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2 (1882) Organische Chemie
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797
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Rothe Kosanilinfarbstoffe.

797

C C II\ ,C 6 H 5

>C'

C 6 H 5 /

Triphenyl-methan

C 6 H 6 X ,C 7 H 7/

C6 H S/ \hDiplienyltolyl-methan

H-N . 0 6 H 4 .

H 2 N.C°Ii 4 /C C H 4 .NH 2

NC'

H 2 N.C 6 H 4/ X H H 2 N.C 6 H*/

H 2 N.C 6 H\ /C 6 H\

X C^NH

Paraleukaniliu

H 2 N.C 6 H\ /C 7 H 6 .NH 2C

H 2 N . C 6 H 4//

Leukanilin

Pararosanilin

H 2 N. C g H 4 n

/ G ~

H 2 N. C'H 1 '

Rosanilin

C 7 H°-

\

NH

C 6 H 4 . NH 2

\ c /H 2 N . C 6 H 4// ^OIIPararosanilinhydratC 19 H 17 N 3 -f H 2 0

H 2 N.C e H 4

II 2 N.C e H\ -C 7 H 6 . NH 2

NQ /

H 2 N.C G H 4// ^OHRosanilinhydratC 20 H 19 N 3 _f_ H 2 0

,C 7 H C -

\

NH.HC1

\ c /_

H 2 N.C«H 4//

Salzsaures RosanilinC 20 H i9 N 3 i HCl

ct. Rothe Farbstoffe. Das Anilinroth oder Fuchsin des Handels,auch Magenta-, Solferino-, Cerise-, Rubinroth genannt, besteht imWesentlichen aus salzsaurem Rosanilin : C 20 H 19 N 3 , HCl, dem wechselnde Mengenvon salzsaurem Pararosanilin: C 19 H 17 N 3 ,HC1, beigemengt sind. Es krystallisirtin cantharidengrünen, rhombischen Tafeln, die wenig in kaltem Wasser, leichterin kochendem Wasser, leicht in Alkohol löslich sind. Unter dem NamenRose'in finden die entsprechenden essigsauren Salze, welche leichter in Wasserlöslich sind als die salzsauren, Verwendung. Die salpetersauren Salze derRosaniline führen den Namen Azalein. Arsenfreies Fuchsin wird auch alsRubin, arsenhaltiges, von geringerer Qualität auch als Cerise bezeichnet.

Ueber die Prüfung des Anilinroths, sowie der Anilinfarbstoffe überhaupt,auf Arsen s. I. anorg. Till. S. 293.

Nachweis des Fuchsins in Fruchtsäften, im Wein etc. Um inFruchtsäften, Wein etc. den Nachweis von Fuchsin zu führen, schüttle maneine Probe davon (10 bis 50 ccm) mit einem halben Volum Essigäther oderAmylalkohol einige Zeit tüchtig durch und überlasse alsdann das Gemisch derRuhe. Bei Abwesenheit von Fuchsin erscheint der wieder abgeschiedene Essig-ätlier oder Amylalkohol farblos oder doch nur sehr blass rosa gefärbt, wo-gegen anderenfalls diese Flüssigkeiten eine mehr oder minder intensiv fuclisin-rothe Färbung annehmen. Zur weiteren Charakterisirung des von jenenLösungsmitteln aufgenommenen Fuchsins versetze man einen Theil der ab-geschiedenen, roth gefärbten Flüssigkeiten mit Salzsäure, einen anderen Theilmit Ammoniakflüssigkeit. In beiden Fällen wird Entfärbung eintreten, wenndie Rothfärbung durch Fuchsin bedingt war. Giesst man alsdann beide Mi-schungen zusammen und fügt noch soviel Salzsäure, bezüglich Ammoniak zu,dass das Gemisch nur noch sehr schwach saure Reaction zeigt, so wird dieFuchsinfärbung von Neuem zum Vorschein kommen. Verdunstet man fernerden durch Fuchsin gefärbten Essigäther oder Amylalkohol in einem Schälchennach Zufügung eines Faden Wolle oder Seide, so werden letztere, nach demAuswaschen mit heissem Wasser, mehr oder minder acht roth gefärbt er-scheinen.