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2 (1840) L - Z. Supplemente A - Z
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MY0P1ASM, - NACHGEBURT

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zweckuiässigste. Die Gesichtsweite des menscblicbea Auges ist überhauptsebr verschieden, und da es Mensehen giebt, die sowol sehr nahe als ent-fernt vom Auge lesen können, so kann sie auch nichts Stabiles sein. Esgiebt innere Veränderungen im Auge, wodurch das Gesicht eine verschiedeneBreite bekommt (s. Olbers, Diss. de mutationibus oculi internis). Nur derist wirklieb kurzsichtig, der in einer Entfernung von 12 Zoll vom Auge diekleinste Schrift nicht mehr lesen kann. Viele Menschen, welche sich kurz-sichtig wähnen und deshalb Brillen tragen, sind gar nicht kurzsichtig, son-dern nur schwachsichtig, und jene Brillen bringen ihnen dann nur Scha-den. Überhaupt trägt der Missbrauch der Brillen, der selbst zur Mode beijungen Leuten geworden, viel dazu bei, dass es in unserer Zeit so vielKurzsichtige giebt Alle Brillen sind aber nur Palliative; eine radicale Curder Myopie ist nur unter folgenden Bedingungen möglich: 1) Der Myopdarf die Brille nicht den ganzen Tag tragen; ist sein Übel nicht bedeutend,nur ausserhalb dem Hause, ists aber bedeutend, so muss er eine schärfereBrille ausser dem Hause, und eine schwächere, sogenannte Arbeitsbrille fürsHaus und am Arbeitstische tragen. 2) Er muss, wenn das Übel nicht be.-deutend ist, sich gar keiner Brille, sondern höchstens einer schwachen Lor-gnette für beide Augen (Doppcllorgnette) bedienen y und diese nur selten ge-brauchen, nicht stets die trivialstea Dinge auf der Strasse sehen wollen.3) Er muss sich eine groste Hand zu schreiben angewöhnen und das Leseniu Büchern mit sehr kleiner Schrift vermeiden. 4) Kr muss sich viel imFreien bewegen und solche Spaziergänge lieben, wo das Auge einen weitenGesichtskreis findet und sich allinälig immer mehr mit entfernten Gegenstän-den beschäftigt. Nur bei Befolgung dieser Regeln hat man Hoffnung, dassiiu 40sten Lebensjahre die Myopie gänzlich verschwindet. Die besten Glä-ser sind die periskopisch geschliffenen von gutem englischem Krystallglase,und in Horn eingefasst, so dass sie weder die Nase, noch die Schläfe drücken.Kurzsichtige können nicht zu Solditen gebraucht werden (s. Kecruti-ruug), und ist ihr Übel schon früh entstanden und sehr bedeutend, somüssen sie in civilreclitlicher Hinsicht mitunter selbst als Unmündige, incriminairechtlicher aber für viele, an sich rechtswidrige culpöse Handlungenvon der Verantwortlichkeit mehr oder minder nach individuellen Verhältnis-sen freigesprochen werden. (S. Blinder).

IWyopiasfa, s. Myopia.

Myosis, s. Myosis.

Mytilus edulis, s, Muscheln, giftige.

Kabel, Vmbilicu» , s. Abdomen.

Nabelgegend, Regio umbilicalis , s. Abdomen.

Nabelschnur, s. Nachgeburt,

Nabelstraug , s. Nachgeburt.

Nachgeburt, Secundinae. Unter Na ch g eb a rt, A f tergefeu rt-Afterbürde (franz. secondines , engl, secondine, after l/irlh, ital. secon-dina , holländ. de Naageboorte) verstehen wir den Mutterkuchen sammtder die Frucht mit der Mutter verbindenden Nabelschnur und den zerris-senen Eihäutea (s. Ei). Wir nennen diese Theile, denen Einige auch nochdas Fruchtwasser hinzufügen, deshalb so, weil sie nach dem Kinde gebo-ren werden. Der Mutterkuchen, die Multqrleber (lat Placenta