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1 (1877) Anorganische Chemie
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Ceritmetalle.

Didymsalze.

967. Didymnitrat, Di 2 (N0 3 ) 6 -f- 12H 2 0, bildet grossezerfliessliche, amethystfarbene, trikline Krystalle, welche sichin Weingeist fast ebenso leicht wie in Wasser lösen, sich ohneAbgabe von Salpetersäure entwässern lassen und sogar bei300° unzersetzt schmelzen. Die concentrirte wässrige Lösungist violett, die verdünnte rosenroth gefärbt. Das bei stärkeremErhitzen entstehende und als poröse Masse zurückbleibendebasische Didymnitrat ist in Wasser unlöslich und nachdem Befeuchten mit letzterem entsprechend der FormelDi 4 (NO s ) s (OH) 9 -f- 3 H 2 O zusammengesetzt.

Didymcarbonat, Di 2 (C0 3 ) 3 -(- 6H 2 0, entsteht wie Lan-thancarbonat als bläulichrothes Krystallpulver, welches bei100» zu Di 2 (C0 3 ) 3 + H 2 0 wird.

968. Didymsulfat, Di 2 (S0 4 ) 3 + 8H 2 0, bildet grosse,rein rosenrothe monokline Krystalle, die sich bei 200° in dasebenfalls rosenrothe wasserfreie Salz verwandeln. Von letz-terem lösen 100 Theile Wasser bei 0° 43 Theile. Mit steigen-der Temperatur vermindert sich die Löslichkeit, so dass siesich bei 100° nur noch auf kaum 2 Theile in 100 TheilenII 2 übeläuft. Aus kalt gesättigter Lösung krystallisiren beim Er-wärmen rosarothe wasserärmere Salze, z. B. Di 2 (S0 4 ) 3 -]- 6H 2 0und Di 2 (S0 4 ) 3 -j- 2H 2 0. Die Kaliumdidymsulfate entsprechenden Cerodoppelsalzen.

Schwefelverbindungen der Ceritmetalle.

969. Schwefelwasserstoff verändert die Lösungen derLanthan-, Cero- und Didymsalze nicht und Schwefelammoniumfällt aus ihnen die Hydroxyde. Die Sulfide, La 2 S 3 , Ce 2 S 3 undDi 2 S 3 , können daher nur durch Erhitzen der Metalle imSchwefeldampfe oder durch heftiges Glühen der Oxyde ineiner SchwefelkohlenstofFatmosphäre erhalten werden. Siebilden, so gewonnen, gelbe oder gelblichbraune Pulver, welchedurch Wasser und deshalb schon an feuchter Luft unterSchwefelwasserstoffentwickelung in die Hydroxde übergehen.