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2 (1840) L - Z. Supplemente A - Z
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NYCTOBASIS - NYMPHOMANIA

Camelli bekannt gewordene, später aber vom jiingern Linne beschriebeneBaum gehört zur Classis V 7 (Pentandria), Ord. 1 (Monogynia) , nach demLinnö'schen, zur Cl. VIII. Ord. 14 ^Apocyneae) , nach dem Jussieu'schenSysteme, und wird von den Neuern als eine Strychnosact ( Strychnacea ) be-trachtet. Er ist ziemlich hoch, wächst auf den philippinischen Inseln, hat zahl-reiche , lange Äste mit gegenüberstehenden, festsitzenden, eiförmig zugespitz-ten, ganzrandigen, flachen und ganz glatten Blättern, die Blüten sind weiss,röhrig, bilden kleine Trauben von Jasmingeruch; die Früchte sind so gross,wie eine inittelmässige Birne, eiförmig, glatt mit trockner zerbrechlicherHülle bedeckt, in deren weichem, bitterlichem Marke 15 20 Saamen (diedem Stifter des Jesuiten - Ordens, Ignatiui Loyola, zu Ehren genanntenJgnazbohnen) liegen, welche 1 Xoll lang, etwas platt, auf der einenSeite erhaben, auf der andern vieleckig, lichtbraun und scheinbar staubig,innerlich grünbräunlich und etwas glänzend, halbdurchsichtig, fast hart wieHorn, jedoch mit dem Messer zu durchschneiden sind, an einem Ende eineNarbe von ihrem Befestigungspunkte zeigen, unangenehm, moschusartig,jedoch schwach riechen und einen sehr bitteru, lange anhaltenden Geschmackhaben. Die Bestandteile der Ignazbohnen Bind , nach Cavenlou und Pelle-tier, fettes Öl von butterartiger Coneistenz und schwach grünlicher Farbe,wenig Wachs, saures igasursaures Strycbnin (1, 2 nach Pettenkofer 1, 4),nebst sehr wenig Brucio, extractiver gelber Farbestoff, viel Gummi,Bassorin, wenig Stärkemehl, etwas Holzfaser, in der Asche fanden sichChlorkalium und kohlensaurer Kalk. Der giftige Theil der Bohnen liegt inihrer Mitte. Nach Orfila (I. c. T. III. S. 4*6) wirkt das epirituöse Ex-tract der Ignazbohne viel stärker , als das der Krähenaugen, weil es mehrStrychnin enthält. Von der durch Alkohol erhaltenen fetten Substanz giltdas von dieser unter Krähenaugen Gesagte. (Dr. C. A. Tott).

HTyctoliasIs, s. Noctambulismus.

ÜVympfiae, s. Genitalien, weibliche.

IVymplioinania, Maclilo»yne, Furor uterinus, Hytteromania, Oestro-mania Hippokrates, die Mutterwuth, M a n n t o 11 heit; auch Me-lancholia uterina, Melromania, Aniromania genannt. Ist ein Leiden desweiblichen Geschlechtssystems, dessen übermässige Erregung und Reizungdergestalt auf das Gehirn reagirt, dass die Kranken das Opfer physischerund psychischer Störungen werden, also dasselbe bei Frauenzimmern, wasbei Männern die Satyriasis ist. Das Übel muss vom Liebeswahnsinn wohlunterschieden werden, wobei meist gar kein übermässiger Geschlechtstriebstattfindet (s. Erotomania bei Mania.) Symptome der Nymphomanie.Die daran Leidenden fühlen beständig oder periodisch einen übermässigenTrieb zum Beischlafe, wobei anfangs der Verstand noch nicht leidet, späteraber dergestalt darnieder liegt, dass das Gefühl fürs Schickliche und An-ständige ganz verloren geht und selbst gesittete und gebildete Frat.en dieschmuzigsten und unzüchtigsten Reden führen und die niedrigsten lindschimpflichsten Handlungen begehen, z. B. sich auf offener Strasse und vorallen Menschen schamlos entblössen, fremde Männer mit Gewalt angreifen,umarmen, küssen, nach dem Penis greifen etc. In der Erotomanie sind da-gegen die Reden zart und keusch, die Handlungen ausdrucksvoll und nie dieGrenze des Schicklichen überschreitend, ohne ein demoralisirtes Begehrungs-verinögen. (S. Esquirol Pathol. u. Therapie der Seelenstörungen. A. d.Franz. von Hille 1827. S. 286). Ursachen. Prädisposition geben einehysterische Constitution, erbliche Anlage, Mangel an rieht ger sittlicher Er-ziehung, moralische Verwilderung. Gelegenheitsursachen sind: Onanie, langeEnthaltsamkeit vom Gesohlechtsgenusse bei reizbaren, sensiblen Frauen,Hysterie, das Lesen schlüpfriger Romane, untbätiges Leben, Eifersucht,heftige Gemüthsbewegungeu, Kränkungen des Ehrgefühls, Fehler der Ge-schlechtsorgane, als anhaltender weisser Fluss, anfangender Mutterkrebs,ausschweifende» Leben, wie in Bordellen etc. Auch die Ehe kana Nym-