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breites, eilf Fuß hohes Oelgemalde, den TriumphHmnans über die Niederlage des Varus darstellend, sehens-würdig. Herman steht glorreich unter einer heiligen Eiche,in der, als Siegeszeichen, verschiedene Beute, Panzer undGewand des Varus ausgehängt sind; zu seinen Füßen liegtein römischer Adler. Im rechten Vordergrunde des Gemäldeseröffnet sich der Schauplatz des Sieges; die Cherusken füh-ren, unter anderen Trophäen, einen römischen Adler und diegefesselten Gefangenen dem Sieger vor. Hinter diesem Zugeher reitet Thusnelda. Im linken Vordergrunde sitzt Segestes,auf eine Streitaxt gelehnet, mit hämischem Blicke auf seinenSchwiegersohn hinsehend. Im Hintergrunde opfert, aneinem Altar, auf einer Anhöhe, der alte Oberdruide Brenno " °).Ein anderes Oelgemälde auf diesem Saale stellt die Scenedar, wo der Graf von Gleichen mit seiner türkischen Be-gleiterin ankommt und von seiner deutschen Gemalin empfan-gen wird ^ °); diese zeigt auf das Wett, welches sie gemein-schaftlich einnehmen wollen. Dieß Gemälde hat Friedrich
^5) Nach Klopstok's Hermanns Schlacht. Dessen Werke, Band 8.Leipzig, 18N4. 8.
Zu den Merkwürdigkeiten, welche noch im Schlosse gezeigtwerden, gehören auch Theile der durch Schnitzwerk verziertenhölzernen Bettsponde, die von dem oben erwähnten Gleichen-schen Ehebette abstammen sollen, und die noch auf dem Boden desSchlosses aufbewahrt werden. Die Bildnisse des Grafen vonGleichen und seiner beiden Gemalinnen, wovon das der schönentürkischen Sultanin nach einem in Salzthalum befindlichenGemälde copirt sein soll, haben ehedem in dem Zimmer derverwittweten Fürstin von Waldeck gehangen, sind jedoch vondieser, vor mehren Jahren, nach Schlesien, dem Prinzen Eugenvon Würtemberg zugesendet worden.
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