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reiben, oder peitschen und wieder übergießen, und wieder-holt diese Procedur mehrmals; oder begiebt sich auch wol,aus einige Minuten, in die mit kaltem Wasser gefüllteWanne, in der man sich stark bewegen muß.
Die Wirkungen des Dampfbades auf den Körper sindzunächst zunehmende Warme, Weichheit und Thätigkeit derHaut, Beschleunigung des Puls- und Herzschlages, An-fangs auch des Athmens; die ganze Oberflache des Körperswird bald feucht, indem sich auf derselben, wie auch in denRespirationsorganen, die Wasserdämpfe verdichten; die Rea-ction der Lebensthätigkeit tritt kraftiger hervor; Herz- undPulsschlag mehren sich bis auf 80 bis 130 Schlage; dieTurgescenz der Haut nimmt zu; die Wärme des Körpersgleicht sich mit der des Mediums aus, in dem er sich be-findet und entwickelt sich von Innen aus noch weiter, selbstbis um einige Grade über diese hinaus, wenn sie nicht,durch kalte Uebergießungen, zuweilen unterbrochen und wie-der verringert wird. Diese Wärmeentwicklung, vom raschernUmtriebe des Blutes bedingt, vermittelt die vermehrte Aus-dünstung, die, Versuchen zufolge, in einem Dampfbade, von1,27 bis zu 3 Pfund betragt ^ °).
Nach dem Bade läßt man sich im Ruhezimmer schnellund völlig abtrocknen, ruhet dann etwa 5 bis 10 Minuten,in einem Mantel gehüllt, auf einem Ruhebette, läßt sichhier wieder abtrocknen, kleidet sich langsam an, kühlt sichdann im Vorzimmer erst noch ein wenig ab, und begiebt
2 6) Ueber Einrichtung, Gebr. u. Wirkung des Russ. Dampfbades?c.von I. W. Tolberg. Magdeb. 1826. 8. S. 18. Zl, Bertholdin Müller's Archiv f. Anat, u. Physiol. 1838. Hft. 2. S. 181.Menks, Pyrmont, 2. Aufl. 28