48
der vermuthlich so heißt, weil er sich mehrfach krümmt undschlangelt (wie ein Würmchen, Wörmke) und langsam fließt;dieser Bach scheint jedoch zu unbedeutend zu sein, um einerGrasschaft den Namen geben zu können, zumal da die vielbreitere Emmer mitten durch das Fürftenthum fließt, unddie Wörmke dasselbe, nach seinen jetzigen Gränzen, nicht ein-mal berührt.
Endlich ist noch die Schreibart zu betrachten, welchejetzt zwar allgemein geworden ist, deren Richtigkeit jedochdie wenigste Glaubwürdigkeit für sich hat, nämlich Pyr-mont (), welches aus dem griechischenWorte (Feuer) und dem lateinischen mons zusam-mengesetzt zu sein scheint, und also so viel als Feuer-berg bedeuten würde. Allein, wenn auch ein Bastardwort(vox dem Zeitalter zu verzeihen wäre °), so reichen
doch auch die Gründe nicht hin, welche zu dieser Benen-nung Anlaß gegeben haben sollen und könnten. Es sollnämlich ehedem auf dem Schellenberge ein, den altenDeutschen geheiligtes, immerwährendes Feuer unterhaltenworden sein '"). Eher möchte man glauben, daß unsere Vor-gänger die Gegend für vulcanifch angesprochen haben, oderdurch die Wärmeerzeugung des kohlensauren Gases unddas Sprudeln der Quellen, aus die Idee eines etwa unter-irdischen Feuers gekommen wären. Diese Schreibart ist aberweder die älteste, noch die beste; denn auf welche Weisesollte wol das griechische Wort in die Benennung einesnorddeutschen Ländchens sich eingeschlichen haben?
Man hat dergleichen mehre, die allgemein Eingang gefundenhaben: Neomonüum, Mineralogie, Mineralquelle, Curgast.?iäeri>. <ükron. I^ipp. S, 65.