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2 (1840) L - Z. Supplemente A - Z
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269
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PRÜFUNG DER ÄRZTE - QUASSIA 269

A. W. I. Stendal 1821. S. 182 ff. Mende, Ausführl. Handb, d. ger. Med.IV. Leipzig 1826. S. 357 ff.

Prüfung der Ärate, s. Medicinalverfassung.

Pseudomedicus, s. Pfuscherei.

Pseudosyphilis, a. Syphilis spuria.

Psychiatrie, s. Seelenheilkunde.

Pudendagra, s. Syphilis.

Pustula maligna, s. Milzbrand.

Putrescenz der Gebärmutter. Obgleich der Artikel Hyste-romalacia schon von diesen Leiden der Schwangern und Wöchnerinnenhandelt, so tragen wir dennoch hier folgendes nach. Das Übel kommt zurgerichtsärztlichen Untersuchung, wenn bei einer unerwartet gestorbenenSchwangeren oder Wöchnerin Verdacht auf Vergiftung, Abtreibung oderFruchtmord, auf Kunstfehler der Hebammen oder des Geburtshelfers, oderauf Verletzung überhaupt entsteht. Dabei kommt es auf eine richtige Dia-gnose an. Die Gebärmutterfäule sagt Schmalz sen. (Siebenhaar's Hdb.der gerichtl. Medioiii Tb. II. S. 343) sehr richtig entsteht und verläuftohne entzündliche Symptome; zuweilen bewirkt sie eine Frühgeburt, oderZerreissung des Uterus; das Kind kommt oft abgemagert, missfarbig, schwachund todt zur Welt. In der Leiche findet man die innere Fläche des Uterusan einer bestimmten, meistens genau abgegrenzten Stelle dunkelgrün glän-zend (zuweilen auch dunkelbraun M.), mit einer schmuzigen Schmiere über-zogen. An dieser Stelie ist die Substanz des Fruchthälters mehr oder we-niger tief in eine weiche, schwarzbraune oder aschgraue, gallertartige Masseverwandelt, in seltenen Fällen durchlöchert. Der Umkreis zeigt keine Spurvon Entzündung und erscheint in der Regel ganz normal. Der Geruch istsüsslich, oder fade stinkend, oder faulig. Bei dem Brande der Gebär-mutter, als Folge vorangegangener Metritis (z. B. nach einer Gewaltthä-tigkeit), findet man gewöhnlich mehrere Stellen schwarzgrau oder braun-schwarz, mürbe, mit einem mehr oder weniger dunkelrothen Kreise umge-ben, welcher, allmälig nach der Peripherie hin abnehmend, das Abgestor-bene von dem Gesunden scheidet; auch an anderen Stellen des Uterus be-gegnet man Spuren von Entzündung; der Geruch ist brandig (s. Brand).Die vitale Erweichung des Uterus ist ohne alle Zeichen eines fauligen Zu-standes (s. Erweichung). Mereau (Arcb. gener. de med. Man 1824. p.14 7 ) fand bei einer jungen Wöchnerin den Uterus durchbohrt, seine Wändeweich und sehr verdünnt, aber nirgends eine Spur vnn Entzündung. Diewirkliche Fäulniss, die sich erst nach dem Tode entwickelt, ergreift gleich-zeitig auch andere Organe, mit dem eigenen Leichengeruche etc. (s. Fäul-niss). ( L. J. Boer, Abhandl. u. Vers, geburtshülfl. Inhalts. III. Wien1793. S. 73. J. C. G. Joerg, über die Putrescenz d. Gebärm. In seinenSchriften zur Beförderung d. Kenntniss des Weibes. II. Leipz. 1818. Nr. 1.F. A. Bölling, einige Worte über die Putrescenz der Gebärmutter. InBusch's gemeins. d. Zeitschr. für Geb. VI. 1. S. 78 ff. Held, Putrescenz d.geschwängerten Gebärm. In Casper's Wochenschr. 1834. Nr. 6. C. O. Ca-rui, Lehrb. d. Gynäkologie etc. 3. Aufl. Leipzig. 1838. §. 1063 sq.)

Q

Quaestio, peinliche Frage, s. Tortur.

Quassia« Das Holz und die Rinde von Quassia amara und excelsa