Uran.
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LIX. Uran, Ur = 240.
924. Das Uran wurde im Jahre 1789 von Klaproth inder sogenannten Pechblende entdeckt und nach dem unmit-telbar vorher von Herschel entdeckten Planeten Uranus be-nannt. Ausser in jenem, jetzt Uranpecherz genannten, Haupt-erze findet es sich noch im Liebigit, einem Calcium-Uran-Carbonat, im Uranvitriol, den Uranglimmern, d. h.basischen Phosphaten und Arsenaten des Urans mit Calciumoder Kupfer, und einigen anderen Mineralien.
Als Ausgangsmaterial für die Darstellung von Uranpräpa-raten dient fast ausnahmslos das Pecherz. Dasselbe wird alsfeines Pulver mit Salpetersäure erwärmt, die von ungelöstbleibenden Antheilen getrennte Flüssigkeit stark mit Wasserverdünnt und zur Ausfällung von Blei, Kupfer u. s. w. mitSchwefelwasserstoff gesättigt. Die von den ausgefallenen Sul-fiden abfiltrirte Lösung wird dann zur Trockne eingedampftund der Rückstand mit Wasser ausgezogen. Basische Salzedes Eisens etc. bleiben zurück. Die wässerige Lösung lässtbei genügender Concentration Uranylnitrat auskrystallisiren.Letzteres wird durch Auflösen in Aether, der alle noch vor-handenen Beimengungen zurücklässt ; gereinigt. Das Uranyl-nitrat hinterlässt bei mässigem Erhitzen das Uranyloxyd, Ur0 3 ,welches beim Glühen mit Kohle im Chlorgasstrome Urantetra-chlorür liefert. Aus letzterem gewinnt man das metallischeUran, wenn in einem Porcellantiegel ein Gemenge von 3 Theilendes Chlorürs mit 6 Theilen Chlorkalium und 2 Theilen Natriumerst mässig, dann sehr heftig geglüht wird. Der Porcellantiegelmuss dazu in einen grösseren hessischen Tiegel gestellt undder zwischen beiden bleibende Raum mit Kohlenpulver aus-gefüllt werden. Bei Rothgluth geht die Reduction
UrCl 4 -f 2 Na, = 4NaCl -f Urunter Abscheidung von pulverförmigem Metall vor sich, wel-ches bei Weissgluth zum Regulus zusammenschmilzt.
Das compacte Uran hat etwa die Farbe des Nickels, istetwas hämmerbar, weicher als Stahl, und besitzt das specifische