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FAGGE. — FAHNER.
im folgenden Jahre Assistant Physician in jenem Hospital, übersetzte F ekd. H ebra's„On diseases of the skin" (2 voll., London 1866—68) für die New Sydenham Societyund trat 1867 in die Redaction der Guy's Hospital Reports, der er bis 1874angehörte. Für dieselben schrieb er (1868): „On certain rare cutaneous diseases" —„On keloid, scleriasis, morphoea and some allied affections", während er bis1875 die Klinik für Hautkrankheiten abhielt. Es folgten weiter Aufsätze in denGuy's Hosp. Reports (1868, 1870): „Intestinal obstruction" — „Murmurs atten-dant on mitral contraction" . Von 1870—74 hielt er Vorlesungen über Hygiene,später auch über pathologische Anatomie und wurde Curator des Museums. Esfolgten einige pathologisch-anatomische und andere Aufsätze in der genanntenZeitschrift, wie: „Acute dilatation of the stomacli" (1873) — „Gases of abscessivithin the upper part of the abdomen" (1874) -—• „Observations on somepoints connected with diseases of the liver or of the peritoneum" (1875) —-„The different modes of dying" (1879) — „On purpura haemorrhagicaaccompanying the growth of multiple saicomata" (1881), sämmtlich Arbeitenvon hervorragender Bedeutung. Ausserdem verfasste er für R eynold's System ofmedicine den Artikel: „Diseases of the valves of the heart", veröffentlichte auchin den Medico Chirurg. Transact. einige Aufsätze über sporadischen Cretinismus,über Bleivergiftung u. s. w. Ausser seiner Stellung am Guy's Hospital, wo ersich des klinischen Unterrichtes sehr warm annahm, hatte er früher noch ver-schiedene Anstellungen bei einigen Frauen- und Kinder-Hospitälern gehabt. In denletzten 10 Jahren seines Lebens arbeitete er an einem Werke über Mediein, dasaber unvollendet geblieben ist. Trotz eines fortschreitenden Herzübels bis zumletzten Tage thätig, starb er plötzlich in der Nacht vom 18. zum 19. November 1883.
Lancet 1883, II, pag. 973. — Medical Times and Gaz. 1883, II, pag. 6 4. G.
Fagon. Guy-Crescent F., dessen Mutter eine Nichte de la B eosse's(Arztes Louis XIII. und Begründer des Jardin des plantes) war, wurde zu Parisam 11. März 1638 geboren. Promovirt 1664, widmete er sich der Botanik undsammelte auf Reisen Material für seinen Arbeitstheil des 1665 erschienenen Katalogs„Hortus regius"; 1668 von Ludwig XIV. zum Titular-Leibarzt, 1693 an Stelledes in Ungnade gefallenen D oqüin zum persönlichen Leibarzt gewählt, erfreuteer sich gleichzeitig aller Ehren Seitens der Pariser Facultät, schrieb — grössten-teils kleinere — Arbeiten über therapeutische und physiologische Fragen, soüber Schädlichkeiten des Tabaks (1699), über Ergotismus (1710) und starb am11. April 1717.
C h e r e a u bei Dechambre. Red.
Faguer. Zwei Brüder, von denen der ältere, Pierre F., zu Maus 1733geboren, 1752 an der Salpetriere zu Paris seine Studien begann und 1769 in dasCollege de Chirurgie zugelassen wurde. Er bearbeitete speciell die GAWKiNs'scheSteinschnittmethode (Paris 1769), die Operation des eingeklemmten Bruches (Meni.de l'acad. de chir. T. IV), die Wirkungen des Tabaks auf den Darm und starb1787. — Der jüngere Bruder, R6n6-Alexandre F., 1740—1785, folgteJenem nach Paris 1765, bildete sich ebenfalls zuerst an der Salpetriere, dann inBicetre aus, trat 1782 in das College de Chirurgie ein und legte sich besondersauf die Behandlung der Syphilis an Schwangeren und Ammen. Sein Beobachtungs-material ist nicht publicirt worden.
Hahn bei Dechambre. Red.
F alliier, Johann Christoph F., zu Buttstadt am 8. November 1758geboren und in Ilfeld am 7. Januar 1802 gestorben, hatte in Jena zuerst Theologiestudirt, war aus Vorliebe zur Mediein übergegangen und 1780 Doctor derselbengeworden. Er wirkte als Amtsarzt in verschiedenen kleinen Orten des HerzogthumsWeimar und hinterliess neben kleineren Schriften ein ,, Vollständiges System dergerichtlichen Arzneikunde" (Th. I, Stendal 1795; Th. II und III, Daselbst 1797,