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2 (1882) Organische Chemie
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Weichharze.

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auch kann die Harzseife daraus durch Kochsalz nicht abgeschiedenwerden. Die Harzseifen dienen als Zusätze zu den gewöhnlichen Seifen(s. S. 337).

Alle natürlich vorkommenden Harze sind, abgesehen von einemetwai gen Gehalte an ätherischem Oel oder an Gummi, Schleim etc., Ge-menge von mehreren, meist nur sehr schwierig von einander trennbarenVerbindungen. Die einzelnen Bestandteile eines solchen Harzgemengespflegt man als Alpha-, Beta-, Gamma harz zu unterscheiden.

Concentrirte Schwefelsäure löst in der Kälte viele Harze ohne Zer-setzung, ein Zusatz von Wasser scheidet dieselben daher unverändertwieder ab. Beim Erhitzen mit concentrirter Schwefelsäure findet unterEntwickelung von Schwefligsäureanhydrid Verkohlung statt. Concen-trirte Salpetersäure wirkt meist sehr heftig auf die Harze ein, häufigunter Bildung von gelben, amorphen Nitroverbindungen. Beim Kochendamit werden je nach der Natur des Harzes Pikrinsäure, Oxy-pikrinsäure, Terephtalsäure, Isophtalsäure, Oxalsäureund andere Verbindungen gebildet. Schmelzendes Kalihydrat wirkt aufdie verschiedenen Harze sehr verschieden ein. Während einige dersel-ben, z. B. Mastix, Olibanum, kaum angegriffen werden, werden anderevollständig zerlegt unter Bildung von flüchtigen Fettsäuren, von Ilumus-körpern und zum Theil von aromatischen Verbindungen. Von letzterensind beobachtet: Brenzcatechin, llesorcin, Phloroglucin,Orcin, Benzoesäure, Paraoxybenzoesäure, Protocatechu-säure, Isouvitinsäure. Bei der Destillation mit Zinkstaub odermit Aetzkalk liefern die meisten Harze Gemenge von aromatischenKohlenwasserstoffen (Toluol, Xylol, Naphtalin, Methylnaphtalin, Methyl-anthracen etc.).

Nach der physikalischen Beschaffenheit und nach der Natur ihrerBestandteile theilt man die Harze gewöhnlich ein in: 1. Weichharzeoder Balsame, II. Hartharze, III. Gummi- oder Schleim harzeund IV. fossile Harze.

I. Weichliarze oder Balsame.

Als Weichharze oder Balsame bezeichnet man dickflüssige, zähe,klebrige Liquida, welche freiwillig oder unfreiwillig aus gewissen Bäumenausfliessen oder durch Auspressen daraus erhalten werden. Sie sind zubetrachten als Lösungen von Hartharzen in ätherischen Oelen oder alsGemenge derselben mit einander. In Folge dieses Gehaltes an ätheri-schem Oel besitzen sie einen starken aromatischen Geruch und Geschmack.Werden sie durch Destillation mit Wasserdämpfen von ätherischem Oelbefreit, so verbleiben die ursprünglich gelösten Hartharze als spröde, zer-reibliche, geruchlose Massen.