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2 (1885) Chavet - Gwinne
Entstehung
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498
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4 ( J8

GARMANN. GARNIER.

später zum Stadtphysikus ernannt und ist hier am 15. Juli 1708 gestorben.G. war ein Polyhistor nicht im besten Wort verstände. Die grosse Belesenheit,deren er sich rühmen durfte, hatte er nicht verdaut, es fehlte ihm an Urtheil undGeschmack und alle seine literarischen Arbeiten, besonders seine Schrift:Demiraculis mortuorum libri III quibus praemissa est dissertatio de cadavare etmiraculis in genere" (Leipzig 1670), später in sehr erweitertem Umfange von seinemSohne EmanuelHeinrich G. (Dresden 1709) herausgegeben, sowie eine Epi-stolarum centuria", welche erst nach seinem Tode ebenfalls von seinem Sohne(Rostock 1714) veröffentlicht worden ist, tragen das Gepräge äusserster Leicht-gläubigkeit. G. war Mitglied der Leopoldinischen Akademie, in deren Acten ermehrere Aufsätze veröffentlicht hat.

Vgl. die von Dan. Müller (Chemnitz 1719) verfasste A'ita; ein Verzeiclmiss seinerSchriften findet sich inHaller's Bibl. anat. I, pag. 571, und Bibl. nied.-pract. III, pag. 213.

A. H

Garn, Johann Andreas G., geboren unweit Magdeburg im Jahre 1755,erhielt 1778 in Leipzig die Doctorwiirde und war Arzt in Dahme (Regierungsbez.Potsdam) und in Schlieben (Regierungsbez. Merseburg). Er starb 1829. G. hat11 grössere Schriften und verschiedene kleinere Journal-Artikel verfasst, überPflanzengifte, Hundswuth, casuistische Betrachtungen etc.,

Dict. hist. II, pag. 489. Pgl.

Garnen. 0 r a z i o G., zu Turin, Professor der Medicin daselbst, publicirte:

Rudimenta hygienes, patliologiae, tlierapeutices, epitome nosologiae ad insti-tuendos chirurgiae studiosos in regio Taurinensi Ahenaeo" (Turin 1821), fernereinMim. sur un Cancer, gueri par la suite de garujrene" (Bullet, de sc. med.T. VI)Obs. d'une tumeur steatomateuse, d'un anevrisme enkiste etc. 11(Ebenda, T. VIII)Sur deux foetus nes d'un seul oeuf etc." (Mem. deTurin 1805 8)Obs. sur une espece particuliere d'enterocele" (L ekoux'Journ. de m6d. 1813) u. s. w.

C a 11 i s e n, VII, pag. 54. G.

Garneri. Giovanni G-, in Savigliano (Piemont), war am 10. September1800 geboren, bezog 1817 die Universität Turiu, wo er sich der Unterstützungseines vorstehend angeführten Verwandten zu erfreuen hatte und wurde daselbstmit der Diss. De artium organicorum degeneratione; De ammoniaco etc."Doctor, darauf Repetent der Chemie an dem königl. Provinzial-Collegium undAssistenzarzt am Ospedale maggiore di San Giovanni zu Turin. Er wurde einMitarbeiter des Prof. L orenzo M artini und betheiligte sich an der PublicationderAnnali clinici", später derAnnali di medicina, chirurgia e farmacia",schrieb auch einige Monographien, darunter über die Cholera, als sie zuerst inItalien auftrat.

Cantü , pag. 226. G.

Gar nett, Thomas G., englischer Arzt, geboren 1766 in der ProvinzWestmoreland, war auf der Universität zu Edinburg Schüler B koavn's , dessen Lehrener mit Begeisterung anhing. Dr. med. im Jahre 1787 geworden, frequentirte erdie Hospitäler in London, prakticirte in Bradford, analysirte die Quellen vonHarrowgate, war 1796-1799 Professor in Glasgow, kurze Zeit Professor derPhysik und Chemie in London und starb daselbst an einem typhoiden Fieber am28. Juni 1802. Seine Abhandlungen beziehen sich meist auf Gegenstände der Chemie.

Biogr. med. IV, pag. 344. Dict. hist. II, pag. 490. Pgl-

Garnier, Vater und Sohn, zu Lyon. Pierre G. war daselbst gebürtig,studirte in Montpellier uud wurde dort Doctor, kehrte nach Lyon zurück undwurde 1695 Arzt des Hotel-Dieu, in welchem er bedeutende Verbesserungen ein-führte. Er hatte bereits früher geschrieben:Formules nouvelles de mddecine,latines et frangaises, a l'usage de VHötel-Dieu de Lyon" (Lyon 1693; 2. edit.