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Einatomige Alkohole.
Der generelle Name „Alkohol" ist von dem Hauptrepräsentantendieser Verbindungseiasse, dem Weingeist oder Aethylalkohol, entlehnt,welcher bereits seit dem 16. Jahrhundert mit diesem Namen be-zeichnet wird.
Die Alkohole verhalten sich gegen Pflanzenfarben vollkommen in-different. Sie haben ferner die gemeinsame Eigenschaft, den Wasserstoffder Hydroxylgruppe leicht gegen Säureradieale auszutauschen, und sosalzartige Verbindungen zu bilden, welche man als zusammengesetzteAether bezeichnet. Letztere Eigenschaft der Alkohole giebt ein Mittelan die Hand, um zu entscheiden, wie viel Hydroxylgruppen in denselbenenthalten sind oder wie vielatomig der betreffende Alkohol ist — Be-stimmung der Atomigkeit. Kann in einem Alkohol nur ein AtomWasserstoff durch ein einwerthiges Säureradical, z. B. Acetyl: C 2 H s O,oder Benzoyl: C 7 H 5 0, ersetzt werden, so enthält derselbe nur eine Hy-droxylgruppe und ist also ein einatomiger, können dagegen in einemAlkohol zwei oder mehrere einwerthige Säureradieale eingeführt werden,so ist derselbe ein zwei- oder mehratomiger:
C 2 H 6 .OH -f C 2 H 3 0 . C1 = C 2 H 6 . 0C 2 H 3 0 -f HClAethylalkoliol Acetylchlorid Essigäther Chlorwasserstoff
Wirkt Kalium oder Natrium auf die Alkohole, besonders die ein-atomigen, ein, so findet ein Austausch des Hydroxylwasserstoffs gegendiese Metalle, unter Entwickelung von Wasserstoff statt, z. B.:
CH3.0H + K = C H 3 . OK + HMethylalkohol Kalium Kaliummethylat Wasserstoff
C 2 H 4 (OH) 2 -f 2 Na = C 2 H'(ONa) 2 -f 2HAethylenglycol Natrium Natriumäthylenat Wasserstoff
Die auf diese Weise entstehenden Metallverbindungen der Alkoholebezeichnet man als Alkylate oder Alkylenate, je nachdem sich die-selben von einem ein- oder zweiatomigen Alkohol ableiten.
Die einatomigen Alkohole, welche sich von den Kohlenwasserstoffender Sumpfgasreihe durch Ersatz eines Wasserstoffatomes durch Hydro-xyl: OH, ableiten, oder die sogenannten Carbinole*), entsprechen in
*) D. h. Alkohole, die sich von dem Methylalkohol oder dem Carbinol:C H 3 . 0 H, durch Ersatz eines oder mehrerer Wasserstoffatome durch einwer-thige Alkoholradicale ableiten, z. B.:
C 6 H 8 (OH) 6 -(- 6C 2 H 3 0.C1 = C 6 H 8 (0 C 2 H 3 O) 6 + 6HC1Mannit Acetylchlorid Hexaacetylmannit Chlorwasserstoff
1. Einatomige Alkohole: C n H 2n + x .OH.
CH 3 C 2 H 5
CH.OH
Methylcarbinol
Methyläthylcarbinol
etc.