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BOURDELOT. — BOURDON.
Bourdelot, Edm. B., Leibarzt Ludwigs XIII. Gestorben gegen 1635.
U u g e r.
Bourdet, französischer Zahnarzt, verfasste folgende Schriften: „Lettrede .... a M. J)***" (Paris 1754), worin er bei heftigen Zahnschmerzen dasLuxiren des Zahnes mit Zerreissung des Zahnnerven empfiehlt, während er denZahn selbst in die Alveolen wieder hineindriickte. Auf mehrere Kritiken diesesVerfahrens antwortete er durch ein „Hclaircissement de . . . au sujet de salettre adressee a M. I) *" (Paris 1754). Er schrieb ausserdem eine „Dissert.sur les dSpots du sinus maxillaire" (Paris 1754) und „Recherches et obser-vations sur toutes les parties de l'art du dentiste" (2 voll. Paris 1757; deutscheUebersetzung 1762; italienische 1767), eine gute Schrift über Zahnheilkunde;endlich: „Soins faciles pour la proprete de la bouche et pour la conservationdes dents" (Paris 1759; 1771; Lausanne 1759, etc.).
Dict. liistor. I, pag. 492. — Haller, Bibl. cliir. II, pag. 393 G.
Bourdois de la Motlie, E. Joachim B. de la M. ist geboren 1754 inFo igny, wo sein Vater, der sich der besonderen Freundschaft V tcq-d' A zvr'nerfreute, Arzt war. lt. bekleidete eine Reihe von hohen Stellungen und Würdenunter den damals so häufig wechselnden politischen Verhältnissen Frankreichs. -Bald nach seiner Promotion wurde er vorübergehend Arzt am Höpital de la Charite,dann Leibarzt des Grafen von der Provence und der Princessin Victoria. Erwar eine Zeit lang Militärarzt bei der Armee in Italien, wurde unter dem Kaiserreich Medeeiu des epidemies du departement de la Seine und Leibarzt des Königsvon Rom. Nach der Restauration wurde er Leibarzt L u d w i g's XVIII. underfreute sich durch seine Beziehungen zum Hof und insbesondere zu T alleykand,sowie durch seine Höflichkeit und Discretion einer sehr ausgebreiteten und vor-nehmen Clientel. Hingegen publicirte er nur eine aus dem Spanischen des Reizübersetzte Abhandlung von bescheidenem Werthe: „ Dissertations sur les effets del'extrait de ratanhia dans les hemorrhagies" (Paris 1808). Un°-er
Bourdon. Aime B., geboren in Cambray 1638, daselbst gestorben 1706ist der Verfasser zweier anatomischer Werke, die zu damaliger Zeit das Beste derAnatomie enthielten und folgenden Titel führen: „Nouvelles tables anatomiques,ou sont representees toutes les parties du corps humain" (Paris 1678) und„ Nova :eile description anatomique de toutes les parties du corps humain et deleurs usages" (Paris 1674—1683). Ung-er.
Bourdon. Jean-Baptiste-Isidore B., zu Paris, war am 26. August1796 zu Merry (Orne) geboren, studirte von 1815 an in Paris, wo er 1823Doctor wurde mit der Diss.: „Nouvelles recherches sur la vie et la niort",nachdem er bereits vorher mehrere geschätzte Abhandlungen, wie: „Mein, sur levomissement" (1819) — „Essai sur l'influence de la pesanteur sur quelquesphönomeines de la vie" (1819; 2. edit. 1823) — „ Recherches sur le micanismede la respiration et sur la circulation du sang 1 ' (1820) — „ Considerationssur les animaux en geru'ral" (1822) verfasst hatte. In demselben Jahre, inwelchem er den Doctorgrad erlangte, erschienen seine „Principes de physiologiemedicale" (1823; 2. edit. 1828, 2 voll.) und schon 1825 nahm die Academie demedecine ihn in ihre Section für Anatomie und Physiologie auf. Weiterhin folgtendie „Principes de physiologie comparee etc." (1830) — „Lettres a Gamille surla physiologie de l'homme" (1830 ; 2. 6dit. 1843), Er wendete fortdauernd auchden Heilquellen seine Aufmerksamkeit zu, gehörte mehrere Jahre der bezüglichenCommission der Akademie an und verfasste einen „ Guide aux eaux mineralesde la France et de VAlltmagne" (1834), worauf er zum Medecin-inspecteur derQuellen von Bagnoles ernannt wurde. Später war er Epidemienarzt im Seine-Departement. Weitere Schriften von ihm sind: „La physiognomonie et laPhrenologie, ou connaissance de l'homme d'apres les' traits du visage etc."