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ANAGNOSTAKIS. — ANCELL.
an der dortigen Universität 1856. Viele Ehrenbezeugungen (so das Rectorat 1877,die Präsidentschaft dortiger gelehrter Gesellschaften und des medicinischen Con-gresses) wurden ihm in den Folgejahren zu Theil. A. ist seit 1854 Mitarbeiterder Brüsseler Annales d'oculistiques. Seine Schriften sind folgende: „Essai surVexploration de la retine et des milieux de l'oeil sur le vivant au morgen d'unnouvel ophthalmoscope" (Paris 1854) —- „Remarques pratiques sur le traitementchirurgical de Ventropion et du trichiasis" (1857) — „De VOphthalmologieen Grece et en Egypte" (Bruxelles 1858) — „Melanges ophtkalmoldgiques"(Athenes 1861) — „Contributions a l'kistoire de la Chirurgie oculaire chezles anciens" (1872) — „Encore deux mots sur l'extraction de la cataractechez les anciens" (1878) — ,,'larpuii} 'Eyvjaspt;" (1858) — „Tlsoi tmv 6'if >-/a ;jx/.c7)vttzikov " (1871) — „msystok nepi rvj; 0-Ttx.rc töv xpyscioiv" (1878) — „i IsplTffi irveuj /.ocTtx.7j; 7upo66ou to O 'EXlijvtxoO e O -vou ;" (1875). Ke(J
Anatolius, ist einer von den Schriftstellern über Thierheilkunde, ausderen Werken die von Konstantinds Porphyrogenitus veranstalteten Samm-lungen der Hippiatriker und Geopnoiker geschöpft sind. Die erhaltenen Fragmente(Hipp. c. 1, 14, 15, 42, 70, 86) über die Behandlung und Pflege des Pferdessind unbedeutend und gewähren keinen Anhaltspunkt für die Bestimmung derLebenszeit des Verfassers. Helmreich.
Anaxagoras , aus Klazomenä, der bekannte Philosoph und Freund desPerikles, schrieb die Entstehung der acuten Krankheiten einer Versetzung derGalle auf die Lungen, Venen und die Pleura zu, kannte die Seitenventrikel desGehirns Und behauptete die Entstehung der männlichen Frucht in der rechtenSeite des Uterus. Helmreich.
Ancell, Henry A., Arzt in London, war am 2. Januar 1802 zu Croydongeboren, kam im Alter von 16 Jahren zu einem Arzte in Suffolk in die Lehre,verblieb daselbst vier Jahre und besuchte dann einen Winter lang medicinische Vor-lesungen in Edinburg. 1823 verliess er England, hielt sich zwei Jahre in Nordamerikaauf, kehrte aber 1825 nach England zurück, trat mit seinem Bruder, der eineApotheke hatte, in ein Compagniegeschäft und besuchte während dieser Zeit Vor-lesungen im St. Georges- und St. Thomas-Hospital in London, hielt sich auch einigeMonate in Paris zum Besuche der Hospitäler auf. Nach Zurücklegung seiner Studienliess er sich als praktischer Arzt im Westend von London nieder. 1836 wurde erChirurg des Western General Dispensarv und hielt bis zum Jahre 1848 Vorträgeüber Materia medica, Therapie und gerichtliche Medicin an der zum St. Georges-Hospital gehörigen medicinischen Schule und später auch über gerichtliche Medicinan der medicinischen Schule von St. Mary's Hospital. Er publicirte in den Jahren183!); 1840 in der Lancet die von ihm in der erstgenannten neuen Schulegehaltenen Vorträge über „Physiologie und Pathologie des Blutes" (von L. Posner1844 als „Vorlesungen über die Physiologie und Pathologie des Blutes u. s. w."in's Deutsehe übersetzt) und gab 1844 eine Reihe von Commentaren zu denLehren von Liebig , die auch in deutscher Bearbeitung und mit Anmerkungen unterdem Titel „Liebig's Thierchemie und ihre Gegner u. s. ic. u (von A. W. Krug,Pest 1844) erschienen. 1852 veröffentlichte er einen 800 Seiten starken Band„A treatise on tuberculosis, the constitutional origin of consumption and scrofula",ein Werk, das, einer Encyklopädie des Gegenstandes gleichend, historisch dieAnsichten der Autoren darüber von Hippokrates an berücksichtigt und ver-werthet. 1853 und 1854 lieferte er für das British Medical Journal einige weitere,die Tuberculose betreffende Abhandlungen und verfasste für die neue Ausgabevon Cooper's Surgical Dictionary eine grosse Reihe von Artikeln, welche dieverschiedenen pathologischen Zustände des Blutes betreffen. Zur Zeitseines am 19. November 1863 erfolgten Todes hatte er ein Werk über die Blutgiftenahezu vollendet. — Neben dieser wissenschaftlichen Thätigkeit war A. Secretär der