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Die Anzahl der Einwohner belief sich, den amtlichenBevölkerungslisten zufolge, im Jahre 1706 auf 4500, 1807auf5180, 1808 auf 5260, 1816 auf 5647, 1817 auf 5664,I818aus5742,1819auf 5858 Seelen, davon dem oberen Für-stenthume allein 1603 angehören, und also dem unteren 4256(von diesen hatte Neupyrmont 894, Oestorf 1001 und Holz-hausen 1257); im Jahre 1827 aus 6300, 1828 auf 6283,1831 auf 6153, 1832 auf 6311, 1834 auf 6087, 18356343, 1837 aus 6204. Die Bevölkerung des Fürstenthumshat demnach, ungeachtet kleine Auswanderungen nach Nord-amerika und Jamaica statt gesunden haben, seit hundertJahren etwa um die Halste zugenommen.
§. 75.
Die Einwohner sind größtenteils evangelische Chri-sten, lutherischer Konfession. Sie haben zwei Kirchen, einein Oestorf, die andere in Neerßen; an jeder einen Prediger.Die Reformirten schließen sich ihnen an, obgleich die Ber-einigung beider Consessionen zu einer evangelisch-christlichenhier noch nicht Statt gefunden hat. Die wenigen einheimi-schen Katholiken können nach Lügde zur Kirche gehen.Im Sommer kommt ein katholischer Geistlicher aus Lügdeherüber und halt, seit 1830, in einer eigenen Capelle,Gottesdienst. Zu der christlichen Gemeinde gehöret außer-dem auch eine Anzahl (im Jahre 1832 betrug sie 32 Köpft)von Einwohnern, die sich Freunde nennen, aber unter demNamen der Quaker allgemein bekannt sind, und die sichhier ursprünglich in Friedensthal angebauet haben, derenaber auch in Neupyrmont und Lövenhausen wohnen. Siehaben ihre eigene Kirche (Versammlungshaus). Die Anhänger