Tragacantha.
Gummi Tragacantha. Traganth.
Man präpariere das Pulver zunächst in concentrirtem Glycerin. Es besteht— vorausgesetzt, dass es aus der allein pharmaceutisch zulässigen weissen bisgelbweissen Handelswaare hergestellt ist — aus grösseren oder kleineren farblosenSchollen, von denen die mittelgrossen bis grossen sich am besten für die Unter-suchung eignen. Die Schollen haben plane, zuweilen auch gebogene Aussenflächenund meist scharfe, seltener abgerundete Kanten (1 Fig. 16). Eine streifige Structurist, wenn auch nur verhältnissmässig selten, vorhanden. Freie Stärke findet manzunächst nur in geringen Mengen; sie ist zudem oft von den Traganthschollenverdeckt.
Für ein zweites Präparat benutze man ein Gemisch von sechs Theilen Glycerinund einem Theil Wasser. Bei der Durchmusterung der grösseren Schollen siehtman alsbald einige, in denen körnige Massen — es handelt sich hier um Stärke —allerdings noch undeutlich hervortreten (2 Fig. 16). Nach und nach werdendie Körner deutlicher, es lässt sich ferner erkennen, dass sie in einer Höhlung,dem Lumen der ehemaligen Zelle, liegen. Auch deren Wandung ist, wenn auchzunächst noch wenig scharf sichtbar. Sie erscheint dick und vorerst noch homogen;höchstens dass sich eine schon sehr dünne Mittellamelle — sie deutet die ehe-malige Zellgrenze an — als zarte Linie bemerkbar macht (3 Fig. 16). Schondeutlicher sehen wir sie in dem nächsten Quellungsstadium (4 Fig. 16). Hierzeigt sich gewöhnlich schon eine zarte Streifung der an Dicke zunehmenden,sich gegen den Hohlraum hin wellig vorwölbenden verschleimten Wandschicht.Mit deren weiterschreitender Quellung verkleinert sich das Lumen. Nicht seltenzerfällt es, unter starkem Yerwölben gegenüberliegender Wandpartien, in zweimeist ungleich grosse Teile. Die Wandschichtung wird hier gewöhnlich deutlicher.Aehnliches gilt von der die Zellgrenze andeutenden Mittellamelle. Sie weist aufmeist polygonale Zellen hin (6 Fig. 16), doch sind auch kugelige (5 Fig. 16) nichtganz ausgeschlossen.
Im weiteren Verlauf der Quellung, die man durch Aufgeben von etwas Wasseran den Rand des Deckglases beschleunigen kann, nehmen die Schollen, unter Auf-geben der früheren Umrisse, wie überhaupt der deutlichen Abgrenzung nach aussen,ausserordentlich an Grösse zu. Hierbei zerreissen die meisten Zellen; ihreStärke wird grösstentheils ausgestossen, somit frei. Die Lamellen, welche die Wand-streifung bedingen, erscheinen dann gewöhnlich wieder zarter (bei 7 Fig. 16). Sie