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CRAANEN. - GRAUER.
ging er als Leibarzt des Kurfürsten von Brandenburg nach Berlin, wo er 1690starb. Sein Schüler Bernard Albinus nannte ihn, wie Boerhaave erzählt, einenMann von viel Vernunft mit einem grossen Rednertalent und aus C.'s „Lumenrationale medicum seu praxis medica reformata" geht hervor, dass er sichauch zu der chemiatrischen Theorie des Sylvius bekannte. Da er für seinepharmakologischen Vorlesungen die „Institutionen medicinae" des abergläubischenD. Sennertos benutzte, so war er auf diesem Gebiete gewiss nicht in Ueberein-stimmung mit dem an Allem zweifelnden Cartesids. q e Daniels
Craig, James C., schottischer Arzt, studirte in Edinburg, wo er einerder Lieblingsschiiler von George Bell und während mehrerer Jahre sein Assistentwar. Er war Chirurg der Royal Midlothian Yeomanry und übte 40 Jahre langdie Praxis zu Ratho bei Edinburg aus. 1868 gab er die Praxis auf und wohntein Edinburg. Von seinen literarischen Arbeiten sind zu nennen: „ The law ofthe coroner; and on medical evidence in the preliminary investigation of cri-minal cases in Scotland" (Edinb. 1855); ausserdem mehrere Aufsätze im Edinb.Med. Journ. (1827, 35, 36), darunter: „History of a case of spectral illu-sions etc." u. s. w. Er starb am 20. Februar 1880 im Alter von 80 Jahren.
Dechambre, XXV, pag. 349. g
Craigie, David C., zu Edinburg, war in der Parochie von North Leithbei Edinburg am 6. Juni 1793 geboren, wurde 1816 zu Edinburg Doctor, begannbald darauf Anatomie zu lehren, wurde Arzt am Royal Public Dispensary, trat1820 in die Redaction des von Andrew Duncan 1805 gegründeten und ihmgehörenden Edinburgh Medical and Surgical Journal zusammen mit Christisonein, blieb mit Letzterem bis 1832 in der Redaction zusammen und übernahm vonda an allein dieselbe des in seinen Besitz übergegangenen Journals. In demselbenerschien (von 1822—1845) eine grosse Reihe seiner Arbeiten, namentlich: „On thepathological anatomy of the human brain and its membranes" — „Observations,pathological and practical on whitlow", ausserdem über einen Fall von Ileusdurch einen grossen Gallenstein, die Missbildung einiger Knochen des Skelets u. s. w.Er schrieb ferner: „Elements of general and pathological anatomy etc." (Edin-burg 1828; 2. Aufl. 1848), wurde 1833 Physician an der Royal Infirmary undbegann von da an, ausser über theoretische Medicin, auch klinische Vorträge zu haltenund klinische Berichte zu veröffentlichen. 1846 legte er diese Stellung nieder undwurde Honorary Physician, 1861 auch Manager der Infirmary. Er verfasste ferner:„Elements of the practice of physie" (2 Bde., 1836), sein Hauptwerk, das abernicht die verdiente Verbreitung fand. Seine ungünstige Gesundheit nöthigte ihn,von 1846 an lange Zeit jede praktische Thätigkeit zu unterlassen, jedoch führteer die Redaction seines Joarnals weiter, bis dasselbe 1855 mit dem „MonthlyJournal of Medicine" zu dem „Edinburgh Medical Journal" vereinigt wurde. Erfungirte in den späteren Jahren noch als Examinator beim College of Physiciansund bei der Universität von St. Andrews, wurde 1861 zum Präsidenten der erst-genannten Corporation erwählt und starb am 17. Mai 1866, indem er einen höchstgeachteten Namen als Forscher hinterliess.
Edinburgh Medical Journal. Vol. XII, 1, 1867, pag. 188. G.
Cramer. Der Vater Gabriel C., geboren am 24. März 1641 in Genf,Sohn eines Strassburgers, studirte in Strassburg, promovirte daselbst 1664 undstarb als Arzt in Genf am 15. Juni 1724. Schriften: „Theses anatomicae totamanatomiae epitomen complectentes" (Strassburg 1663) — „De obstruetionehepatis" (Daselbst 1664). — Der Sohn, Johann Isaac C., Dr. med. 1696,publicirte zu Genf 1709 einen „Thesaurus secretorum curiosorum.
Beide in Biogr. univ. W. Stricker.
Cramer, Antonie C., im Jahre 1822 zu Winschoten geboren, studirtean der Universität Groningen und promovirte daselbst 1844 mit einer Dissertation: