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2 (1882) Organische Chemie
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Blaue und grüne Rosanilinfarbstoffe.

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Es findet hierdurch ein Ersatz von Wasserstoff oder von Methyl durch Benzyl:C c H rj .CH 2 , und Bildung von Benzylmethylanilinviolett statt.

Mauvein: C 27 H 24 N 4 , Perkin's Violett, Mauve, Purple, Anilinpurple,der älteste der Anilinfarbstoffe, entsteht durch Oxydation von Anilinöl mitKaliumdicliromat und Schwefelsäure:

C«H 6 .NH 2 4- 3 C G H 4 (CH 3 ). NH 2 -f 50 = 5II 2 0 -f C 27 H 24 N 4y. Blaue Farbstoffe sind besonders als Anilinblau und als Di-phenylaminblau im Handel.

Anilinblau: C 20 H 16 (C 6 H 5 ) 3 N 3 , Triplienylrosanilin, Bleu de Lion,Bleu de Paris, Azulin, wird dargestellt durch Erhitzen von Bosanilin mitAnilin bei Gegenwart einer kleinen Menge Benzoesäure oder Essigsäure:C 20 H 10 N 3 + 3C c H B .NH 2 = C 20 H 10 (C°H B ) 3 N 3 + 3 NH 3Das im Handel befindliche salzsaure Triplieny-lrosanilin (Anilinblau) bildetein kupferglänzendes ICrystallpulvcr,' welches unlöslich in Wasser, leicht löslichin Alkohol ist (Spiritusblau). Als Lichtblau, Bleu de nuit, Bleu de Lnmierebezeichnet man ein Anilinblau, welches durch Auswaschen mit wenig salzsäure-haltigem Alkohol von beigemengten violetten und röthlichen Farbstoffenbefreit ist.

Als Alkali-, Wasser- oder Cliinablau finden sich die in Wasser lös-lichen Alkalisalze der durch Einwirkung von Schwefelsäure auf Anilinblauentstehenden Triplienylrosanilinsulfosäuren im Handel.

Durch Erhitzen von Bosanilin mit Toluidin, bezüglich Naplitylamin werdendie dem Triplienylrosanilin entsprechenden Tritolyl-, bezüglich Trinaplityl-rosaniline, das Toluidinbl.au und Naplitylaminblau gebildet.

Diphenylaminblau entsteht, wie bereits S. 686 erwähnt, durch Erhitzenvon Diplienylamin mit Oxalsäure auf 110 bis 120° C. Gewöhnlich kommtdasselbe als das in Wasser lösliche Ammonium- oder Natriumsalz einer Sulfo-säure in den Handel, welche direct resultirt beim Erhitzen von Diphenylamin-sulfosäure mit Oxalsäure.

d. Grüne Farbstoffe kommen als Aldeliydgrün, Jodgriin und namentlichals Methylanilingrün und Malachitgrün im Handel vor.

Aldehydgrün: C 22 H 27 N 3 S 2 0, Emeraldin, TJsfebe'sches Grün, VertUsebe, wird erhalten durch vorsichtiges Erhitzen von schwefelsaurem Bosanilinmit Acetaldeliyd und Kochen der hierbei resultirenden dunkelgrünen Lösungmit unterschwefiigsaurem Natrium. Durch Kochsalz und Natriumcarbonatkann schliesslich der Farbstoff aus seiner Lösung als amorphe, grüne Masse,welche unvollkommen in Alkohol, gar nicht in Wasser, wohl aber nach demAnsäuern mit Schwefelsäure in beiden löslich ist, gefällt werden.

Jodgrün, Hofmann's Grün, Moosgrün, entsteht neben violetten Farb-stoffen durch weitere Einwirkung von Jodmethyl auf Trimetliylrosanilin. Eswerden hierbei gebildet die Jodide des

Tetramethylrosanilin: C 20 H 1C (CH 3 ) 3 N 3 . CH 3 J, Blau-Violett,Pentamethylrosanilin: C 20 H ,6 (CH 3 ) 3 N 3 . (CH 3 J) 2 , Blau-Grün,Hexamethylrosanilin: C^° (1 1,: (CIIN 3 . (CH 3 J) 3 , Botli - Violett.Zur Darstellung des Jodgriins erhitzt man 1 Till, essigsauren Bosanilinsmit 2 Thln. Jodmethyl und 2 Thln. Methylalkohol 8 bis 10 Stunden lang untersehr starkem Drucke in einem eisernen Digestor. Nach Entfernung der flüch-tigen Producte giesst man hierauf das Farbstoffgemisch in viel siedendesWasser, trennt nach dem Erkalten das in Lösung gegangene Grün von demausgeschiedenen Violett und fällt es mit einer kaltgesättigten Pikrinsäure-