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2 (1885) Chavet - Gwinne
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GLASER. GLAUKIAS.

wo er 1781 vom Herzog von Sachsen-Gotha zum Bergrath ernannt wurde undam 7. December 1783 starb. Von den zahlreichen, von Gr. hinterlassenen Schriftensind die meisten populär geschrieben und beschäftigen sich mit Gegenständen derSanitätspolizei, unter Anderem auch Abhandlungen über den besten Schutz gegengrosse Feuersbrünste, über Feuerlösehanstalten, ferner über Maul- und Klauenseuchebeim Rinde etc.; die eigentlich medicinischen Artikel G.'s sind zerstreut in ver-schiedenen Zeitschriften veröffentlicht, in den Acten der Akademie von Mainz, inden Ephemeriden der Akademie der Naturforscher, im Hamburger Magazin u. s. w.

Weiz, pag. 76. Biogr. med. IV, pag. 438. Pgl.

Grlass , Thomas G., Arzt in Exeter, lebte um die Mitte des vorigenJahrhunderts, hat mehrere gelehrte Schriften, wie:Commentarii duodecim defebribus ad Hippocratis disciplinam accommodati" (Amsterdam 1743; editionova curante E. G. Baldinger , Jena 1771)An account of the ancientbaths, and their use in physic" (London 1752), sowie eine Reihe von gutenBeobachtungen veröffentlicht inA letter to Dr. Balcer on the means of pro-curing a distinct and favourable leind of small-pox; and on tlie use of coldair and cold water in putrid fevers" (London 1767)Second letter etc."(Ebenda 1768) Account of the influenza, as it appeared at Exeter in1775" (Med. Observ. and Inquir. Vol. VI).

Dict. hist. II, pag. 564. P g 1.

Glatter, Eduard G., in Wien, Vorstand des statistischen Communal-Bureaus und Docent an der Universität, fungirte früher längere Zeit als Kreis-physicus in Galizien und wurde von da als Landes-Medicinalrath nach Ungarnperufen. Anfangs der Sechsziger-Jahre siedelte er nach Wien über und übernahmdie Leitung des neu creirten statistischen Bureaus der Residenzstadt, habilitirte sichspäter auch als Privatdocent und wandte sich der Praxis auf dem Felde der Heil-gymnastik zu, die er mit vieler Energie betrieb. Er war ein äusserst begabter,vielseitig gebildeter und wissenschaftlich eifriger Mann, auf dem Gebiete dermedicinischen Statistik (ja der Statistik überhaupt) aber eine anerkannte Capacitätund unermüdlich thätig. Er starb am 30. Mai 1876 nach längerem schmerzhaftenLeiden im 63. Lebensjahre.

Prager medic. "Wochenschr. 1867, pag. 465. Gr.

Glauber, Joha nn Rudolf G., deutscher Arzt und Chemiker, geboren1603 zu Karlsstadt in Franken, lebte in Salzburg, Wien, Frankfurt a. M., Cölnund etwa seit 1648 in Holland, wo er 1668 in Amsterdam starb. G. gehört zudenjenigen Alchemisten, welche sich allmälig von dem Bunde mit der Goldmacher-kunst emancipirten und anfingen, sich um eine bessere Einsicht in die Bedingungender bei den chemischen Processen beobachteten Vorgänge zu bekümmern. Manverdankt G. die Abkürzung mehrerer chemischer Arbeiten und die Entdeckungdes schwefelsauren Natrons, das unter dem Namen Sal mirabile Glauberi s. poly-chrestum bekannt ist. Uebrigens hat sich G. durch eine bessere Einrichtung derOefen verdient gemacht. Eine Gesammtausgabe seiner Werke erschien alsOperaomnia" (Amsterdam 1661, 7 voll.; 1651-56, 4 voll.; engl. Uebers. von Packe,London 1689, fol.), ein Auszug daraus als Glauberus concentratus oder Kern derGlauberischen Schriften u. s. w." (Leipzig und Breslau 1715, 4.). Die Zeit-genossen haben G. wegen der grossen Zahl der von ihm veröffentlichten Abhand-lungen mit einem gewissen Recht einen zweiten Paracelsüs genannt.

Biogr. med. IV, pag. 440446. Pgl.

Glaukias aus Tarent, bekannt als einer der bedeutendsten Vertreter dervon Philinus begründeten empirischen Schule, lebte in der Mitte des 3. Jahr-hunderts v. Chr.; Weiteres über seine Lebensverhältnisse ist nicht bekannt. Seinevon Galenos mehrfach citirten Commentare zu den Schriften des Hippokrates,besonders zu dem sechsten Buche der Seuchengeschichten, sind verloren gegangen.