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EYSELEIN.
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1562 erhielt er das Amt eines Stadtphysicus, wirkte mit Eifer während der 1564—1 566in Deutschland wiithenden Pestepidemie, schrieb später ein seiner Zeit classischesWerk, namentlich in sanitätspolizeilicher Beziehung: „De officio fidelis et pru-dentis magistratus tewpore pestilentiae rempuhlicam a contagio praeservandiliberandique libri duo" (Neustad 1582; Bremen 1656; deutsche Uebersetzungvon Justus Mollerus , Mühlhausen 1584) und gab eine andere auf die Pestbezügliche Schrift: „ Die Pestilenz, ob sie eine anfällige Seuche sei, und in-wiefern ein Christenmensch ihr weichen möge" (Basel 1582) heraus. 1582 beganner mit grossem Erfolge öffentliche Lehrvorträge zu halten und machte sich durcheine gegen llexen und Hexenprocesse gerichtete Schrift: „De sagarum quas vulgoveneficas appellant, natura etc." (Bremen 1583), die nicht ohne nachhaltigeWirkung blieb, verdient. Als 1584 das Gymnasium illustre in Bremen gegründetwurde, erhielt er die Professur der Medicin; er starb aber bereits am 7. Februar1588, nachdem er sich um das wissenschaftliche Leben und Studium in Bremengrosse Verdiense erworben hatte.
Bremische Aerzte, pag. 36. ' '■
*Exner, Siegmund E., geboren am 5. April 1846 zu Wien, studirtehier und in Heidelberg ( Brücke, Helmholtz ). Promovirt am 23. December 1870,trat er 1871 als Assistent und seit 1875 als Prof. extraord. am physiologischenInstitute der Universität in Wien in Thätigkeit. Ausser der grösseren Arbeit:„Die Localisatvm der Functionen in der Grosshirnrinde des Menschen 11 (Wien1881) sind zahlreiche Abhandlungen, insbesondere auf nervenphysiologischem undphysiologisch-optischem Gebiete, von ihm veröffentlicht. Ke(1
Eyerel , Schüler Stoll's und fleissiger Compilator, aus Kaiserheim inSchwaben, 1740 geboren, gab die unter Stoll's Leitung gesammelten „Obser-vationes medieae" (Wien und Leipzig 1786), sowie „Commentaria in Maximi-liani Stoll aphorismos" (Wien 1788—1793), die nach Vorlesungen desselbenverfassten Dissertationen (Daselbst 1788 und 1792), einen „Commentar zu Stoll'sFieberlehre" (Wien 1793—1794), eine „Medie mische Chronik" (Daselbst gleich-zeitig) — „ Die Pfuscherei in der Arzneikunst" (Breslau und Leipzig 1801) undeine Compilation über Syphilis nach Swediaur (Wien 1802) heraus.
Dict. liist II. Eed.
Eyrini d'Eyrinis, gebürtig aus Russland, lebte im 17. Jahrhundert inNeuchätel (Schweiz). Er entdeckte eine Asphaltmine und beschäftigte sich mitVersuchen Uber die Anwendung eines aus Asphalt dargestellten Oeles in ver-schiedenen Krankheiten der Haut, vgl. Diss.: „Sur 1'Asphalt ou eiment naturelavec la manibre de Vemployer et les utilites de l'huile qu'on en tire" (Paris1 721). E. publicirte auch mehrere deutsche Abhandlungen über denselben Gegenstand.
Unger.
Eysel (der Aeltere), Johann Philipp E. ( Eyssel ), geboren zu Erfurt1652, gestorben am 30. Juli 1717, studirte zu Erfurt und Jena, promovirte 1680zu Erfurt, wurde gleichzeitig auch Poeta laureatus; er war Physicus in Borken(Westphalen), seit 1684 Arzt in Erfurt, 1687 Prof. extraord. der Medicin daselbst,1693 ordentl. Professor der Pathologie, 1694 der Anatomie, Chirurgie und Botanik,1715 auch Mitglied der kaiserlichen Akademie der Naturforscher. — Andreas E.,der jüngere Bruder, wurde Dr. med. zu Erfurt 1693.
Biogr. univ. W. Stricker.
*Eyselein, Oscar E., geboren zu Castell in Unterfranken am 13. November1847, studirte in Wiirzburg, Erlangen, Tübingen, Leipzig und Wien, wurde 1871promovirt, 1872 zu München approbirt und wirkt seit 1876 in Blankenburg amHarz als Director einer Heilanstalt für Nervenleidende. Neben kleineren Schriftenpublicirte er: „Zur Organisation der öffentlichen Gesundheitspflege im Flerzog-thum Braunschweig" (Berlin 1880) — „ Tisch für Nervenkranke" (Karlsbad 1883),