AROMATARI. — ARONSSOHJs.
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Aromatari, Giuseppe A. (Abomatabius, de Abomatabiis ), wurde 158Ggeboren. Um ihn streiten als Geburtsorte Favera (in Camerino) und Assisi (inSpoleto). Der Vater A., ebenfalls Arzt, aber als Schriftsteller nicht bekannt,sorgte für eine sehr exacte Vorbereitung zum Studium, welches Giuseppe A. inPerugia begann und in Padua beendete. In Venedig, wo er sich niederliess,beseliloss er sein Leben im Juli 1660, unerschüttert seiner erwählten Thätigkeittreu, wiewohl ihm von England her, vom Papst Urban VIII. und vom Herzog vonMantua glänzende Stellungen angeboten wurden. Seine kritischen und literarästhe-tisehen Leistungen hier ausser Betracht lassend, heben wir die „Dissertatio derabie contagiosa" (Venedig 1625, Frankfurt 1626) hervor, welche bei der Origi-nalität der im bevorwortenden Briefe entwickelten Ansichten ausreichte, A. berühmtzu machen. In diesem an B abthelemy N anti gerichteten Briefe greift A. soscharf und schlagend die damals noch vollkommen in Curs befindliche Generatioaequivoca an, dass er als directer Vorläufer der späteren Vertreter der Keimtheoriefselbst der heutigen mikroparasitären Lehre) bezeichnet werden kann.
Biographie medicale, I. Red.
Aronssohn . zwei elsässiseh-lothringische Aerzte. Der Vater, Jakob A.,war anfänglich Arzt des Civilspitals zu Pont - a - Mousson, dann Cantonalarzt zuSarre-Union (Bas Rhin) und einer der eifrigsten Förderer der Vaccination bis zuseinem im 86. Lebensjahre (1845) erfolgten Tode. — Sein berühmterer SohnJacques-Leon, Arzt in Strassburg, am 2. Mai 1793 zu Metz geboren, wurde1809 bei der Strassburger Facultät inscribirt, wurde Externe bei dem Chef-Chirurgendes Civilspitals Marchal , erlangte 1822 die Doctorwürde mit der Dissertation:„Ohservations sur les tumeurs developpees dans les nerfs" und erhielt daraufdie für ihn auf den Wunsch von Marchal geschaffene Stelle eines Chirurgien-adjoint des Hospitals. Mit der deutschen Wissenschaft und ihren Vertretern längstbekannt, suchte er durch eine Reise nach England jetzt auch nach dieserRichtung hin seinen Gesichtskreis zu erweitern, wurde 1823 Agrege derFacultät, las über die syphilitischen Krankheiten und vertrat zu wiederholtenMalen Lobstein in dessen medicinischer Klinik. Nach dessen Tode (1836)betheiligte er sich in hervorragender Weise an dem Concurse für die Wieder-besetzung der Stelle und verfasste in demselben Jahre dazu die geschätzteConcurs-These „ Appreciution des progres recents du diai/ nostic" (4.). In dieseZeit fiel auch die grösste Ausbreitung seiner ärztlichen Thätigkeit. Als er wegeneines Halsleidens sich nach Neapel begeben musste, wurde er daselbst, wie inRom und Nizza, von den höchstgestellten Persönlichkeiten consultirt; auch wurdeer zum consultirendeu Leibarzt Ludwig Philipp's, sowie zum Epideinien-Arzternannt. Seiue: „Memoires et ohservations de medecine et de cliirurgie pratiques"11836) enthalten eine Reihe interessanter Abhandlungen, nämlich das 1. Heftderen fünf: „Sur 1'introduetion des vers dans les voies aeriennes" — „Surquelques points de Vhistoire des her nies" — „Sur le tetanos" — „Sur letraitement des brülures par les lotions chuudes de terebenthine"; das 2. Hefteinen „ Compte rendu de la clinique de la Faculte" während der fünf Monateseiner Vertretung der Klinik. Ausserdem lieferte er Beiträge zu den berühmtenAbhandlungen von Lobstein über den Nervus sympathicus und über patho-logische Anatomie. Es seien noch erwähnt seiue „ Introduetion" zu dem vonKaula aus dem Deutschen übersetzten „ Traite sur les eaux mineralea du duchede Nassau etc." (Wiesbade. 1853), Arbeiten über Entzündung und Scroplieln (1860)und der im Namen der Strassburger medicinischen Gesellschaft an die Pairs-kammer gesandte Bericht, betreffend ein „Projet de loi d'Organisation medicale"(1847). —■ A.'s Tod erfolgte am 8. September 1861, nachdem er 40 Jahre langin der niedicinischen Praxis zu Strassburg und in den ärztlichen Departements denersten Rang eingenommen hatte.
Michel Levy bei Dechambre, VI, pag. 166. Gurlt