wurde, da bereits 9 Jahre früher (1773) J. L. Petit sowohldie Indieationen zu dieser Operation klar auseinandergesetzt, als auch dieselbemit Meissel und Hammer (auf welche, die zweckmässigsten Instrumente, man heutewieder zurückgekommen) glücklich vollführt hat, muss in historischer Beziehungjedoch hervorgehoben werden. Eine von ihm mit lebensrettendem Erfolge unter-nommene Anbohrung des Warzeufortsatzes bei Mittelohreiterung und Caries wurdezu einer Zeit publicirt, wo die Operation in Vergessenheit gerathen war, nachdem J.'schen Falle jedoch in einer ganzen Reihe anderer Fälle selbst zur Heilung-von Schwerhörigkeit blindlings vorgenommen wurde , von denen die eine in demberühmten Falle Berger's (dänischer Hofarzt), von dem dänischen HofchirurgenKölpin vollzogene Operation mit dem Tode endigte. Der J .'sche Fall betraf einenseit langer Zeit an Otorrhoe leidenden und von wüthenden Schmerzen gepeinigtenRecruten. J. öffnete einen auf dem linken Warzenfortsatz befindlichen Abscess,fand den Warzenfortsatz cariös und machte durch die Knochenfistel Einspritzungen,welche durch die Nase hervordrangen. Seine anatomischen Kenntnisse über dasOhr scheinen nicht sehr gross gewesen zu sein, da er, wie er selbst sagt, erstdurch diese Erscheinung auf den Zusammenhang zwischen Warzenzellen und Tubabelehrt wurde. Die Schmerzen hörten auf, der eiterige Ausfluss verlor sich undwurde Patient völlig hergestellt. Dieser glückliche Erfolg veranlasste ihn, dieselbeOperation auch auf dem anderen schwer hörenden, jedoch sonst äusserlich gesunden,nicht eiternden Ohre mit Hilfe eines Troicars mit nachfolgenden Einspritzungenvorzunehmen, worauf sich angeblich eine Gehörverbesserung auch auf dieserSeite einstellte.
Lincke's Handb. der Ohrenheilk. II, pag. 8L und die dort eitirte Originalabhand-lung: Schmucker's Vermischte Chirurg. Schriften. III, pag. 113—125 (Berlin 1782). —W. Meyer im Archiv für Ohrenheilk. XXII, pag. 139. a. Lucae.
Jaubert, Nicolas-Antoine J., zu Aix (Provence), war 1741 geboren,wurde Arzt des Civil-Hospitals genannter Stadt und Mitglied der dortigen Akademie.Er hat eine „Diss. med. circa tres quaestiones ab Academia Divionensi pro-positas" (1778) verfasst und übersetzte aus dem Englischen James Sims': „Dis-cours sur la meilleure methode de poursuivre les recherches en medecine"(1778) und Desselben: „Obseriations sur les maladies epidemiques, avec desremarques sur les fidvres pernicieuses et malignes" (Avignon 1778), verfasste