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2 (1840) L - Z. Supplemente A - Z
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P1GMENTUM NIGRUxM — PLATANUS 553

weiss, Kremser weiss, Kalomel und besonders aus Arsenik, die schon Damenden Tod gebracht hat. (S. Lenhossek in d. Med. Jahrb. d. K. K. Österrei-chi«chen Staats. Bd. 4. St. 4.) Bekanntlich weräen in Frankreich und Eng-land, vorzüglich in Paris, London, Brüssel u. s. w. die verschiedenstenCompositiouen schädlicher Stoffe zu Schminken verwendet: Blanc de Plomb,Etain de glace, Blaue d'Espagne, das Eau de perles a la Dauphine, Mer-cure cosiuetique, Lac mercuriel, — eine Sublimatauflösung. — Auch dieMittel zum Färben des Kopf- und Barthaares können Nachtheil bringen, dahierzu Höllenstein, Bleimittel u. s. w. benutzt werden. (S. Färben derHaare im Nachtrage.) Um die durch Schönheitsmittel ( Cosmetica ) mög-lichen Nachtheile zu verhüten, müssen theiis allgemeine Belehrungen uudWarnungen von der Gesundheitspolicei erlassen, theiis der Verkauf solcherMittel verboten werden, sobald eine chemische Untersuchung darin giftigemineralische Bestandteile entdeckt habe. (S. Augustin I. c. Bd. 4. S. 141.)Nach einer Bekanntmachung der Regierung zu Düsseldorf d. d. 19. Juli 1832(s. Augustin 1. c. Bd. 5. S. 645) sollen Schönheitsmittel nur dann im Han-del verkauft werden, wenn dazu. nach vorhergegangener Untersuchung, obsie schädliche Substanzen enthalten oder nicht, die darauf sprechende Con-cession 1011 der competenten Policeibehörde ertheilt worden ist. Auch darfdenselben keine Ankündigung beigefügt werden, worin dieselben als Arznei-mittel empfohlen werden. Die Literatur über unsern Gegenstand umfasstfolgende Schriften und Abhandlungen: Gütle , elegante Chemie u.s.w. Ulm1817. — Schreger, Kosmet. Taschenbuch f. Damen. Nürnberg 1811. —Flittner, Kosmet. Taschenbuch. Berlin 1813. — Trommsdorf , Kalliopistrau. s. w. Erfurt 1805. — Schlegel, Materialien f. d. Staatsarzneikunde. St. 1.— Scherfs Archiv u. s. w. Bd. 2. — Hermbttädt, Museum des Neuestenu. s. w. Bd. 6. Heft 1. — Harless, Fabrication des Tabaks u. s. w. Erfurt1812. — Allg. Anzeiger d. Deutschen. 1803. Nr. 25. — Wiliberg, Medic.Gesetzgebung. S. 207. 297. 327. 417. —

Pigmentum nigrum, s. Oculus (anatomisch-physiologisch).

Piper indicum, hispaiiicuin, turefeum, s. Capsicum.

Placenta, s. Nachgeburt.

Plagae, s. Züchtigung und Beschädigungen (im Nachtrage),

Plagium, s - Menschenraub.

Platanus (21. Classe, 7. Ordnung — Monoecia Polyandria Linn. —Ord. nat. Amentaceae~). Die männlichen Blüten dieses Baumes haben einkugelförmiges Kätzchen, die Staubbeutel um die Staubfäden gewachsen, dieweibliche Blüte ein kugelförmiges Kätzchen, kein Kelch, eine vielblättrigeBlume, die Griffel mit krummen Narben, die nackten Saameu an der Basishaarig. Wir haben 1) Fiatanus orientalis, mit handföriuigen Blättern, de-ren Einschnitte buchtig sind. Er wächst auf der Insel Caudia und im ge-mässigten Asien. Der Baum war wegen seiner weit ausgedehnten, schattigen,reichen Krone bei den Alten in sehr grossem Ansehen. Bei uns leidet erzu sehr in harten Wintern. 2) Platanus occidentalis. Die Blätter sindfünfeckig und deutlich gelappt, gezähnt, an der Basis keilförmig, unterhalbbehaart. Er wächst in Nordamerika. Er erreicht eine ansehnliche Stärkeund schattenreiche Krone, und ist bei uns überall häufig angepflanzt. Un-sere Winter schaden ihm niemals. — 3) Platanus acerifolia ; die Blätterherzförmig, füoflappig, entfernt, gezähnt, an der Basis abgestutzt. Erwächst im Orient wild. Er ist gegen unsern Winter gar nicht empfindlich,and ist sehr viel und fast noch häufiger als die vorhergehende Art bei unsangepflanzt. Obgleich Sobernheim und Simon (Toxikologie 1838), dieserschädlichen Pflanzen gar nicht gedenken; so theilen wir dennoch hier Fol-gendes aus den „Blättern der Gegenwart, Mai 1838. S. IIS", über ihreverderblichen Wirkungen mit: Man bemerkt zuweilen — sagt der Bericht-erstatter — dass die Gärtner, nachdem sie die Platane beschnitten haben,