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4 (1908) Die Samen und Früchte : mit 14 Taf. u. 16 Holzschnitten
Entstehung
Seite
175
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Schollen vorkommenden Gesteinstrümmer (1 Fig. 12) achtet, die nur in geringenMengen zulässig sind.

Den inneren Bau der Drüse ebenso aber auch die in bedeutender Zahlvorhandenen Büschelhaare, die ebenfalls von der Fruchtepidermis stammenstudiert man am besten an Chloralhydratpräparaten.

Was zunächst die Drüsen anlangt, so werden sie nach verhältnissmässigkurzer Einwirkung der Zusatzflüssigkeit entfärbt. Befinden sie sich in Flächen-lage (3 Fig. 11), so sieht man, ausstrahlend von einem centralen, wenig deutlichenGewebekern, welcher die Verbindung mit dem abgebrochenen Drüsenstiel ver-mittelte, eine grosse Zahl (in der Gesammtdrüse bis 60) dünnwandiger, keulen-förmiger Drüsenzellen. Ueber ihnen, mehr oder weniger stark aufgetrieben, läuftdie wellige Outicula. Das zwischen ihr und den Drüsenzellen ausgeschiedeneSecret wurde unter der Einwirkung des Chloralhydrates ziemlich vollständig gelöst.

Stellt man bei einer derartigen Drüse das Mikroskop höher ein, so gebensich die nach der Oberfläche gerichteten Drüsenzellen sie liegen in der Mittein Querschnittansicht (4 Fig. 11). Diese bedingt kreisförmige Umrisse. Anden Rändern bemerkt man dann noch die äusseren Hälften der keulenförmigenDrüsenzellen (Längsansicht).

Gesammtdrüsen in Profilansicht geben etwas abweichende Bilder. Beischarfer Einstellung des Mikroskopes auf die Drüsenmitte (5 Fig. 11) erhält mandie keulenförmigen Drüsenzellen im Halbkreis angeordnet, wiederum um die un-deutlichen Gewebereste des Fortsatzes des ehemaligen Drüsenstieles. Eine höhereEinstellung des Mikroskopes (6 Fig. 11) zeigt die mittleren Drüsenzellen in Quer-schnittansicht.

Es wurde schon erwähnt, dass bei den Drüsen Formabweichungen vor-kommen. Abgesehen von denen, welche sich optisch aus Zwischenlagen der Profil-und Flächenansicht ergeben, sind sie gewöhnlich durch mehr oder minder ausgiebigeSecretausscheidung unter der Outicula und deren dementsprechend stärkere oderschwächere Auftreibung bedingt. Starke Auftreibungen werden häufig zu ein-seitigen, die Formverhältnisse entsprechend beeinflussenden. Ferner führt einestarke Secretausscheidung leicht zu Abplattungen. Durch gegenseitigen Druckder aufgeschichteten Droge, während das Secret zu verhärten beginnt, werden dieweichsten Stellen der Oberfläche der Drüse eingedrückt. Diese kann aus einerkugeligen in eine mehr oder weniger scharf polyedrische Form übergeführt werden.

Messungen nimmt man am besten an Drüsen der Flächenlage vor. DerDurchmesser beträgt hier 50120 f.i.

Die schon genannten Büschelhaare sind als unwirksame, bei der Reinigungder Droge im Grossen kaum vollständig entfernbare Bestandteile anzusehen. Sietragen zur Charakteristik des Pulvers bei, wären somit auch mikroskopisch zu be-rücksichtigen.

Man studiere die Haare wiederum in Flächen- und in Profilansicht. Inersterer geben sie sich als von einem organischen Mittelpunkt ausstrahlende, starkbis sehr stark verdickte, fast immer einzellige Einzelhaare, welche gegen die