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2 (1840) L - Z. Supplemente A - Z
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NACHGEBURT

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Jen sind, die sich von den Öffnungen der Arterien und Venen auf der in-nern Oberfläche des Uterus nach den Zellen des Mutterkuchens begeben,bei der Contraction des Uterus aber zerreissen. Weber hat, in einem Vor-trage in der medicin. Gesellsch. zu Leipzig am 26. Junius 1832 (s. Clarasu. Radius Beiträge. 1. Bd. Nr. 17.) die Übergangsstellen des Fötalkuchenszur Pars uterina und den Gefässbau nachzuweisen gesucht, der das Anein-anderstreichen der beiden Blutströme vermitteln soll, und eben so fandSchneider (Jahrbücher des ärztlichen Vereins zu München. 1. Jahrg.1835. V.) bei der Ablösung der Piacenta vom Uterus, dass die Arterienund Venen des letztern von der imiern Fläche des Uterus fast in geraderRichtung durch den mütterlichen Theil der Piacenta bis tief hinein in denKindestheil derselben sich fortsetzen. Bei der Geburt des Kindes trenntsich der Mutterkuchen gewöhnlich von selbst und leicht von der Gebärmut-ter , oder wird doch leicht durch geschickte Handgriffe von derselben ge-trennt, ohne dass dabei eine Zerreissung zusammenhängender Gefässe zubemerken ist, was gegen unmittelbare Verbindung durch solche spricht.Einen Mutterkuchen, in dessen Mitte sich die Nabelschnur inserirt, nenntnmn einen centrischen, einen solchen, wo dieselbe zur Seite entspringt,einen excentrischen. Die Nabelschnur, der Nabelstrang (lat.fttniculus umbilicalis, franz. cordon ombilical, engl, navel string , ital.belliconchio , holl. navel-streng) ist derjenige spiralförmig, meistentheiisvon Rechts nach Links gewundene Strang, welcher die Frucht mit demMutterkuchen verbindet und mit beiden unmittelbar zusammenhängt, sichan der Frucht im Nabel, am Mutterkuchen aber auf dessen innerer Fläche,nach dem Rande desselben zu (nach von Froriep mehr oder weniger vonder Mitte, selten am Rande, in sehr seltenen Fällen in den Häuten, in derNähe des Mutterkuchens) endigt; er schwimmt mit der Frucht im Frucht-wasser und entsteht schon in den ersten 6 Wochen der Schwangerschaft.Die Nabelschnur ist zusammengesetzt aus dem vom Harnblasenzapfen biszur Harnhaut sich erstreckenden Urachus, aus den von dem Verbindungs-canal zwischen Darm und Nabe!bl?se und umgekehrt übergehenden Vasisomphalomesaraicis, aus den beiden Nabelarterien ( Arleriae umbilicales),welche von den Arteriis hvpogastricis der Frucht (nach Präparaten des ana-tomischen Museums zu Berlin öfters ur.mittelbar aus der Aorta, was beson-ders in Bezug auf Beantwortung der Frage über die Notwendigkeit oderNichtnothwendigkeit der Unterbindung der Nabelschnur zu beachten ist)entspringen, zum Nabel herausgehen, zum Mutterkuchen verlaufen und sichim Zellgewebe desselben verästeln, sowie aus der Nabelvene ( Venaumbilicalis) , welche aus Asten, die im Zellgewebe des Mutterkuchens ver-theilt sind (nicht mit den feinsten Ästen der Nabelarterie commuuiciren)gebildet wird, von den Nabelarterien umwunden zum Nabel der Fruchtund durch denselben zur Fossa pro vena umbilicali der Leber geht, um sichhier in den linken Ast der Pfortader und durch den Ductus venosus Arantiiin die Hohlvene zu senken (s. Blutumlauf beim Fötus). Nach ArnoltTsin Heidelberg (Medicin. chir. Zeitung von Ehrhardtslein IV. Bd. 9. S. 14.)Untersuchungen ist die Vena umbilicalis die Hauptblutader für die Leber,und die Pfortader ein untergeordnetes Gefäss, der Ductus venosus Arantiiein Ast der Nabelvene und nicht der Pfortader, der rechte Ast der Nabel-vene nimmt den beim Fötus nicht sehr bedeutenden Stamm der Pfortaderauf und vereinigt sich mit ihm zu einem starken Getässe, welches beide anUmfang übertrifft und sich im rechten Leberlappen verzweigt; nach derGeburt, wo sich die Vena umbilicalis schliesst, erweitert sich der Stammder Pfortader und erhält nun alle Äste zu den seinigen, welche früher derVena umbilicalis angehörten, es wird also der rechte Ast der Nabelvene zumlinken der Pfortader. Lymphgefässe hat Folimann (s. o.), Nerven A. G.Schott (Die Controversen über die Nerven des Nabelstranges und seinerGelasse. Frankfurt a. Main 1836) im Nabelstrange aufgefunden. Alle denNabeistrang bildenden Gefässe sind mit einer sehr zähen, glatten Scheide den zurückgeschlagenen Eihäuten überzogen, deren äusserate Platte