EVERSBUSCH.
EWALD.
*Eversbusch, Oscar E., aus Haspe in Westphalen, am 26. Mai 1853geboren, studirte in Bonn und München ( Koesteb . , v. Rgthmund , Saemisch) ;1877 erfolgte seine Promotion. Seit 1882 ist er als Docent der Augenheilkundezu München thätig und publicirte: „Beiträge zur Genese der serösen Iriscysten" —„Beiträge zur Embryologie und Teratologie des Glaskörpers" — „Bemerkungenüber die Anwendung der Antiseptica " (sämmtlich in den Mittheilungen derMünchner Universitäts-Augenklinik, Bd. I). Auch in der von Berlin (s . diesen)und E. herausgegebenen „Zeitschrift für vergleichende Augenheilkunde" (Jahrg. I)erschienen von dem Letzteren mehrere Arbeiten. Die jüngste ist eine Monographie„TJeber einige Veränderungen der Plica semilunaris" (München 1883). R el j
Eversmann, Eduard E., geboren 1794 in Berlin, wurde 1814 in HalleDr. phil. und Magister der freien Künste, kam dann nach Russland, woselbst seinYater Director der Gewehrfabrik Slatoust am Ural war. Nach abgelegtem Examenwurde E. am 31. August 1816 in Dorpat zum Dr. med. promovirt (Diss.: „Desystemate gangliorum et cerebrali"), dann erhielt er eine Anstellung als Arzt inSlatoust, nahm 1820—1821 Theil an einer russischen Gesandtschaft nach Buchara.Nachdem er eine Zeit lang in Orenburg als praktischer Arzt gelehrt hatte, betheiligteer sich 1825-—-1826 an einer kriegerischen Expedition auf dem Kaspischcn Meereund wurde endlich 1828 ordentlicher Professor der Zoologie und Botanik an derUniversität zu Kasan, machte von hier aus wiederholt Reisen nach Orenburg,Astrachan, Saratow, Kaukasien, war einige Male in Deutschland, Frankreich undItalien und starb als Prof. emerit. 1860. E. hat sich stets nur mit Zoologiebeschäftigt und eine grosse Anzahl zoologischer Abhandlungen verfasst, welchemeist im Bulletin der Moskauer Naturforscher-Gesellschaft abgedruckt sind. Be-sonders zu nennen ist seine „Fauna lepidopterologica Volga-Lralensis" (Casan184 4) und „Heise von Orenburg nach Buchara" (Berlin 1823).
Re cke-Napiers ky, I, 534. — Beise, I. 176 (woselbst die einzelnen Abhand-l ungen E.'s speciell aufgeführt sind). — Russ. Encycl. von Beresin. Bd. XVI, pag. 309.
L. Stieda.
Everts, Bernardus HenricusE., 1810 in Arnhem geboren, studirte1826—30 am Athenäum in Deventer, darnach an der Leydener Universität, woer 1834 promovirte („De haematosi"). Er etablirte sich als Arzt in Deventerund war daselbst 1839—47 Arzt an der Irrenanstalt, Da er zum Primararzt derneuen zu eröffnenden Irrenanstalt Meerenberg, bei Ilaarlem, ernannt wurde, machteer eine grössere Reise durch Europa , bis er im Juni 1849 dieses Amt antrat.Die Einrichtung der Anstalt war nicht der Art, dass E. das no-restraint-Systemunmittelbar einführen konnte. Als jedoch 1852 die Anstalt vergrössert werdenmusste, machte E. die dafür geeigneten Pläne und so wurde durch seine eifrigenBemühungen Meerenberg die erste Anstalt auf dem Pestlande Europas, in welcherdie Zwangsmittel fast ganz nachgelassen wurden, ein Vorbild für viele Irrenhäuserin Deutschland und Frankreich. Bis 1874 war E. in dieser Richtung auf Meereu-berg vorzugsweise als Director (mehr denn als Arzt) wirksam, da er, obgleichwissenschaftlich so geschätzt, dass ihm eine Professur in Amsterdam angebotenwurde, die Behandlung der Kranken grösstenteils seinen Assistenten iiberliess.Die ihm durch die Regierung 1865 aufgetragene Organisation des Irrenwesens inNiederländisch-Ostindien lehnte er ab, übte vielmehr von 1874 bis zu seinem1883 erfolgten Tode die consultative Praxis in Arnhem aus. Ausser den dreiersten Jahresberichten über die Anstalt Meerenberg und einigen kleineren Artikelnhat er Schriften nicht geliefert. C g Daniels.
Ewald, Benjamin E., geboren am 28. October 1674 zu Danzig,'studirte Medicin in Königsberg, Erfurt und Halle, wo er unter Stahl 1697 pro-movirte (Diss.: „De impotentia virili") und Hess sich 1701 in Königsberg alspraktischer Arzt nieder. 1707 ward er daselbst zum ausserordentlichen und 1718zum ordentlichen Professor in der medicinischen Facultät ernannt, starb aber schon