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1 (1877) Anorganische Chemie
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878
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Platinmetalle.

letztere genügend concentrirt und in verschliessbaren Flaschenmit Chlorgas allmälig gesättigt, so geht das Kaliumpallado-ohlorür in zinnoberrothes, schwer lösliches Kaliumpalladi-chlorid über und scheidet sich nahezu rein als solches ab. Eswird gesammelt, in kochendem Wasser gelöst und nach Zusatzvon Oxalsäure eingedampft. Hierbei entsteht wieder Ka-liumpalladochlorür, welches von Wasser leicht aufgenommenwird, während noch etwas Kaliumplatinchlorid zurückbleibt.Die filtrirte Flüssigkeit wird mit Natronlauge neutralisirt undhierauf vorsichtig so lange mit Jodkalium versetzt, als nochein schwarzer Niederschlag von Palladojodür, PdJ 2 , entsteht,den man sammelt, trocknet und durch Glühen in entweichen-des Jod und zurückbleibendes Palladium zersetzt.

Die vom Jodpalladium abfiltrirte Flüssigkeit enthält nochRhodium und Iridium als Jodverbindungen, welche man durchErhitzen mit Königswasser in die Chloride verwandelt undwie unten erwähnt trennt.

Das nach dem Glühen mit Salmiak durch Salpetersäurenicht gelöste Pulver, welches hauptsächlich noch Iridium, Ru-thenium, Rhodium und Osmium enthält, erfordert zunächstetwas feinere Zertheilung, welche durch Zusammenschmelzenmit dem 20 fachen Gewichte metallischen Zinks und etwas Chlor-zink, und Auflösen des die Platinmetalle enthaltenden Zink-regulus in wässeriger Salzsäure leicht erreicht wird. Genauebenso wird das beim Ausziehen des Platinerzes mit Königs-wasser zurückbleibende Osmiridium behandelt. Das nach demLösen des Zinks gesammelte zarte schwarze Pulver kann dannauf folgendem Wege weiter verarbeitet werden. Es wird mitdem gleichen Gewichte fein zerriebenen Kochsalzes innig ge-mengt und in einem feuchten Chlorgasstrome schwach geglüht.Dabei verflüchtigt sich Osmiumperoxyd, welches in sorgfältiggekühlter Vorlage condensirt wird. Dem Rückstände werdendie Platinmetall - Natriumdoppelchlorüre durch Wasser ent-zogen; die filtrirte Flüssigkeit wird dann nach Zusatz vonconcentrirter Salpetersäure so lange destillirt, als noch einRest von Osmiumperoxyd übergeht, und schliesslich mit Chlor-kalium versetzt. Dabei scheidet sich schwer lösliches Kalium-iridichlorür als fast schwarzes Krystallpulver ab. Die Mutter-lauge wird eingedampft, der Rückstand geglüht und dannmit Wasser ausgezogen. Das Ungelöste wird getrocknet unddurch Glühen im Wasserstoffstrome reducirt. Schmilzt man esjetzt mit saurem Kaliumsulfat zusammen, so geht das Rhodium in