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4 (1908) Die Samen und Früchte : mit 14 Taf. u. 16 Holzschnitten
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I. Allgemeine Zusammenstellung der anatomischen Elementeund ihrer unterscheidenden Merkmale.

Der Samen entwickelt sich aus der Samenknospe (Samenanlage, Ovulum). Erbe- Samenbau.steht aus einer mehr oder weniger festen Hülle, der Samenschale (Testa), aus dem Samenschale,

' Keimling und Re-

Keimling (Embryo) und einem für dessen erste Ernährung bestimmten Reservestoff- servestoffgewebe.gewebe. Wird dieses innerhalb des Embryosackes der Samenknospe angelegt,so bezeichnet man es als Endosperm. Erfolgt die Anlage ausserhalb, in demGewebe des Knospenkernes, so spricht man von Perisperm. Beide Gewebekönnen im Samen auch fehlen. Alsdann sind die Nährstoffe in dem in diesemFalle grossen und fleischigen Embryo niedergelegt. Reservestoffgewebe undKeimling wo erstere fehlen dieser allein bezeichnet man auch als Samenkern.

1. Die Samenschale.

Ihr Bau ist ausserordentlich verschieden. Es kommen Samen mit recht ein-Allgemeines überfacher Samenschale vor und solche, bei denen sie sich aus zahlreichen, sehrungleichwerthigen, gestaltlich in hohem Grade voneinander abweichenden histo-logischen Elementen zusammensetzt. Diese sind meist in Schichten angeordnet.Dünnwandige Elemente wechseln gewöhnlich mit starkwandigen, die bis fast zumSchwinden des Lumens verdickt sein können. Die "Verdickung ist nicht selten aufbestimmte Wandpartien beschränkt. Hierdurch kommen zuweilen ganz eigen-artig poröse Structuren zu Stande. Auch die Farbe der Zellwand, unter Umständenauch diejenige des Zellinhaltes, sowie die chemische Beschaffenheit der ersteren es seien hier nur die verschleimten Wände erwähnt sind diagnostisch vonhohem Werth. Wir haben es hier mit Kennzeichen ersten Ranges zu thun.

Yerhältnissmässig einfach gebaute Samenschalen es sei daran erinnert, Einfachdass in den Fällen, in welchen an der Handelswaare nur Theile der ursprüng- sfhakn!"'"liehen Samenschale (Innenschichten) vorhanden sind, nur diese hier berücksichtigtwerden finden wir unter den uns hier beschäftigenden Drogen bei SemenStrychni, Myristicae und selbst Arecae.

Bei ersterer Droge ist eine zu Haaren ausgewachsene Deckschicht vorhanden Semenmit ihren für das Pulver charakteristischen Bruchstücken haben wir uns an anderer strjclini -Stelle zu beschäftigen deren noch in festem Verband stehende Theile sich inFlächenansicht als sehr dickwandige, mit Poren versehene, polygonale Zellen