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GJORGJEVITJ. — GLADBACH
21. November 1844 in Belgrad, studirte daselbst und in Wien, wo er Assistenzarztan der Klinik des Professor Billroth durch 2 Jahre war, wurde 1869 Doctorund wirkt seit Juli 1871 in Belgrad, zuerst als Operateur und Militärarzt, imersten serbisch-türkischen Kriege (1876) als Chefarzt der Timok-Morava-Armee,im zweiten Kriege (1877—1878) als Chefarzt der ganzen Armee, dann als Sections-chef im Ministerium des Innern für das Sanitätswesen (1879 —1884). Ausser200 Bogen verschiedener belletristischer und publicistischer Arbeiten schrieb er:„Lymphorrhoe und Lymphangiome" (v. Langenbeck's Archiv, Bd. XI) — „ Ge-schichte, des serbischen Militär-Sanitätswesens" (2 Bde., 8., serbisch) — „DieEntwicklung der öffentlichen Gesundheit pflege in Serbien seit dein 12. Jahr-hundert" (Berlin 1883, deutsch) — „Militärhygiene" (serbisch) — „Die Volks-medicin der Serben" (serbisch) — „Militärärztliche Briefe" (serbisch) — „Hand-buch für militärische Krankenwärter und Blessirtenträqer"— „Die ersten Jahreder Privatpraxis" — „Eine serbische TJebersetzung von Billroth's chirurgischerPathologie und Therapie" — „Eine serbische Uebersetzung von Lan d s b er g er'skriegschirurgischer Technik" — „Das rothe Kreuz auf dem weissen Felde" —(in Folge dieser Arbeit ist das serbische Rothe Kreuz gegründet) — „Instructionfür den Felddienst des serbischen Militär-Sanitätswesens" — „Eine serbischeBearbeitung von Whewel's Geschichte der inductiven Wissenschaften" etc.Er war 8 Jahre lang Leibarzt des Königs Milan von Serbien und war Redacteurdes „Serbischen Archivs für die gesammte Heilkunde" der königl. serbischeuGesellschaft der Aerzte, welche auf seine Initiative gegründet wurde. Ee( j
Grlacan, Neil 0' G. , bekannt unter dem Namen N ellanus Glacanusgeboren in der Grafschaft Donegall in Irland, war der erste Professor an derUniversität zu Toulouse zur Zeit der heftigen Pestepidemie, die dort im Anfangdes 17. Jahrhunderts herrschte und während welcher G. sich als muthiger undgeschickter Arzt bewährte. Später war er Professor in Bologna, wo er um dieMitte des 17. Jahrhunderts starb. Iii seinem „Tractatus de peste etc." (Toulouse1629) berichtet er aus eigener Beobachtung unter Anderem über die Epidemie inSpanien (Valencia und Salamanca). Auch schrieb er noch: „Cursus medicus, libristredecim propositus" (Bologna 1655, 4.).
Biogr. med. IV, pag. 435. — Dict. liist. II, pag. 56 \ Pgl.
Gladbach, ärztliche Familie von sechs Mitgliedern: 1) Johann Bern-hard G., geboren zu Trarbach, Arzt in Frankfurt a. M. 1697, gestorben 1728.2) Dessen Bruder Johann Adolf G., ebenfalls aus Trarbach, Arzt in Frank-furt a. M. 1720, gestorben 1793. 3) Cornelius G., Sohn des Johann B ern-hard, geboren 1706 in Frankfurt, Arzt daselbst 1731, Physicus primarius 1755,gestorben 1781. 4) Johann Adolf der Jüngere, Bruder des Vorigen, geboren1716 in Frankfurt, Arzt daselbst 1738, Landphysicus 1745, gestorben 1796.5) Georg Jacob, Sohn des Cornelius, geboren 1735, Arzt in Frankfurt1759, gestorben 1796 und 6) Georg Christoph Wilhelm G., Sohn desGeorg Jacob G., geboren 1766, Arzt in Frankfurt 1791, gestorben 1802.
Von diesen sind als Schriftsteller aufgetreten: 1. Johann Bernhard G.,Sohn eines Kreuznacher Arztes und 1692 zu Leyden promovirt; er verfasste eineSchrift über das Bad Soden, welche 1701 zu Frankfurt erschien und 1725 neu auf-gelegt wurde: „Neue Untersuchung des .... Soder warmen Gesundbrunnens, wiederselbe in vielen Kranckheyten heylsam befanden worden etc." — 2. JohannAdolf der Aeltere, promovirt 1704, schrieb 1735: „De murniis in praxi medicanon facile adhibendis" (Helmstädt). — 3. Georg Jacob G., promovirt zu Jena1759, gräflich Schönburg'scher Hofratli und Leibarzt, Verfasser von „Disquisitio demedicamentorum absorbentium in febribus continuis acutis praestantia" (1759)und „Tractatus de morbis a vestitu contra frigus insufficiente" (1761); er warausserdem entomologischer Schriftsteller (1777, 1778) und Händler.
Stricker, Geschichte der Heilkunde in Frankfurt, 271, 272. w c<a • i
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